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Wer wachsen will, braucht Nährstoffe. Das gilt auch für Hortensien. Damit die Pflanzen viele farbenfrohe Blüten bilden, sollte man zum passenden Dünger greifen.
Pflanzen zum falschen Zeitpunkt zu düngen, kann mehr schaden als nützen. Im Frühjahr gehen Hortensien (Hydrangea) in eine Wachstumsphase über, in der ihnen zusätzliche Nährstoffe gelegen kommen. Auch den Arten, die im Frühling zurückgeschnitten werden, hilft ein Dünger danach, neu auszutreiben oder Blüten zu bilden. Im Herbst allerdings wird nicht gedüngt, da die jungen Triebe sonst frostgefährdet sind. Für das richtige Düngen ab März ist auch wichtig, wie viel und womit gedüngt wird.
Organischer oder mineralischer Dünger für Hortensien?
Manche Hobbygärtner bereichern ihren Garten im Frühjahr mit einer neu gekauften Hortensie. Frisch gepflanzte Hortensien sollten allerdings im ersten Jahr nicht gedüngt werden, damit sie aus eigener Kraft stärkere und tiefe Wurzeln bilden. Für ältere Exemplare stellt sich die Frage nach dem passenden Düngemittel. Hierfür gibt es mineralische und organische Alternativen. Organische Dünger wie verrotteter Kuhmist, Rinderdung-Pellets oder Hornspäne sind für Hortensien gut geeignet. Allerdings müssen die Pflanzenmaterialien erst von Mikroorganismen zersetzt werden und das braucht seine Zeit: Wer den Wachstumsschub im Frühjahr mitnehmen möchte, sollte solche natürliche Dünger bereits im Herbst ausbringen – bis sie dann ihre Nährstoffe freisetzen und wirken, vergehen mehrere Monate.
Im Frühjahr bietet sich daher auch der Griff zu mineralischem Dünger an, der genau dosiert werden kann und sollte. Dabei gilt nicht „viel hilft viel“, denn eine zu große Menge davon schadet den Pflanzen mehr, als sie nützt. So führt ein Übermaß zu einer zu starken Senkung des Boden-pH-Werts. Der Dünger sollte vor allem Stickstoff und Kalium, aber nicht zu viel Phosphor enthalten, was beispielsweise auf speziellen Hortensiendünger zutrifft. Aber auch Mittel für Rhododendren und Azaleen leisten hier gute Dienste. Über eine nährstoffreiche Schicht Kompost oder Humus freuen sich Hortensien ebenfalls.
Für blaue Blüten ist ein Spezialdünger notwendig
Auch die Farbgebung der Blüten spielt eine Rolle: Wer sich bei einer rosa vorherrschenden Blüte der Bauernhortensie eine blaue Farbe wünscht, muss auf Alaun oder einen speziellen Aluminiumsulfat-haltigen Dünger zurückgreifen. Außerdem sollte der pH-Wert des Bodens unter 5 und somit sauer gehalten werden – das gelingt zum Beispiel auch mit Kaffeesatz. Dies gilt auch für bereits blau blühende Hortensien.
Gartenarbeiten im Frühling - die Checkliste
Da Hortensien Flachwurzler sind, wird der Dünger nur vorsichtig in die Erdoberfläche eingearbeitet und angegossen. Ab Mitte Juli bekommen die Pflanzen dann keine Nährstoffe mehr und können sich schon auf die Winterpause vorbereiten.
Rubriklistenbild: © Harald Lange/Imago

