Gesund bis ins hohe Alter: Mit diesen sechs Gewohnheiten bleiben Sie fit und vital
Im Alter nehmen körperliche und psychische Erkrankungen zu. Die folgenden sechs Gewohnheiten halten Sie auf lange Sicht gesund und glücklich.
Gesund und fit: So würden wir uns alle gerne nicht nur mit 20, sondern auch mit 80 Jahren fühlen. Doch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) beträgt die Wahrscheinlichkeit mehr als 20 Prozent, dass über 60-Jährige innerhalb von fünf Jahren an einer der zehn häufigsten Krebsformen erkranken. Außerdem nehmen mit dem Alter wichtige körperliche Funktionen wie Mobilität, Sehen und Hören ab. Eine gesunde Lebensweise hilft dabei, den körperlichen Verfall so lange wie möglich hinauszuzögern. Halten Sie sich an die folgenden sechs Gewohnheiten, um auch im Alter noch vital zu sein.
Stehen bei Ihnen regelmäßig Obst, Gemüse und Fisch auf dem Speiseplan? Falls nicht, dann ist es an der Zeit, das zu ändern. Obst und Gemüse enthalten wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Sekundäre Pflanzenstoffe haben eine antioxidative Wirkung und schützen die Zellen vor freien Radikalen. In Fisch stecken wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen bekämpfen und die Herz- und Gehirngesundheit unterstützen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen.
Mindestens ebenso wichtig wie eine gesunde Ernährung ist ausreichend Bewegung. Eine Studie der Universität Kopenhagen ergab, dass Männer, die regelmäßig joggen, im Vergleich zu Inaktiven durchschnittlich 6,2 Jahre länger leben. Bei Frauen belief sich der Unterschied auf immerhin 5,6 Jahre. Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen, Walken, Laufen und Aerobic wirken sich positiv auf Herz und Kreislauf aus. Die Durchblutung wird verbessert, die Blutdruck- und Cholesterinwerte sinken. Außerdem sorgt Sport für die Ausschüttung von Glückshormonen – wir fühlen uns nicht nur körperlich, sondern auch mental besser. Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Sportanfänger sollten sich von ihrem Arzt beraten lassen, welches Training für sie geeignet ist.
3. Gewicht reduzieren
Gehören Sie zu den Menschen, die Angst vor dem Blick auf die Waage haben? Tatsächlich spielt Gewicht eine wichtige Rolle für die Gesundheit. Gefährlich ist vor allem Fettgewebe in der Bauchregion. „Im Bauchfett werden Botenstoffe produziert, die Entzündungsprozesse im Körper ankurbeln können und im Verdacht stehen, den Alterungsprozess zu beschleunigen“, sagt Dr. Peter Tessarz vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns laut AOK. Eine Kombination aus moderater Bewegung und ausgewogener Ernährung hilft dabei, Bauchfett nachweislich zu reduzieren.
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Gehirnjogging macht fit: Vergessen Sie neben der körperlichen Fitness auch ihre geistige Gesundheit nicht. Laut der Pharmazeutischen Zeitung entwickelt der menschliche Körper bis ins hohe Alter neue Nervenzellen. Zu diesem Ergebnis kamen 2019 Forscher des Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CISC) aus Madrid. Wer seine geistige Leistungsfähigkeit möglichst lange erhalten will, sollte sein Gedächtnis regelmäßig trainieren – sei es mit Kreuzworträtseln, dem Lernen einer fremden Sprache oder dem Spielen eines Musikinstruments. Wichtig ist vor allem, dass die Aktivitäten Spaß machen.
5. Zeit mit Freunden und Familie
Der Mensch ist bekanntlich ein soziales Wesen. Leider nehmen mit dem Alter Einsamkeit und soziale Isolation zu. Das begünstigt die Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck. „Menschen, die sozial isoliert sind, sich einsam fühlen oder allein leben, haben ein um bis zu einem Drittel erhöhtes Sterblichkeitsrisiko im Vergleich zu Menschen, auf die das nicht zutrifft“, schreibt die AOK auf ihrer Website. Nehmen Sie sich also regelmäßig Zeit, um sich mit Familie und Freunden zu treffen. Sind Sie auf der Suche nach neuen Bekanntschaften? Dann treten Sie einer Sportgruppe bei, nehmen ein Ehrenamt auf oder nutzen Kursangebote in Volkshochschulen.
6. Lachen nicht vergessen!
Es mag banal klingen, aber Humor ist eine der wichtigsten Zutaten für ein gesundes und langes Leben. Beim Lachen werden Endorphine ausgeschüttet. Die Glückshormone unterdrücken die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin. Außerdem regt Lachen den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Humor verbindet uns mit anderen Menschen und hilft uns dabei, besser mit Stresssituationen umzugehen. Tipp: Probieren Sie es doch mal mit Lach-Yoga. Die besondere Yoga-Art nutzt die Tatsache, dass das menschliche Gehirn nicht zwischen einem echten und künstlichen Lachen unterscheiden kann. So hilft es spielerisch gegen Stress und sorgt für mehr Entspannung und Lebensfreude.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.