Schattenpflanzen

Pflanzen im Schatten von Bäumen: Tipps für einen grünen Garten

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Eine der Pflanzen, die auch unter Bäumen gut wächst: die Funkie. Welche Pflanzen sonst noch mit Schatten zurechtkommen und wie Sie eine Baumscheibe bepflanzen, haben wir recherchiert.
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Auch im Schatten gedeihen Pflanzen. Gerade unter Bäumen sorgen diese Schattenpflanzen für Farbtupfer im sonst sehr kargen Bereich rund um den Baumstamm.

Sie spenden Schatten, bieten Tieren Unterschlupf und binden CO₂: Bäume wirken wahre Wunder. Im eigenen Garten schützen sie zudem vor der Sonne. Dadurch entsteht aber ein Problem für die darunterliegende Pflanzenwelt: Es dringt wenig bis kein Licht durch die dichten Baumkronen. Insbesondere rund um den Stamm entsteht ein sehr karger Bereich, auch Baumscheibe genannt. Doch es gibt Pflanzen, die sich mit weniger Licht arrangiert haben und auch in den dunklen Ecken des Gartens gedeihen.

Schattenpflanzen: Was ist überhaupt ein schattiger Standort?

Ein schattiger Standort ist ein Platz im Garten, der nur wenig oder gar kein direktes Sonnenlicht erhält. Das kann zum Beispiel unter einem dichten Baum, an der Nordseite des Hauses oder in einem Innenhof sein.

Je nachdem, wie viel Licht ein Bereich bekommt, gibt es drei unterschiedliche Schattenarten.

  • Halbschatten: Der Standort bekommt mindestens vier Stunden Sonne am Tag oder ist den ganzen Tag leicht beschattet.
  • Lichter Schatten: Der Bereich bekommt nur wenige Stunden Sonne am Tag oder ist von Streulicht durchbrochen, zum Beispiel unter lichtdurchlässigen Bäumen oder Sträuchern.
  • Vollschatten: Der Standort bekommt kaum oder gar kein Sonnenlicht, zum Beispiel unter dichten Nadelbäumen oder in engen Innenhöfen.

Welche Pflanzen eignen sich für den Schatten?

Nicht alle Pflanzen brauchen viel Sonne, um zu wachsen und zu blühen. Es gibt viele schattenverträgliche Pflanzen, die auch in dunklen Ecken des Gartens für Farbe und Leben sorgen. Dabei sollten Sie aber darauf achten, dass die Pflanzen auch zu den Bodenverhältnissen passen. Unter Bäumen kann der Boden zum Beispiel trocken, nährstoffarm oder sauer sein.

Zimmerpflanzen für den Schatten: Die 10 schönsten

Nahaufnahme von einem Gummibaum samt Blüte.
Hat ein Gummibaum buntes Laub, benötigt er weniger Licht als ein grüner Gummibaum. © Imago
Ein Mann hält einen Bogenhanf in einem Stofftopf.
Bogenhanf bevorzugt weniger helle Plätze in der Wohnung. © Eva Blanco/Imago
Nahaufnahme von einem Schwertfarn.
Der perfekte Standort für Farne sind Nordfenster.  © Mint Images/Imago
Eine Grünlilie vor einer Holzwand.
Zu viel Sonne führt bei der Grünlilie zu verbrannten Blättern. © Teresinagoia/Imago
Eine Calathea „Goldstar“ in einer Wohnung.
Direkte Sonneneinstrahlung führt bei der Calathea zu Verbennungen.  © GWI/Floramedia/Imago
Eine Monstera vor einem dunklen Vorhang.
Das Fensterblatt (Monstera) benötigt nur mindestens 500 Lux. © Julie Berthelemy/Imago
Das Blatt einer weißen Friedenslilie.
Die Friedenslilie (Spathiphyllum) braucht relativ viel Wasser und dafür nur wenig Sonne. © CSP_iperl/Imago
Verschiedene Kakteen auf einem Tablett.
Die Kakteensorten Mammillaria oder Cephalocereus können auch mit wenig Licht zurechtkommen. Anders sieht es bei den meisten anderen Kakteen aus: Sie brauchen mindestens fünf Stunden direkte Sonneneinstrahlung. © Nalinratana Phiyanalinmat/Imago
Nahaufnahme eines Bubikopfes.
Direkte Sonne mag der Bubikopf (Soleirolia soleirolii) nicht. Auch auf zu viel Wärme reagiert das hübsche Gewächs empfindlich. © Pablo Galán Cela/Imago
Ein Drachenbaum vor einer weißen Wand.
Drachenbäume sind der Klassiker unter den Zimmerpflanzen, da sie mit wenig Wasser und relativ wenig Licht auskommen. Ganz dunkel sollten sie jedoch nicht stehen. Praktisch: Drachenbäume reinigen die Luft. © McPhoto/Imago


