In der Entwicklung

Hoffnung für den Verbrenner: Japaner entwickeln neue Motorengeneration – auch für E-Fuels

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Der Verbrenner ist nicht tot. Toyota, Mazda und Subaru entwickeln eine neue Generation von Aggregaten, die auch mit E-Fuels und Wasserstoff betrieben werden können.

In Deutschland steckt die Elektromobilität aktuell in der Krise: Die Stromer verkaufen sich momentan alles andere als gut, was in erster Linie mit den hohen Preisen für Neuwagen zu tun hat. Doch auch andere Gründe, wie etwa der riesige Wertverlust von gebrauchten Elektroautos, lassen die Kunden zögern. Dennoch bleiben zahlreiche Hersteller weiter auf ihrem Elektro-Kurs, wie beispielsweise Audi erst kürzlich wieder betont hat. Mercedes dagegen ruderte zuletzt wieder in die andere Richtung: Die Stuttgarter wollen den Diesel weiterentwickeln. Auch der japanische Autobauer Toyota hat nun bekannt gegeben, gemeinsam mit Mazda und Subaru eine neue Verbrenner-Generation zu entwickeln – mit einer Besonderheit.

Neue Motorengeneration aus Japan: Verbrenner laufen mit Biosprit, E-Fuels und Wasserstoff

Die neuen Motoren sollen speziell auf elektrifizierte Antriebsstränge zugeschnitten sein und den Unternehmen den Weg in eine CO₂-neutrale Zukunft ebnen. Dabei liegt das spezielle Augenmerk darauf, dass die neuen Aggregate sowohl mit „herkömmlichem“ Sprit als auch mit flüssigem Wasserstoff, E-Fuels und Biokraftstoffen betrieben werden können. Dank einer besonders kompakten Bauweise soll auch mehr Spielraum beim Design der Fahrzeuge bleiben, um diese aerodynamisch effizienter gestalten zu können.

Dieser 1,5-Liter-Vierzylinder von Toyota soll mit Biokraftstoff, E-Fuels sowie flüssigem Wasserstoff betrieben werden können.

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Toyota-Chef Akio Toyoda: Kein großer Fan von Elektromobilität

Ganz überraschend kommt dieser Schritt nicht. Laut einer Studie sind die japanischen Autobauer am wenigsten auf den Übergang zur Elektromobilität vorbereitet – im Vergleich zu anderen Herstellern. Und dass Toyota-Aufsichtsratschef Akio Toyoda kein Fan von Elektroautos ist, ist ebenfalls kein Geheimnis. Toyoda glaubt, dass E-Autos nur einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen werden.

