Schmerzen im Unterleib

Blasenentzündung vorbeugen: Fünf Lebensmittel sollten Sie vermeiden

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Frauen sind häufiger von einer Blasenentzündung betroffen als Männer. Auslöser der Entzündung sind nicht nur Bakterien, auch die Ernährung kann eine Erkrankung begünstigen.

Etwa zehn von 100 Frauen erkranken mindestens einmal pro Jahr an einer Blasenentzündung. Der Grund, warum Frauen häufiger betroffen sind als Männer, liegt zum einen darin, dass die weibliche Harnröhre mit ca. vier Zentimeter kürzer ist und so Bakterien leichter bis in die Blase gelangen können. Das Organ ist bei Männern fünfmal so groß. Zum anderen liegen die Harnröhre und der Darmausgang bei Frauen näher beieinander, wodurch Darmbakterien wie Escherichia coli (E. coli) eher in die Blase gelangen können. Setzen sich Bakterien dann an der Schleimhautwand fest, kann es zu einer Entzündung kommen. Die Ernährung kann wie auch bei der Inkontinenz maßgeblich beeinflussen, wie anfällig Menschen für Harnwegsinfekte sind.

Blasenentzündung verhindern: Ursachen kennen und auch durch Trinken vorbeugen

Von einer Blasenentzündung sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Auslöser kann auch falsche Ernährung sein.

Harnwegsinfektionen werden häufig von Bakterien ausgelöst, aber auch Viren, Pilze und Parasiten können eine Entzündung der Blase verursachen. Desweiteren wird eine Blasenentzündung von folgenden Faktoren begünstigt:

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Inkontinenz und Blasenschwäche: Zehn Gemüsesorten können Harndrang verstärken

Fleischtomaten
Tomaten sind reich an Vitamin A, B1, C sowie E und enthalten wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Spurenelemente. Das rote Gemüse besteht zu über 90 Prozent aus Wasser, was neben Kalium einen entwässernden Effekt hat und die Blase anregt. © Bass/Imago
Gurke mit Messer schneiden
Gurken übertrumpfen die Tomate noch mit ihrem Wassergehalt von bis zu 97 Prozent. Auch durch ihre Mineralstoffe wie Kalium und Eisen können Gurken eine Inkontinenz und den damit verbundenen Harndrang verstärken. © Spectra/Imago
Grüne und weißer Spargelstangen liegen auf einem Tisch in ein Tuch gewickelt.
Spargel ist nicht nur reich an Calcium und daher gut für die Knochen. 100 Gramm Spargel enthalten in etwa 300 Gramm Kalium, was gegen Wassereinlagerungen helfen kann. Zudem besteht das kalorienarme Gemüse zu über 90 Prozent aus Wasser, sodass Menschen mit Blasenschwäche und ausgeprägtem Harndrang es nur in Maßen genießen sollten. © Imago/Shotshop
Fenchelknollen
Fenchel wirkt nicht nur entzündungshemmend, stärkt Leber und Nieren sowie hilft gegen Blähungen. Mit über 92 Prozent Wasseranteil kann das Gemüse auch den Harndrang fördern. © Auremar/Imago
Sellerie-Sticks
Blasenschwäche und Harndrang sind gerade in der Öffentlichkeit für Betroffene unangenehm. 100 Gramm frischer Stangensellerie enthalten bereits 344 Milligramm Kalium, was nach dem Verzehr einen stark harntreibenden Effekt zur Folge haben kann. © Alex9500/Imago
Glas Karottensaft
Karotten helfen nicht nur bei der Entgiftung der Leber. Sie sind mit 320 Milligramm pro 100 Gramm auch reich an Kalium, wodurch die Blase stark angeregt werden kann – Menschen mit Inkontinenz sollten daher den Genuss von Karotten oder Karottensaft mäßigen. © 5second/Imago
Wirsing
Wirsing ist reich an Kalium und Wasser, wodurch nach dem Verzehr die Blase angeregt werden kann – für Menschen mit Inkontinenz und verstärktem Harndrang wichtig zu wissen. Zudem ist das grüne Gemüse äußerst gesund, da Wirsing nahezu so viel Vitamin C wie eine Zitrone enthält. © Caption Writer/Editor/Imago
Kartoffeln
Kartoffeln zählen zu den kaliumhaltigen Lebensmitteln und können mit 410 Milligramm Kalium pro 100 Gramm Kartoffeln sehr gut Wassereinlagerungen entgegenwirken. Die Blase wird dadurch angeregt und der Harndrang gefördert. © YCbCr Positioning/Imago
Gehackte Zwiebeln auf einem Holzbrett
Zwiebeln enthalten neben ihren Inhaltsstoffen wie Vitamin A, B, C auch Kalium, was eine entwässernde Wirkung zeigen kann. Zwiebeln sind harntreibend und beugen der Einlagerung von Flüssigkeit im Körper vor. © Panthermedia/Imago
Petersilie
Wer seine Gerichte mit Petersilie würzt, sollte wissen, dass es sich hierbei um ein äußerst harntreibendes Kraut handelt. Petersilie kann stark entwässernd wirken, was für Menschen mit Inkontinenz zwar weniger erwünscht ist, jedoch bei hohem Blutdruck helfen kann. © LFL/Imago