Hier sind einige Beispiele für Pflanzen, die Schatten vertragen:

  • Buntnessel: Die Buntnessel ist eine einjährige Pflanze mit bunten Blättern in verschiedenen Farben und Mustern. Sie ist sehr pflegeleicht und verträgt sowohl Halbschatten als auch lichten Schatten. Je dunkler der Standort, desto weniger leuchten ihre Blätter.
  • Stiefmütterchen: Die Stiefmütterchen sind beliebte Frühlingsblüher mit großen Blüten in vielen Farben. Sie wachsen gut im Halbschatten und lichtem Schatten und können auch als Unterpflanzung von Bäumen verwendet werden.
  • Funkie: Die Funkien sind attraktive Blattschmuckpflanzen mit großen, herzförmigen Blättern in verschiedenen Grüntönen, oft mit bunten Rändern oder Flecken. Sie blühen im Sommer mit weißen oder violettfarbenen Blüten an langen Stielen. Sie bevorzugen einen humosen, feuchten Boden im Halbschatten oder lichten Schatten.
  • Farn: Die Farne sind uralte Pflanzen mit gefiederten Blättern, die an Wald und Wildnis erinnern. Sie gibt es in vielen Formen und Größen, von bodendeckenden bis zu baumhohen Arten. Sie wachsen am besten in einem lockeren, humosen Boden im lichten oder vollen Schatten.
  • Rhododendron: Die Rhododendren sind beliebte Ziersträucher mit immergrünen Blättern und prächtigen Blüten in vielen Farben. Sie gedeihen gut im Halbschatten oder lichtem Schatten, benötigen aber einen sauren, humosen Boden und eine gute Drainage. Sie können auch als Solitärpflanzen oder als Hecken verwendet werden.
  • Kornelkirsche: Die Kornelkirsche ist ein kleiner Baum oder großer Strauch mit gelben Blüten im Frühling und roten Früchten im Herbst. Sie ist sehr anspruchslos und verträgt sowohl Halbschatten als auch lichten Schatten. Sie kann als Solitärpflanze, als Hecke oder als Unterpflanzung von größeren Bäumen dienen.
  • Eibe: Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum mit roten Beeren im Herbst. Sie ist sehr langlebig und schnittverträglich und kann daher gut als Formschnittgehölz oder Heckenpflanze verwendet werden. Sie wächst gut im Halbschatten oder lichtem Schatten, braucht aber einen nährstoffreichen, kalkarmen Boden.

Wie bepflanzt man eine Baumscheibe?

Eine Baumscheibe ist der Bereich um den Stamm eines Baumes, der oft kahl und unansehnlich ist. Um ihn zu verschönern, können Sie ihn mit geeigneten Pflanzen bestücken. Dabei sollten Sie aber einige Punkte beachten:

  1. Wählen Sie Pflanzen aus, die den gleichen Licht- und Bodenbedingungen wie der Baum entsprechen. Vermeiden Sie Pflanzen, die zu hoch oder zu breit werden oder zu stark wuchern.
  2. Lockern Sie den Boden vorsichtig auf, ohne die Wurzeln des Baumes zu beschädigen. Geben Sie gegebenenfalls etwas Kompost oder Pflanzerde hinzu, um die Nährstoffe zu verbessern.
  3. Setzen Sie die Pflanzen in einem Abstand von mindestens 30 Zentimetern zum Stamm ein und gießen Sie sie gut an. Halten Sie die Baumscheibe regelmäßig feucht, aber nicht nass.
  4. Mulchen Sie die Baumscheibe mit Rindenmulch (werblicher Link) oder Laub, um den Boden zu schützen und das Unkraut zu unterdrücken.

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