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Während die meisten Pflanzen noch im Winterschlaf sind, dürfen einige Hartgesottene bereits ins Freie. Welche Blumen Sie im Februar pflanzen und welche Sie im Haus vorziehen sollten.
Sobald sich im Februar mehr Sonnenstrahlen zeigen, juckt es Blumenfreunde in den Fingern – wann endlich kann man den Balkon, die Terrasse oder das Beet mit Frühjahrsblühern bepflanzen? Auch wenn es sich tagsüber manchmal schon frühlingshaft anfühlt, so wird es nachts oft noch sehr frostig. Minustemperaturen drohen noch bis zu den Eisheiligen Mitte Mai. Nichtsdestotrotz, ein paar Pflanzen dürfen schon nach draußen. Und ein paar hübsche Blumen lassen sich schon aussäen, um die Vorfreude am Laufen zu halten.
5 Frühblüher dürfen im Februar schon nach draußen
Im Laufe des Februars kündigt sich im phänologischen Kalender mit den Blüten der Gemeinen Hasel, von Krokussen und Schneeglöckchen der Vorfrühling an. Wem das nicht genug Blüten sind, der greift zur Handelsware. Im Angebot finden sich viele vorgezogene Pflanzen von Hyazinthen bis Primeln, doch die sind vor allem für das Wohnzimmer gedacht. Draußen bekommen sie schnell kalte Füße. Die folgenden Zierpflanzen dürfen ab Februar ins Freie – am besten jedoch windgeschützt in einen Kübel, sodass man sie bei starken Frösten beziehungsweise über Nacht reinholen oder an die Hauswand gestellt etwas dicker einpacken kann. Auch die winterharten Pflanzen sollten dann noch einen Winterschutz bekommen:
- Hornveilchen: Bis zu minus 15 Grad Celsius winterhart.
- Narzissen: Auch vorgetriebene Blumenzwiebeln von Osterglocken dürfen schon nach draußen.
- Traubenhyazinthen: Sobald die ersten Blätter und Knospen zu sehen sind, kann die winterharte Pflanze raus.
- Vorfrühlings-Alpenveilchen: Sie sind bis zu etwa minus 20 Grad Celsius winterhart.
- Lenzrosen: Die winterharten Blüher können das ganze Jahr über an frostfreien Tagen gepflanzt werden – sogar ins Freiland.
Im Gegensatz zu Traubenhyazinthen sind angetriebene Hyazinthen eher frostempfindlich und müssen bei Temperaturen unter null Grad Celsius ins Haus. Auch die meisten Primelarten, großblütige Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Bellis mögen keine Minustemperaturen. Achten Sie im Kübel auf eine gleichmäßige Wasserversorgung. Stellen Sie die Töpfe auf Untersetzer oder in Übertöpfe und gießen Sie überschüssiges Wasser ab, damit keine Staunässe und Wurzelfäule entsteht.
Blumen im Haus vorziehen – zehn Sorten dürfen im Februar in die Erde
Wer ungeduldig ist und das erste Grün nicht abwarten kann, der beginnt schon im Februar mit der Vorzucht von Zierpflanzen im Haus: Saatgut testen, Anzuchterde kaufen oder selber machen und schon kann es losgehen. Geeignete Sorten sind
- Geranien
- Petunien
- Bartnelke
- Schwarzäugige Susanne
- Eisenkraut
- Elfenblumen
- Löwenmäulchen
- Lobelie
- Fleißiges Lieschen
- Rittersporn
Manche Pflanzen wie der Lavendel hingegen sind so mühselig vorzuziehen, dass Sie lieber abwarten sollten, um zu einem späteren Zeitpunkt Jungpflanzen zu kaufen. Die frühe Anzucht ist besonders sinnvoll bei langsam wachsenden Blumensorten. Im Mai nach den Eisheiligen drohen keine Fröste mehr und die Pflanzen dürfen in den Balkonkasten oder in das Beet.
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Häufige Fragen zum Thema
Ab wann dürfen Primeln und Stiefmütterchen nach draußen? Obwohl sie oft schon früh im Handel erhältlich sind, sind die meisten Primelarten und vor allem großblütige Stiefmütterchen frostempfindlich. Warten Sie mit dem Auspflanzen am besten bis März und achten Sie auf die Wettervorhersage. Bei angekündigtem Nachtfrost sollten die Pflanzen unbedingt mit einem Vlies geschützt werden.
Müssen winterharte Pflanzen im Februar noch geschützt werden? Ja, auch winterharte Pflanzen im Kübel benötigen bei Kahlfrösten ohne Schnee und starker Wintersonne einen Schutz. Der Wurzelballen im Topf kann schnell durchfrieren und die Pflanze vertrocknet dann. Eine Ummantelung des Kübels mit Jute oder Luftpolsterfolie und das Gießen an frostfreien Tagen sind wichtige Schutzmaßnahmen.
