Große regionale Unterschiede

Höchstes Bürgergeld in Deutschland: Hier erhalten Empfänger das meiste Geld

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Wie viel Geld jeder einzelne Bürgergeldempfänger bekommt, hängt unter anderen vom Wohnort ab. Deutschlandweit gibt es gravierende Unterschiede.

Arbeitslose in Deutschland sollen durch das Bürgergeld unterstützt werden. Deshalb wurde die Höhe der Unterstützung zum Jahresbeginn angepasst, doch nicht jeder bekommt gleich viel Geld. Wie viel jedem Empfänger zusteht, wird individuell berechnet. Auch der Wohnort kann entscheidend sein – die regionalen Unterschiede können sehr groß sein, wie echo24.de bereits berichtete. Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen, wo es in Deutschland am meisten Geld gibt.

Höhe des Bürgergeldes in Deutschland: Große Unterschiede zwischen West und Ost

Höhere Regelsätze, mehr Geld für Miete und Heizung: Wer Bürgergeld bezieht, bekommt seit Jahresbeginn deutlich mehr Geld vom Amt. Wie groß eine Wohnung sein muss und wie hoch die Miete sein darf, damit das Jobcenter die Kosten übernimmt, darüber hat echo24.de bereits berichtet. Doch egal wie groß die Wohnung ist, der durchschnittliche Zahlungsanspruch eines Haushalts ist im Januar auf 1345 Euro im Monat gestiegen. Das sind 132 Euro mehr als vor einem Jahr.

Die Folge: Die Ausgaben steigen drastisch, wie auch „bild.de“ berichtet. Während die Jobcenter in Deutschland im Januar 2023 noch 3,5 Milliarden Euro für das Bürgergeld ausgezahlt haben, waren es im Januar 2024 3,9 Milliarden Euro. Ein Anstieg um über 400 Millionen Euro. Davon entfielen rund 340 Millionen auf Bürgergeldempfänger im Westen und 90 Millionen im Osten.

Bürgergelderhöhungen

Im Januar wurde der Regelsatz pro Bürgergeldempfänger auf 563 Euro im Monat erhöht – 61 Euro mehr als 2023. Da die Regelsätze bereits im Vorjahr deutlich angehoben wurden, sind die Zahlungen pro Haushalt seit 2022 sogar um 277 Euro im Monat gestiegen.

Bürgergeld in Deutschland – Erhöhung seit Januar 2024 als größter Kostentreiber

Größter Kostentreiber beim Bürgergeld war die Erhöhung der Regelsätze. Sie verursachte Mehrkosten in Höhe von 235 Millionen Euro. Weitere 117 Millionen Euro entfielen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit auf höhere Ausgaben für Miete und Heizung der Bürgergeldbezieher.

Übrigens muss das eigene Vermögen zuerst aufgebraucht werden, bevor Bürgergeld beantragt werden kann. Ob Bürgergeldempfänger ihr Haus verkaufen müssen, berichtet echo24.de in einem weiteren Artikel. Doch wo bekommen Bürgergeldempfänger in Deutschland das meiste Geld?

Bürgergeld-Unterscheide in Deutschland – hier gibt es das meiste Geld

Im Vergleich der kreisfreien Städte und Kreise sind die Zahlungen in Hamburg am höchsten. So erhält ein durchschnittlicher Bürgergeldhaushalt in Hamburg mit 1536 Euro die höchsten Zahlungen. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor, die sich auf Januar 2024 beziehen.

Am wenigsten Bürgergeld gibt es in Thüringen mit 1188 Euro. Ein Unterschied von 348 Euro. In Baden-Württemberg erhalten Haushalte durchschnittlich 1170 Euro, Spitzenreiter ist der Landkreis Ludwigsburg mit 1275 Euro. Am anderen Ende der Skala liegt der Landkreis Sigmaringen. Hier können Bürgergeldempfänger im Durchschnitt nur mit 1060 Euro rechnen.

Durchschnittliche Höhe der Zahlungsansprüche je Bedarfsgemeinschaft:

  • Im Main-Taunus-Kreis (Hessen) mit 1571 Euro gibt es die höchsten Zahlungen – sogar noch vor Hamburg.
  • Auch Offenbacher können sich über satte 1505 Euro freuen.
  • Im Landkreis Böblingen gibt es mit 1488 Euro auch mitunter den höchsten Satz.
  • Auch in Dortmund (Kreisfreie Stadt) lässt sich die Höhe der Zahlung sehen. Dort bekommen die Empfänger insgesamt 1475 Euro.

Bürgergeld-Höhe in Deutschland – diese Voraussetzungen gelten bei Anspruch

Übrigens: Wer Bürgergeld bezieht, ist nicht frei von Pflichten. Die Empfänger müssen sich an bestimmte Regeln halten – sonst drohen Kürzungen der Sozialleistungen.

Rubriklistenbild: © Collage: echo24.de, Fotos: IMAGO/Wirestock und IMAGO / snowfieldphotography

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