Routinen hinterfragen

Sie arbeiten im Büro? Mit fünf gesunden Ritualen können Sie Ihr Leben verlängern

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Schlechte Gewohnheiten können der Gesundheit enorm schaden. Im stressigen Büro-Alltag schleichen sie sich oft unbemerkt ein. Doch wer gegensteuert, schützt sich vor Krankheiten.

Stress, Bewegungsmangel und fettiges Essen in der Kantine: Im Büro lauern so einige Gesundheitsrisiken. Wer ab und zu am Nachmittag Süßigkeiten vertilgt und mal einen Tag fast nicht den Bürostuhl verlässt, braucht sich keine Sorgen machen: Die Menge macht das Gift. Einen faulen und verfressenen Tag darf jeder mal haben. Wenn ungesunde Rituale aber die Regel werden, schadet man damit der eigenen Gesundheit.

So begünstigt Bewegungsmangel nicht nur Verspannungen und Verdauungsprobleme. Zu häufiges Sitzen gilt auch als Hochrisikofaktor für Krebs. Außerdem leiden Herz und Kreislauf, wenn man sich nicht durch Bewegung fit hält und ausgewogen isst, das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko steigt. Auch Übergewicht und damit die Entstehung von Diabetes wird durch die Kombination „Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung“ gefördert.

Gutes Stressmanagement ist genauso wichtig wie Bewegung

Sie gehen nun mal einem Bürojob nach und die Kantine im Haus treibt sie früher oder später in die Fettleibigkeit? So weit muss es nicht kommen. Ein paar simple Routinen im Alltag fördern Ihre Gesundheit und beugen Krankheiten wie Bluthochdruck – Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt – vor.

Stress und Bewegungsmangel: Eine fatale Kombination, die in vielen Büros Alltag ist. Doch es gibt Mittel und Wege, die Sie trotzdem gesund halten.

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Nicht nur ein ergonomisch richtig eingestellter Arbeitsplatz ist wichtig, um körperlichen Leiden vorzubeugen. Auch ein gutes Stressmanagement hilft dabei, Körper und Psyche gesund zu halten. Denn chronischer Stress ist einer der Hauptursachen von Bluthochdruck und kann sogar Krankheiten wie Depression oder Burnout auslösen.

Welche Rituale Sie Ihrer Gesundheit zuliebe etablieren sollten:

  • Ergreifen Sie jede Möglichkeit zur Bewegung: Treppe statt Fahrstuhl, Fahrrad statt Auto – es gibt viele Möglichkeiten, Schritte zu sammeln und so den Kreislauf anzuregen.
  • Entspannen Sie sich: Wie beim Sport sollten sich auch in der Arbeit Phasen der Anspannung mit Phasen der Entspannung abwechseln. Nur so bleiben Sie leistungsfähig, konzentriert und auch gesund. Um richtig zu entspannen, müssen Sie nicht viel Zeit einberaumen. Ein kleiner Spaziergang nach dem Mittagessen oder eine kurze Entspannungsübung am Arbeitsplatz, etwa eine Atemtechnik, haben bereits blutdrucksenkende Wirkung.
  • Pflegen Sie Ihr soziales Netz – auch im beruflichen Umfeld: Gute und tiefe Bindungen mit anderen Menschen machen uns glücklich und halten uns gesund, wie eine Studie ergab. Ein gutes soziales Netzwerk kann Sie nicht nur mental unterstützen, sondern auch bei speziellen Problemen.

