Verbrauchenzentrale warnt

Betrugsalarm: Auf diese Weise leeren Kriminelle die Konten von ING-Kunden

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Kunden der ING sollten auf der Hut sein. Gefälschte Nachrichten, die angeblich von der Bank stammen, werden derzeit versendet. Ein hoher Geldverlust droht.

Frankfurt am Main – Die Möglichkeiten unserer digitalen Welt machen sich auch immer wieder Betrüger zu Nutze. Ihr Ziele: sensible Daten von Privatpersonen abgreifen, Betriebssysteme zu infiltrieren und infizieren bis hin zum Erbeuten von hohen Geldbeträgen. Dies betrifft nicht zuletzt oft Kunden von Banken. So auch Menschen, die ein Konto bei der ING mit Sitz in Frankfurt am Main haben. Wovor die Verbraucherzentrale derzeit ausdrücklich warnt.

Verbraucherzentrale warnt: ING-Kunden mit Phishing-Mails konfrontiert – das steckt dahinter

Wie die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage selbst schreibt, sehen sich ING-Kunden mit einer neuen Betrugsmasche konfrontiert. Konkret würde es darum gehen, dass die Bankkunden derzeit zuhauf E-Mails mit dem Betreff „Aktualisieren Sie Ihr Konto | Letzte Mahnung“ erhalten würden. Dem Leser dieser Nachricht werde nach einer unpersönlichen Anrede weiß gemacht, er müsse unverzüglich ein neues „Tan-App-Sicherheitssystem“ aktivieren.

Mit dieser Phishing-Mail wollen Betrüger Kunden der ING sensible Daten entlocken – und im schlimmsten Fall deren Konto leerräumen.

Dies sei eine Folge der App-Aktualisierung im vergangenen Jahr. Laut den Betrügern würde die Anwendung letztlich eine „zusätzliche Sicherheitsebene“ ermöglichen, greift die Verbrauchenzentrale den Inhalt der betrügerischen E-Mail konkret auf.

„In der Mail ist die Rede von einem fehlenden Zugriff auf Ihr Konto für verschiedene Bankgeschäfte, falls der Prozess nicht zeitnah abgeschlossen wird“, heißt es von Verbrauchzentrale. Als konkretes Datum wird der 5. Januar genannt. Vor diesem Stichtag sollte das Update zwingend erfolgen. Übrigens: Auch Sparkassen-Kunden sehen sich derzeit mit einer perfiden Betrugsmasche konfrontiert.

Vorsicht geboten: Wie Betrüger das Konto von ING-Kunden leerräumen wollen

Wer der Aufforderung zum Updaten nicht nachkomme, der würde seinen Zugang zum ING-Konto verlieren. Damit dies nicht geschehe, sei es notwendig, einen Button mit der Aufschrift „Klicken Sie hier“ auszuwählen. Dann erfolgt die Weiterleitung auf eine Seite, wo der jeweilige Nutzer seine Daten aktualisieren kann.

ING-Kunden müssen derzeit aufpassen. Denn die Verbraucherzentrale warnt vor Phishings-Mails im Namen des Finanzinstituts, mit denen Kriminelle Daten und Geld der Kunden entlocken wollen.

Hier ist laut der Verbraucherzentrale jedoch äußerste Vorsicht geboten. Denn wer falsch reagieren würde, der gibt seine persönlichen Daten ohne Umwege direkt in die Hände der Betrüger. Im schlimmsten Fall, insofern sie dann über die erforderlichen Daten verfügen, können sie Ihr Konto ausräumen. Von solch einer Betrugsmasche per Mail waren ING-Kunden erst im Februar 2024 betroffen.

Wegen Betrugsmasche bei der ING: An diesen Anzeichen erkennen Sie Phishing-Mails

All das Skizzierte sei Teil einer Betrugsmasche im Namen der ING, warnt das Finanzinstitut seine Kunden. Gleichzeitig werden diesen Tipps mit an die Hand gegeben, an denen das sogenannte Phishing – die Bezeichnung für einen Cyber-Angriff, der beispielsweise über E-Mails, Textnachrichten oder Telefonanrufe erfolgen kann – erkannt werden kann. Anzeichen sind:

  • eine unpersönliche Anrede (“Sehr geehrte kunde“)
  • eine unseriöse Absendeadresse
  • Verlinkungen innerhalb der E-Mail
  • auffällige Rechtschreib- und Satzbaufehler (“kunde“, laden wir ein Sie“)

Grundsätzlich rät die Verbraucherzentrale dazu, die etwaige Aufforderung in einer E-Mail zu ignorieren oder die Nachricht unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Wer über ein ING-Konto verfügt, sollte in der offiziellen App oder auf der Homepage zudem checken, ob dort ähnliche Aufforderungen vorliegen.

Erst im Dezember 2024 musste die Verbraucherzentrale vor einer Mail warnen, die einer auf 12 Millionen Kunden abzielenden Betrugsmasche gleichkam. (han)

Rubriklistenbild: © Uli Deck/Sebastian Gollnow/dpa/Montage

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