Krank oder gesund?

Zucchini hat weiße Flecken auf den Blättern: In manchen Fällen müssen Sie nichts tun

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Weiße Sprenkel auf den Zucchiniblättern sehen oftmals beunruhigend aus. Bevor man die Pflanze entsorgt, sollte man prüfen, ob es eine Erkrankung oder harmlos ist.

Wer nicht gerade ein Zucchiniprofi ist, wird sich beim Blick in das Gemüsebeet bestimmt schon einmal erschreckt haben, weil die Blätter der Zucchini weiße Flecken entwickeln. Das ist doch bestimmt eine Erkrankung? Tatsächlich könnte es sich dabei um den Mosaikvirus oder Mehltau handeln, eine Pilzkrankheit, die sehr häufig bei Zucchini oder Kürbissen auftritt. Ich vielen Fällen sind die weißen oder manchmal gelben Tupfer aber einfach nur ein Sortenmerkmal.

Wie man gesunde Zucchini von kranken Pflanzen unterscheidet

Kein Grund zur Besorgnis: Bei dieser Zucchini liegt keine Erkrankung vor, die weißen Flecken auf den Blättern sind normal.

Sowohl Echter als auch Falscher Mehltau können zu empfindlichen Ernteausfällen führen, weil kranke Blätter die Pflanze schwächen und die Versorgung der Früchte nicht mehr gewährleistet ist. Auch wenn die weißen Flecken an den Zucchiniblättern dem typischen Mehltau-Krankheitsbild auf den ersten Blick sehr ähnlich sehen, können sie den Pilz auf einfache Weise identifizieren:

  • Wenn Sie mit den Händen über die Blätter streichen und die – meist gleichmäßig über die Blätter verteilten – weißen oder gelben Flecken lassen sich nicht abwischen, handelt es sich um ein sortentypisches Merkmal. Der Echte Mehltau-Pilz liegt wie eine weiße, leicht pulvrige „mehlige“ Schicht auf dem Blatt.
  • Der Falsche Mehltau bildet zuerst auf den Blattunterseiten, dann oben gelb-bräunliche Schimmelflecken.
  • Eine sortentypische Marmorierung ist in ihrer Umrandung meist scharf abgegrenzt, Mehltau ist meist großflächiger und unregelmäßiger.
  • Eine gesunde Maserung zeigt sich meist schon bei der ganzen Blattentfaltung. Falscher Mehltau hingegen tritt oft erst ab dem Ende des Sommers auf, vor allem bei feuchter Witterung.

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Gemusterte Zucchinisorten und der Mosaikvirus

Zu den Zucchini-Sorten mit weiß gesprenkelten Blättern zählen beispielsweise ‚Coucourzelle‘, ‚Patiostar F1‘, ‚Ola Escaladora‘ oder ‚Ambassador‘. Übrigens zeigen auch manche Kürbis- und Gurkensorten weiße oder gelbe Panaschierungen auf den Blättern.

Schnecken bekämpfen: Zehn Methoden, mit denen Sie die Schädlinge dauerhaft vertreiben

Mann hackt im Gartenbeet
Vorbeugen ist besser als Bekämpfen: Im zeitigen Frühjahr sollte man die Böden gut durchhacken. Sobald die Schneckeneier an der Oberfläche liegen, sind sie Fraßfeinden und dem Wetter ausgesetzt. © Westend61/Imago
Blindschleiche frisst eine Nacktschnecke.
Ein naturnaher Garten bietet Fraßfeinden wie Blindschleichen, Vögeln und Kröten Unterschlupf. © blickwinkel/Imago
Sägemehl und Späne in und um Töpfen
Raues Sägemehl oder Kalk in breiter Schicht um die Beete gestreut sind nichts für zarte Schneckenhaut. © Panthermedia/Imago
Ein Fadenwurm bzw. Nematode
Fadenwürmer (Nematoden) jagen die Genetzte Ackerschnecke und sind für den Menschen ungefährlich. Man bestellt sie im Fachhandel und mischt sie dem Gießwasser bei. © blickwinkel/Imago
Schaufel mit Kaffeesatz und Rose
Hausmittel wie ausgestreuter Kaffeesatz wirken gegen Schnecken, aber oft nur kurzfristig. © Martin Bäuml Fotodesign/Imago
Mann gießt Hochbeet.
Gießen Sie lieber frühmorgens, damit die Nahrungssuche für die nachtaktiven Schnecken auf trockenem Boden beschwerlicher wird. © imagebroker/Imago
Laufenten auf einer Wiese
Laufenten haben Schnecken zum Fressen gern. Wer ihnen keine Unterkunft bieten kann, kann sie tageweise mieten. © Panthermedia/Imago
Frisch gerodeter Knoblauch
Ob als Beetumrandung gepflanzt oder als Sud zum Aufsprühen – Knoblauch gehört zu den Pflanzen, die Schnecken abschrecken.  © Panthermedia/Imago
Schneckenzaun um Gemüsebeet
Mechanische Barriere: Ein Schneckenzaun ist nicht attraktiv, aber effektiv. © imagebroker/Imago
Nacktschnecke wird mit Salatblatt von Tagetes abgesammelt
Das Absammeln ist eine sehr wirksame Methode: Locken Sie die Tiere mit Holzlatten, Dachziegeln, umgedrehten Blumentöpfen oder Orangenschalen, unter denen Sie sie spät abends aufklauben. © Panthermedia/Imago

Beim Mosaikvirus verursacht der Erreger nicht eine weiße, sondern eine gelb-grüne Scheckung oder mosaikartige Punkte, die oftmals mit einem Welken der Blätter einhergehen, die daraufhin absterben. Häufig sieht man auch deformierte, kümmerliche Früchte. Die Viren werden oft von Blattläusen, Thripsen oder anderen Schädlingen auf die Pflanze übertragen.

Rubriklistenbild: © Manngold/Imago

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