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Im TV-Debattierclub beteuert die CDU, die Klimaziele Deutschlands erreichen zu wollen. Die SPD warnt allerdings vor einer „CO₂-Falle“ für die Konsumenten.
Frankfurt – Kurz vor der Bundestagswahl 2025 bekennt sich die CDU zur Treibhausneutralität bis 2045. In der „Schlussrunde“ im ARD und ZDF bestätigte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, das Ziel einhalten zu wollen. Die Konkurrenz warnt vor den hohen Kosten, die die geplante Vorgehensweise der Christdemokraten für die Menschen in Deutschland mit sich bringen könnte.
CDU bekennt sich zu Treibhausneutralität bis 2025 – auch Heizungsgesetz soll bleiben
Nachdem SPD, Grüne und die Linke bereits ihre Unterstützung für die Treibhausneutralität erklärt hatten, folgten die Unionsparteien in der Sendung am Donnerstag, dem 20. Februar. Linnemann betonte jedoch, dass die CDU einen anderen Weg als das Bundes-Klimaschutzgesetz einschlagen möchte. Er erklärte: „Die Politik muss die Menge an CO₂ vorgeben, wie dies erreicht wird, müssen die Ingenieure und die Wirtschaft sehen.“
Im Wahlprogramm der CDU war zudem die Abschaffung des umstrittenen Heizungsgesetzes der Ampel vorgesehen. Stattdessen wollte die Partei technologieoffene und emissionsarme Wärmelösungen fördern. In der „Schlussrunde“ ruderten die CDU/CSU-Vertreter jedoch zurück. Das Gesetz soll bestehen bleiben, jedoch in einer abgeänderten Form, die Technologieoffenheit betont.
Fokussierung auf Emissionshandel: SPD attackiert Klimapläne der CDU
Die CDU setzt in ihrem Wahlprogramm stark auf den Emissionshandel. Auf ihrer Website heißt es: „Für das Ziel der Klimaneutralität 2045 ist es wichtig, die Emissionsmenge weitreichend zu begrenzen. Hierfür ist der Emissionshandel mit der CO₂-Bepreisung das richtige Leitinstrument.“ Der Markt solle entscheiden, wo und wie Emissionen effektiv reduziert werden. Die CDU legt Wert darauf, dass höhere CO₂-Abgaben auch zu entsprechenden Entlastungen führen.
SPD-Generalsekretär Matthias Miersch begrüßte zwar das Bekenntnis der CDU zur Treibhausneutralität, wies jedoch in der „Schlussrunde“ darauf hin, dass dies in der Vergangenheit „nicht so klar gewesen“ sei. Er kritisierte die ausschließliche Fokussierung auf den Emissionshandel: „Dann lassen Sie die Leute in die CO₂-Preis-Falle laufen“. Er warnte er vor „immensen Kosten für Bürgerinnen und Bürger.“
Treibhausgasminderungsziele nach dem Bundes-Klimaschutzgesetzes (Stand August 2024)
Bis 2030 sollen die Emissionen laut Bundes-Klimaschutzgesetz um mindestens 65 Prozent sinken. 2040 sollen sie um mindestens 88 Prozent reduziert werden. Als Vergleichswert zählen dabei die Daten aus dem Jahr 1990. Bis 2045 soll Deutschland Netto-Treibhausgasneutralität erreicht haben. Für die Zeit nach 2050 wurde das Ziel gesetzt, negative Treibhausgasemissionen zu erreichen. (Quelle: Umweltbundesamt)
Miersch forderte, dass der Staat sich in die Lage der Menschen versetzen und auf klimafreundliche Technologien umsteigen müsse. Die Unionsvertreter entgegneten, dass ein „Klimabonus“ für „diesen sozialen Ausgleich“ sorgen solle, wie es auch im Wahlprogramm vorgesehen ist.
Großteil aller Deutschen attestiert Merz schlechte Klimakompetenzen
Viele Menschen zweifeln jedoch an einer klimatischen Verbesserung unter Merz, der zuletzt für einen überraschenden Moment in einer TV-Sendung sorgte. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) traut nur ein Drittel der Deutschen dem CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz eine erfolgreiche Klima- und Naturschutzpolitik zu. 51 Prozent der Befragten glauben nicht, dass Merz Lösungen für die Klima- und Biodiversitätskrise findet.
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Olaf Brand, Vorsitzender des BUND, erklärte: „Die Menschen stellen dem möglichen nächsten Bundeskanzler Merz in Sachen Klimakompetenz ein miserables Zeugnis aus. Merz Strategie geht nicht auf. Statt die Herausforderungen unserer Zeit zu ignorieren und den Menschen eine Rückkehr zur Normalität vorzugaukeln, brauchen wir eine Politik, die es schafft, Antworten in der Klima- und Biodiversitätskrise zu finden.“ Der BUND ist der Meinung, dass die CDU im Wahlkampf „massive Angriffe auf den Klima- und Naturschutz“ angekündigt hat. (bk mit afp)
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