Schädlinge finden

Etwas gemein, aber effektiv: Mit einem Trick entlarven sie Engerlinge im Blumenkübel

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Wenn die Kübelpflanze vor sich hin kümmert, kann es an falscher Pflege liegen. Oder an Engerlingen, die im Topf an den Wurzeln knabbern. Wie Sie die Tiere herauslocken.

Nicht nur im Gemüsebeet und im Rasen, auch im Blumentopf fühlen sich die Larven vieler Käfer wohl. Die Engerlinge von Mai-, Juni- und Gartenlaubkäfern sind gefürchtete Schädlinge, die Pflanzenwurzeln fressen. Haben Sie schon alle anderen Möglichkeiten wie den richtigen Standort oder die passende Wasser- und Düngergabe hinterfragt, könnten die Käferlarven an der Misere ihrer Topfpflanze schuld sein. Häufig fühlen sich in Blumenkübeln aber auch die Engerlinge von Rosenkäfern wohl, die zu den Nützlingen zählen. Um dies herauszufinden, sollten Sie die Tiere erstmal an die Oberfläche locken. Denn das geht ganz einfach, ohne die Erde nach den Tieren zu durchwühlen.

Ein Eimer mit Wasser lockt Engerlinge an die Oberfläche

Die Engerlinge von Maikäfern sind im Garten meist nicht gerne gesehen – sie können sich auch im Blumenkübel verstecken.

Die Methode ist sehr einfach, aber auch sehr effektiv: Nehmen Sie die verdächtige Pflanze aus dem Blumentopf und stellen Sie diese in einen Eimer mit Wasser, sodass die Erde vollständig bedeckt ist. Engerlinge mögen Wasser überhaupt nicht und werden den Weg an die Oberfläche suchen. Nach ein paar Stunden können Sie dann prüfen, ob sich die Käferlarven nach oben gewühlt haben. Wenn nicht, liegt die Ursache für die kränkelnde Pflanze woanders.

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Untersuchen Sie die Engerlinge: Sind es Nützlinge oder Schädlinge?

Sind tatsächlich Engerlinge an der Oberfläche, sollten Sie die Tiere absammeln und zunächst schauen, um welche Art von Käferlarve es sich handelt. Haben Sie die Nachkommen von Mai-, Juni- oder Gartenlaubkäfern entdeckt, transportieren Sie die Tiere am besten in den nächstgelegenen Wald, um sie dort freizulassen. Finden Sie die Engerlinge von dem streng geschützten Rosenkäfer oder gar von einem seltenen Nashornkäfer, können Sie sich glücklich schätzen. Die Larven fressen bevorzugt abgestorbene Pflanzenreste und nur selten an Wurzeln, wenn sie kein anderes Futter finden. Setzen Sie die Tiere in den halbfertigen Kompost, wo sie wertvolle Arbeit verrichten, indem Sie aus Pflanzenresten Humus machen.

Welche Schnecke ist das? Schädliche und nützliche Schnecken im Garten unterscheiden

Eine Nacktschnecke im Garten frisst ein Salatblatt.
Der kriechende Erzfeind für Hobbygärtner: Die Spanische Wegschnecke ist ein Ureinwohner und keine invasive Art. Sie tritt oft in Massen auf und lässt kein Blatt auf dem anderen. © Zoonar/Imago
Rote Nacktschnecke, Arion rufus, unterwegs auf einem regennassen Waldweg
Die Rote Nacktschnecke (Arion rufus) wird oft mit der Spanischen Wegschnecke verwechselt und wurde inzwischen von dieser ziemlich verdrängt. Sie bevorzugt allerdings abgefallene Pflanzenteile gegenüber Jungpflanzen. © Panthermedia/Imago
Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum)
Auch die Genetzte Ackerschnecke ist ein Hauptverusacher von Fraßschäden an Blumen und Gemüse – sie macht weder vor Blüten noch Wurzeln Halt und vermehrt sich rasant. © blickwinkel/Imago
Frosch sitzt neben Gartenwegschnecke (Arion distinctus).
Die Gartenwegschnecke (Arion distinctus) ist auch nicht jedermanns Liebling. Sie ist nur etwa vier Zentimeter lang, dunkelgrau oder schwarz. Und sie bevorzugt leider Wurzeln und Wurzelgemüse. © agefotostock/Imago
Junge beobachtet Schwarze Wegschnecke
Die braune Form der Schwarzen Wegschnecke (Arion ater) sieht der Spanischen Wegschnecke oft sehr ähnlich. Aber auch wenn sie manchmal tiefschwarz ist – sie verursacht keine nennenswerten Schäden, sondern vertilgt sogar Artgenossen. © Nature Picture Library/Imago
Tigerschnegel (Limax maximus) auf Grashalm
Die meisten Schnegelarten, wie der Tigerschnegel, sind nützlich. Dieser ist sogar einer der wenigen natürlichen Feinde der unbeliebten Spanischen Wegschnecke. © imagebroker/Imago
Schwarze Schnegel (Limax cinereoniger) auf Laubblättern
Der Schwarze Schnegel (Limax cinereoniger) sieht mit seinen bis zu 20 Zentimetern Länge nicht sehr sympathisch aus, aber er leistet im Garten gute Dienste. © Panthermedia/Imago
Weinbergschnecke auf Hand eines Kindes
Weinbergschnecken sind oftmals groß, aber harmlos. Und sie stehen in Deutschland unter Naturschutz. Man kann sich also freuen, sie im Garten zu finden und darf sie weder töten noch essen. © Westend61/Imago
Zwei weißmündige Bänderschnecken (Cepaea hortensis), kriechen auf einem mit Flechten bewachsenen Zweig im Wasser.
Garten-Schnirkel- oder -Bänderschnecken gibt es mit rosa oder gelbem Gehäuse, mal mit Linien oder ohne. Sie dienen Vögeln als lebenswichtige Nahrung. Der Nützling säubert den Garten von Pflanzenabfall und Aas. © blickwinkel/Imago
Garten-Bänderschnecken und zwei Weinbergschnecken
Ein Artentreffen der Guten: Ein paar Weinbergschnecken und Bänderschnecken in ihrer ganzen Farbvielfalt sind noch keine Schneckenplage. © Zoonar/Imago

Spülen Sie bei einem Befall auch den Blumentopf gründlich ab, da sich daran noch Käfereier befinden, die bei nächster Gelegenheit schlüpfen können.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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