Blasenentzündung vorbeugen: Fünf Lebensmittel, die Sie vermeiden sollten

Bestimmte Hausmittel können eine akute Blasenentzündung lindern – dazu gehört auch viel stilles Wasser, Brennnesseltee oder Schachtelhalmkrauttee trinken. Schachtelhalm gilt als entzündungshemmend und kann auch vorbeugend helfen. Vorbeugen können Sie am besten, indem Sie fünf entzündungsfördernde Lebensmittel in Ihrer Ernährung reduzieren oder ganz vermeiden. Dazu zählen insbesondere:

  • Zucker
  • Fruchtjoghurt
  • Fruchtsaft
  • Schweinefleisch
  • Weizen

Vor allen Dingen Zucker wird nachgesagt, entzündliche Prozesse im Körper auszulösen. Menschen, die häufiger oder regelmäßig von Blasenentzündungen betroffen sind, sollten unbedingt einen Blick auf ihre Ernährungsgewohnheiten werfen. Fertigprodukte, Fruchtjoghurts und Fruchtsäfte enthalten in der Regel auch relevante Mengen an Zucker.

Achten Sie auch auf enthaltene Emulgatoren wie E433 und E466, die den Lebensmitteln häufig zugesetzt werden, um die Konsistenz und Haltbarkeit zu verbessern. Sie stehen in Verdacht, Entzündungen der Schleimhäute im Körper zu fördern, wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet. Fleisch, insbesondere Schweinefleisch, enthält ebenfalls entzündungsfördernde Substanzen. So sollen laut einer Studie Vegetarier seltener von einer Blasenentzündung betroffen sein.

Entzündungen im Körper ausbremsen: Zehn Lebensmittel, die helfen

Ein Regal mit Gemüsesorten wie Stielmus, Weißkohl, Blumenkohl, Wirsing und Rotkohl
Gemüse wie Kohl liefert viel Vitamin C und zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise Glucosinolate, die antientzündlich wirken. © Gottfried Czepluch/Imago
Mann sammelt Himbeeren.
In allen Beeren finden sich Flavonoide, die ebenfalls zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Sie bremsen die Bildung von Botenstoffen, die im Körper Entzündungen verstärken. © Mint Images/Imago
Rote Zwiebelringe
Von Porree bis Knoblauch: Alle Zwiebelgewächse enthalten Sulfide, entzündungshemmende Schwefelverbindungen. © Addictive Stock/Imago
Salbei, Thymian, Petersilie und Rosmarin im Glas.
In Kräuter stecken großen Mengen an sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen. So enthält beispielsweise Thymian Thymol und Minze Menthol, die antientzündlich wirken, indem sie in den Botenstoffwechsel des Immunsystems eingreifen.  © Panthermedia/Imago
Kamillentee
Die antientzündliche Wirkung von Wildkräutern wie der Echten Kamille ist in vielen Studien nachgewiesen. Als Tee lindert sie Beschwerden im Mund und im Magen-Darm-Trakt. Dabei hemmt sie Prostaglandine, Botenstoffe, die im Körper Entzündungsprozesse fördern. © Shotshop/Imago
Indische Gewürze in Schälchen
Gewürze, vor allem die der indischen und asiatischen Küche, sind nicht nur reich an sekundären Pflanzenstoffen. Sie regen auch die Durchblutung an. So wird zum Beispiel bei Arthrose die Gelenkschleimhaut gestärkt und der Entzündungsherd verkleinert. © imagebroker/Imago
Teller mit Algen und einer Dorade.
Gutes aus dem Meer: Sowohl Algen als auch Seefisch enthalten Omega-3-Fettsäuren, die Bausteine für Interleukine liefern. Diese Botenstoffe verringern chronische Abwehrreaktionen. © Panthermedia/Imago
Frau öffnet Walnüsse mit Hammer
Jeden Tag eine Handvoll Nüsse: Eine Studie zeigt, dass ihr Verzehr entzündliche Biomarker im Körper verringert. Vor allem Walnüsse. © agefotostock/Imago
Flaschen mit Pflanzenölen wie Leinsamen- oder Olivenöl
Hochwertige pflanzliche Öle aus Oliven, Hanf oder Leinsamen haben beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen einen positiven Effekt gezeigt.  © agefotostock/Imago
Fermentiertes Gemüse
Fermentiertes Gemüse liefert Ballaststoffe und Probiotika. Letztere sind Futter für Bakterien im Dickdarm, die entzündungshemmende Fettsäuren herstellen. © Westend61/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Voyagerix/Imago

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