Schwarzen Hautkrebs erkennen: Bei ersten Anzeichen den Hautarzt aufsuchen
VonNatalie Hull-Deichsel
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Die Diagnosen von Hautkrebs nehmen seit Jahren kontinuierlich zu – auch immer mehr junge Menschen sind betroffen. Achten Sie auf bestimmte Hautveränderungen.
Weltweit ist Hautkrebs die am häufigsten auftretende Krebserkrankung, insbesondere durch hohe Fallzahlen in Australien und Neuseeland. Auch in Deutschland hat sich die Anzahl der Neuerkrankungen an dem aggressiven schwarzen Hautkrebs zwischen 1970 und 2021 verfünffacht. Hautkrebs zählt neben Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs zu den häufigsten Krebsarten. Mediziner sehen nicht nur einen klaren Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Hautkrebs und längeren Aufenthalten in der Sonne. Auch aufgrund der Einführung des Hautkrebsscreenings im Jahr 2008 werden im Vergleich häufiger und früher Fälle mit (Vorstufen) von Hautkrebs erkannt.
Um das Risiko von schwerwiegenden Verläufen von Hautkrebs zu verhindern, ist es ratsam, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt durchführen zu lassen. Gleichzeitig sollten Menschen ihre Haut selbst regelmäßig kontrollieren – insbesondere, wenn jemand viele Muttermale am Körper zeigt – und bei spezifischen Anzeichen und Symptomen so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.
Hautkrebs: Achten Sie auf Anzeichen von weißem und schwarzem Hautkrebs
Beim Hautarzt werden Muttermale – also gutartige Veränderungen in der Haut – im Rahmen des Hautkrebs-Screenings genau geprüft, um festzustellen, ob der Fleck durch Auffälligkeiten auf Zellveränderungen und Krebs hindeuten könnte.
Grundsätzlich werden laut Deutscher Krebsgesellschaft zwei Hautkrebsarten unterschieden: der häufig aggressivere, schwarze Hautkrebs, der eher Metastasen bildet, und der helle Hautkrebs, der in Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom unterteilt ist. Zum schwarzen Hautkrebs kommt es häufig aufgrund eines entarteten Muttermals.
Das Hautmal ist frisch aufgetreten oder zeigt Veränderungen in seiner Größe, Form, Farbe oder Oberflächenstruktur, und kann gelegentlich erhaben sein.
Die Form des Hautmals ist unregelmäßig und nicht rund oder oval.
Die Kontur des Hautmals ist undeutlich, wellig oder unregelmäßig, mit rauen oder fingerartigen Ausstülpungen.
Die Farbe des Hautmals ist ungleichmäßig und variiert von tiefem Schwarz bis zu hellen Tönen.
Das Hautmal hat bereits einen Durchmesser von mehr als fünf Millimetern.
Muttermal, das juckt, brennt, nässt oder blutet
Quelle: AOK
Weißer Hautkrebs hingegen kann sich durch Knoten oder helle Hautstellen bemerkbar machen, die sich über Wochen hinweg zeigen und sich über Monate oder sogar Jahre langsam vergrößern. Gelegentlich kann Hautkrebs auch unbewusst aufgekratzt werden und sich als Wunde darstellen, die nicht heilt. Achten Sie auch auf weißliche Flecken oder Verdickungen an der Unterlippe oder im Mund, insbesondere, wenn Sie rauchen. Besonders häufig zeigt sich weißer Hautkrebs auch im Gesicht und um die Augen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.