Tiergesundheit

Übergewicht bei Hunden erkennen und behandeln

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Wenig Bewegung, Krankheit, zu viel Futter – die Ursachen für Übergewicht bei Hunden sind vielfältig und bedingen sich oft gegenseitig.

Ihr Hund kommt Ihnen ein bisschen moppelig vor? Mithilfe des sogenannten „Body Condition Score“ (BCS) bekommen Sie einen Eindruck, ob Ihr Haustier zu dick ist – oder gar an Adipositas leidet. Dabei steht der Wert „1“ für hochgradig untergewichtig und „9“ für sehr stark übergewichtig. Ab einem Wert von „7“ gilt ein Hund als adipös. Streben Sie im Optimalfall einen BCS von „5“ an. Halten Sie einen Wind- oder Jagdhund, ist auch ein Score von „4“ in Ordnung. Wie aber sieht ein Hund mit Idealgewicht aus?

Übergewicht bei Hunden: Woran erkenne ich, ob mein Hund zu dick ist?

Im Fachmagazin Kleintier konkret (4/2021) beschreibt das eine Oberärztin der LMU München entsprechend dem BCS:

  • Betrachten Sie den Hund von oben: Sie erkennen eine Taille hinter den Rippen.
  • Betrachten Sie den Hund von der Seite: Sie sehen eine deutliche Bauchlinie.
  • Tasten Sie den Brustkorb ab: Sie spüren die Rippen unter einer geringen Fettschicht.

Treffen diese Punkte nicht zu, ist Ihr Hund wahrscheinlich zu dick. Die Tierärztin weist auch darauf hin, dass einige Futtermittelhersteller Anschauungsmaterial anbieten – wie etwa die Firma Purina. Übrigens: Besaßen Sie den Hund schon als Welpen, haben Sie einen guten Vergleichswert. Im Alter zwischen 14 und 15 Monaten haben Hunde oft das ideale Gewicht, wie PD Dr. Kölle im Fachmagazin „Team Konkret“ schreibt.

Ist Ihr Hund zu dick? Mit ein paar Handgriffen und dem „Body Condition Score“ finden Sie es heraus. (Symbolbild)

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Wieso ist mein Hund zu dick?

Wie beim Menschen liegt dem Übergewicht von Hunden eine einfache Rechnung zugrunde: Das Tier nimmt mehr Energie auf als es verbraucht. Daneben gibt es begünstigende Faktoren: Medikamente, Genetik, Kastration, das Alter – aber auch Krankheiten. Gehen Sie zum Tierarzt, um eine Erkrankung auszuschließen. Dort erhalten Sie Tipps und gegebenenfalls einen Diätplan. Denn Übergewicht und Adipositas haben schwerwiegende Folgen für Ihr Haustier.