Sie helfen beim Abnehmen: Zehn Lebensmittel, die dem Darm guttun

Leinsamen
Leinsamen enthalten viele Ballaststoffe, die für einen gesunden Darm förderlich sind. Schließlich regen sie die Verdauung an und sorgen für eine langanhaltende Sättigung. So können sie auch beim Abnehmen unterstützen.  © kostin77/IMAGO
Pumpernickel
In Vollkornprodukten wie etwa Vollkornbrot sind vom Korn noch Schale, Keimling und Mehlkörper enthalten. Es enthält Ballaststoffe, Mineralstoffe und B-Vitamine, die besonders gut sättigen und die Verdauung anregen. So helfen sie nicht nur beim Abnehmen, sondern haben auch einen positiven Effekt auf den Darm und die Gesundheit. © HLPHOTO/IMAGO
Artischocken auf dem Blech
Artischocken enthalten viel Inulin, bei dem es sich um einen Mehrfachzucker handelt. Er zählt zu den Präbiotika und dient den guten Darmbakterien. © Westend61/IMAGO
Kichererbsen in Schüssel
Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Bohnen, Linsen und Erbsen sollten auch regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Denn sie enthalten viele Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora. © Elenathewise/IMAGO
Zwei Gläser Joghurt
Naturjoghurt zählt zu den fermentierten Lebensmitteln, die vor allem wegen der Milchsäurebakterien gesund sind. Diese sorgen für eine leicht saure Umgebung im Darm, wodurch unerwünschte Bakterien abgetötet werden. Da fermentierte Lebensmittel auch reich an Ballaststoffen sind, können sie zusätzlich beim Abnehmen helfen. Sie regen die Verdauung an und sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. © Zahard/IMAGO
Bananen
Inulin ist ein Mehrfachzucker und Ballaststoff, der beispielsweise in Bananen enthalten ist. Er dient den guten Darmbakterien als Futter und zählt deshalb zu den sogenannten Präbiotika. Inulin wirkt sich außerdem besonders günstig auf das Wachstum von entzündungshemmenden Darmbakterien aus. Auch Artischocken und Chicorée enthalten Inulin, der den Blutzucker stabil hält und die Verdauung anregt – und dadurch das Abnehmen unterstützen kann. © Imaginechina-Tuchong/IMAGO
Lachs
Fisch enthält viele der gesunden, ungesättigten Fettsäuren. Sie sind ebenfalls gut für den Darm, denn sie fördern und stärken die Schleimproduktion sowie das Zellwachstum und die Schutzfunktion.  © Ivanna/IMAGO
Geriebener Apfel und geriebene Karotte auf einem Teller
Obst- und Gemüsebrei enthalten Quellstoffe, die eine gesunde Darmflora fördern. Darmbakterien bauen dabei Quellstoffe zu kurzkettigen Fettsäuren ab, welche die Darmschleimhaut ernähren. Geriebener Apfel oder Möhrenbrei enthalten beispielsweise Quellstoffe. © profotokris/IMAGO
Pellkartoffeln
Pellkartoffeln gelten als darmgesundes Essen. Die Struktur der in Kartoffeln enthaltenen Stärke ändert sich, wenn sie gekocht und abgekühlt sind. So entsteht resistente Stärke, die einen positiven Effekt auf die Darmflora hat. Weil der Verdauungstrakt sie nicht zersetzen kann, zählt sie zu den Ballaststoffen. Sie wird außerdem zu Buttersäure abgebaut, die wiederum das Wachstum der Darmschleimhaut anregt und den Darm auf diese Weise schützt. Zudem verringert sich der Gehalt an Kohlenhydraten bei abgekühlten Kartoffeln, sodass sie das Abnehmen eher unterstützen. © CSP_rawlik/IMAGO
Sauerkraut im Topf
Frisches Sauerkraut zählt zu den fermentierten Lebensmitteln, die mithilfe von Bakterien, Pilzen und Enzymen länger haltbar gemacht werden. Wertvolle Bakterienstämme wie Milchsäurebakterien entstehen dabei während des Gärungsprozesses. Diese werden auch Probiotika genannt und dienen der Darmflora. Sauerkraut ist zudem extrem kalorien- und fettarm und eignet sich deshalb auch zum Abnehmen. Naturjoghurt, Käse und Apfelessig gehören ebenfalls zu den fermentierten, probiotischen Lebensmitteln. © imago stock&people/IMAGO
  • Vergessen Sie nicht zu trinken: Wer zu wenig trinkt, riskiert Schlaganfall und frühzeitigen Tod. Das zeigt eine US-amerikanische Studie. Tee oder (Mineral-)Wasser sollten daher immer in Reichweite stehen.
  • Schonen Sie Ihre Augen: Das ständige Fixieren des Bildschirms ist Schwerstarbeit für unsere Augen. Regelmäßige Bildschirmpausen sollten daher in Fleisch und Blut übergehen. Schauen Sie etwa ein paar Minuten aus dem Fenster, holen Sie sich mit Kollegen einen Kaffee oder drehen Sie eine Runde um den Block. Auch das Aktivieren des Blaulichtfilters am Bildschirm hilft dabei, die Augen gesund zu halten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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