Top 10: Das sind die meistgebauten Autos aller Zeiten

BWM 3er-Reihe
Platz 10: BMW 3er-Reihe. 16 Millionen mal wurde BMWs beliebte Mittelklasse seit 1975 gebaut – in mehreren Karosserievarianten wie dem im Foto gezeigten Kombi Touring, und auch als Cabrio. Der BMW 3er wird aktuell in siebter Generation produziert, und auch bald voll elektrifiziert. Die Erfolgsstory kann also weitergehen. © Fabian Kirchbauer/BMW
Ford Model T
Platz 9: Ford Model T. Längst Geschichte, doch mit 16,5 Millionen produzierten Einheiten noch immer in den ewigen Top 10. Die 1908 vorgestellte „Tin Lizzie“ startete 1910 auf dem weltweit ersten Fließband in die Serienproduktion, und hielt mit nur wenigen Modifikationen (zu denen auch ein Panzer gehörte) und der Mono-Farbe schwarz bis 1927 durch. © Joseph Sohm/Imago
Lada 1200
Platz 8: Lada 1200. Oder Schiguli. Oder VAZ 2101. Der klassische russische (oder sowjetische) Pkw war unter vielen Namen bekannt und brachte es von 1966 bis 2007 auf 17,3 Millionen Einheiten. Er basierte auf dem Fiat 124, wies aber eine robustere Karossiere und weniger Komfort auf. © National Motor Museum/Imago
Toyota Hilux
Platz 7: Toyota Hilux. Der Pick-up-Truck ist vor allem in den USA begehrt, was für mittlerweile über 18 Millionen gebaute und verkaufte Exemplare reicht. Seit 1968 schätzen ihn seine Fahrer als robustes Allwege-Gefährt, auf dessen Pritsche afrikanische Warlords auch mal ein Maschinengewehr installieren. Derzeit ist die achte Generation unterwegs. © Toyota
VW Käfer
Platz 6: VW Käfer. Etwa 21,5 Millionen mal wurden VW 1200 und andere Versionen produziert, bis zum Wachwechsel durch den VW Golf war der originale Käfer hierzulande der Bestseller – aber auch in aller Welt beliebt. Entstanden aus dem 1938 für das Nazi-Reich entwickelten KdF-Wagen, wurde der VW noch 2003 in Mexiko produziert. © Gottfried Czepluch/Imago
Honda Civic
Platz 5: Honda Civic. In Europa nur ein weiterer VW-Golf-Gegner, ist dieser Kompaktwagen in den USA und in Japan seit Jahrzehnten ein Megaseller. Seit 1972 wurden über 27,5 Millionen Einheiten produziert, derzeit steht Generation Nummer elf bei den Händlern. © Honda
VW Passat Variant
Platz 4: VW Passat. Vielleicht etwas überraschend, aber auch der brave Mittelklassewagen hat es seit seinem Debüt 1973 auf über 30 Millionen Exemplare gebracht – allerdings inklusive der deutlich anderen US-Version. In Europa dominiert klar die Kombi-Variante, die neunte Generation ab 2023 wird es als Stufenheck gar nicht mehr geben. © Ingo Barenschee/VW
VW Golf
Platz 3: VW Golf. Auch wenn der gefühlt ewige Liebling der Deutschen derzeit gegen Tesla und den internen Konkurrenten T-Roc zu kämpfen hat: An über 35 Millionen produzierten Autos seit 1974 muss man erst mal vorbeikommen. Ob die derzeit aktuelle achte Generation noch einen Nachfolger bekommt, ist allerdings unsicher. Als elektrischer ID. Golf könnte der Inbegriff des Kompaktwagens aber trotzdem weiterleben. © Martin Meiners/VW
Ford F-150
Platz 2: Ford F-Serie. In den USA ist Pick-up-Truck Ford F-150 aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken, er und seine noch größeren F-Brüder verkörpern perfekt den American Way of Driving. Die elektrische Version Lightning beschert dem seit 1948 über 40 Millionen mal gebauten Nutz- und Lifestyle-Laster weiteren Zulauf. © Mark Phelan/Imago
Toyota Corolla
Platz 1: Toyota Corolla. Was den Deutschen der VW Golf ist, das ist für Amerikaner, Japaner und viele Europäer der Toyota Corolla. Seit 1966 wurden über 50 Millionen dieses Kompaktwagen gebaut, seine zwölfte Generation ist mittlerweile auch als Cross-Version zu haben. Das Maximum der Elektrifizierung ist allerdings ein Plug-in-Hybrid. © Slavko Midzor/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Drei Autobauer, drei unterschiedliche Motorenkonzepte

Die drei japanischen Autobauer entwickeln für die neue „Universal“-Motorengeneration unterschiedliche Konzepte weiter: den e-Boxermotor (Subaru), den Kreiskolbenmotor (Mazda) sowie 1,5- und 2,0-Liter-Vierzylindermotoren (Toyota). „Um unseren Kunden neue Möglichkeiten für ein CO₂-neutrales Leben zu bieten, müssen wir uns der Herausforderung stellen, Motoren zu entwickeln, die auf die künftige Energieversorgung abgestimmt sind“, sagte Koji Sato, Präsident und CEO von Toyota. „Alle Partner werden die Motorentechnologien in freundschaftlichem Wettbewerb weiterentwickeln.“ Wann die neuen Motoren auf den Markt kommen werden, ist bislang noch nicht bekannt.

Rubriklistenbild: © Toyota

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