Hunde und Erziehung: Zehn Fehler, die sie hassen, wir aber trotzdem tun

Hunde hassen Krach. Vor allem Lärm, den sie nicht zuordnen können, macht ihnen Angst. Wie zum Beispiel der Staubsauger. Sobald das Gerät in der Wohnung rausgeholt und angemacht wird, verlassen viele Hunde schlagartig und panisch den Raum. Jedes Mal bedeutet dies für sie Stress.
Hunde hassen Krach. Vor allem Lärm, den sie nicht zuordnen können, macht ihnen Angst. Wie zum Beispiel der Staubsauger. Sobald das Gerät in der Wohnung rausgeholt und angemacht wird, verlassen viele Hunde schlagartig und panisch den Raum. Jedes Mal bedeutet dies für sie Stress. (Symbolbild) © ZUMA Wire/Imago
Wer tätschelt seinem Hund nicht gern das Köpfchen? Eine Geste, die mit Sicherheit viele Hundebesitzer immer wieder machen. Nur empfinden Hunde oft alles, was von oben kommt als bedrohlich. Dreht Ihr Hund den Kopf weg oder geht beiseite, wenn Sie ihn so streicheln, ist das ein Zeichen dafür, dass Ihr Hund sich nicht wohl dabei fühlt.
Wer tätschelt seinem Hund nicht gern das Köpfchen? Eine Geste, die mit Sicherheit viele Hundebesitzer immer wieder machen. Nur empfinden Hunde oft alles, was von oben kommt als bedrohlich. Dreht Ihr Hund den Kopf weg oder geht beiseite, wenn Sie ihn so streicheln, ist das ein Zeichen dafür, dass Ihr Hund sich nicht wohl dabei fühlt. (Symbolbild) © Mint Images/Imago
Verkleiden Sie Ihren Hund nicht. Sein Fell reicht dem Vierbeiner in der Regel. Es sei denn es ist kalt und der Hund sehr empfindlich. Ohne triftigen Grund brauchen Hunde jedoch keine Kleidung. Ihr Vierbeiner wird es Ihnen danken, Hund bleiben zu dürfen.
Verkleiden Sie Ihren Hund nicht. Sein Fell reicht dem Vierbeiner in der Regel. Es sei denn es ist kalt und der Hund sehr empfindlich, dann kann eine Decke zum Schutz sinnvoll sein. Ohne triftigen Grund brauchen Hunde jedoch keine Kleidung. Ihr Vierbeiner wird es Ihnen danken, Hund bleiben zu dürfen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Haben Sie auch schon einmal Ihren Hund beim Stöckchen werfen hereingelegt und das Objekt der Begierde gar nicht geworfen? Doch Vorsicht: Der Hund merkt sich das. Eine Studie warnt vor zu häufigem Täuschen, denn schnell könnten Hunde dadurch das Vertrauen in den Menschen verlieren.
Haben Sie auch schon einmal Ihren Hund beim Stöckchen werfen hereingelegt und das Objekt der Begierde gar nicht geworfen? Doch Vorsicht: Der Hund merkt sich das. Eine Studie warnt vor zu häufigem Täuschen, denn schnell könnten Hunde dadurch das Vertrauen in den Menschen verlieren. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Hunde mögen es nicht, wenn ihre Besitzer keine Geduld beim Spazieren gehen haben. Dabei nutzen Hunde den Gassigang nicht nur zum Erleichtern, sondern auch um die Welt zu entdecken. Und das dauert schließlich einfach ein bisschen. Nehmen Sie sich also etwas Geduld und Zeit mit.
Hunde mögen es nicht, wenn ihre Besitzer keine Geduld beim Spazieren gehen haben. Dabei nutzen Hunde den Gassigang nicht nur zum Erleichtern, sondern auch um die Welt zu entdecken. Und das dauert schließlich einfach ein bisschen. Nehmen Sie sich also etwas Geduld und Zeit mit. (Symbolbild) © photothek/Imago
Ausschimpfen bringt gar nichts, auch wenn es nicht immer so leicht ist ruhig zu bleiben. Vor allem, wenn der Hund unerlaubt immer wieder auf die Couch hüpft. Doch Hunde verstehen das Geschimpfe nicht und sind höchstens über die Aufregung verwirrt.
Ausschimpfen bringt gar nichts, auch wenn es nicht immer so leicht ist ruhig zu bleiben. Vor allem, wenn der Hund unerlaubt immer wieder auf die Couch hüpft. Doch Hunde verstehen das Geschimpfe nicht und sind höchstens über die Aufregung verwirrt. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Schützen Sie Ihren Hund bestmöglich vor extreme Gerüche. Seine Nase ist hochempfindlich und kann zum Beispiel durch hoch konzentrierte Reinigungsmittel geschädigt werden.
Schützen Sie Ihren Hund bestmöglich vor extreme Gerüche. Seine Nase ist hochempfindlich und kann zum Beispiel durch hoch konzentrierte Reinigungsmittel geschädigt werden. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Regeln, Grenzen und ein geordneter Tagesablauf geben Hunden Sicherheit. Von daher ist es ein Fehler, den Hund nicht zu erziehen. Eine strenge und ruppige Erziehung braucht es dafür nicht. Doch gar keine Erziehung schadet dem Hund ebenfalls.
Regeln, Grenzen und ein geordneter Tagesablauf geben Hunden Sicherheit. Von daher ist es ein Fehler, den Hund nicht zu erziehen. Eine strenge und ruppige Erziehung braucht es dafür nicht – doch gar keine Erziehung, schadet dem Hund ebenfalls. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Ein erzwungenes Spiel mit einem Menschen, den der Hund nicht kennt oder nicht mag, findet er ebenso blöd. Zwinge also nie deinen Hund zum Kontakt mit einer Person.
Ein erzwungenes Spiel mit einem Menschen, den der Hund nicht kennt oder nicht mag, findet er ebenso blöd. Zwinge also nie deinen Hund zum Kontakt mit einer Person. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Auch wenn eine Umarmung nur gut gemeint ist, löst sie bei Hunden oft Angst und Unwohlsein aus. Denn für Hunde ist dies eine Dominanzgeste.
Auch wenn eine Umarmung nur gut gemeint ist, löst sie bei Hunden oft Angst und Unwohlsein aus. Denn für Hunde ist dies eine Dominanzgeste. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Was sind die Folgen von Übergewicht für Hunde?

Erneut lassen sich Ähnlichkeiten zum Menschen erkennen. Das erhöhte Gewicht und der höhere Fettanteil belasten das Herz-Kreislauf-System zusätzlich und können so zu Komplikationen führen. Auch Schmerzen sind möglich. Dr. Kölle führt außerdem Gelenkprobleme, Diabetes und Harnsteine als mögliche Folgen an. Um Ihrem Hund das zu ersparen und ihm ein langes, gesundes und glückliches Leben zu ermöglichen, sollte Ihr Haustier im Zweifel unbedingt Gewicht verlieren.

Den Hund auf Diät setzen: Abspecken für Vierbeiner

Im Prinzip ist es einfach, das Übergewicht von Hunden zu reduzieren: weniger Futter, mehr Bewegung. Wer selbst schon versucht hat, Gewicht zu verlieren, weiß: Das ist einfacher gesagt als getan. Ihrem Hund geht es genauso. Besprechen Sie also mit Ihrem Tierarzt die beste Vorgehensweise. Dr. Kölle weist auf einige wichtige Punkte hin, die Sie beachten sollten:

  • Tägliche Energiezufuhr: 60 Prozent der Diät bei Idealgewicht
  • Unbedingt Futtermenge beibehalten – neues Futter sollte weniger Kalorien besitzen
  • Mehr bewegen: Fordern und fördern Sie Ihren Hund
  • Auf ausreichende Nährstoffversorgung achten
  • Machen Sie keine Ausnahmen: keine zusätzlichen Leckerli, kein Essen vom Tisch, etc.

Hören Sie in jedem Fall auf die Vorschläge Ihres Arztes. Ihr Hund wird es Ihnen danken! Und noch besser: Beugen Sie Übergewicht bei Hunden vor, indem Sie auf eine ausgeglichene Diät und ausreichend Bewegung achten.

Rubriklistenbild: © Mary H. Swift / Imago

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