Fellfarbe beeinflusst Wesen

Alles Zufall? Wie Fellfarbe und Charakter von Katzen zusammenhängen

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Laut einer amerikanischen Studie lässt sich anhand der Fellfarbe und der Fellzeichnung von Katzen ihr Charakter bestimmen. Welche Bedeutung die verschiedenen Färbungen haben, erfahren Sie hier.

Jede Katze ist anders. Sowohl Fell samt Muster und Farbe als auch der Charakter ist individuell und einzigartig. Verschiedene Faktoren bestimmen, wie sich Ihre Katze verhält. Trotzdem können Kenner anhand der Fellfarbe und Fellzeichnung Aussagen über Charakter und Persönlichkeit der Samtpfoten treffen. Schließlich ist die Fellpflege ein wichtiger Aspekt im Katzen-Alltag.

Die Fellfarbe von Katzen ist genetisch vorbestimmt. Die beiden Pigmente Phäomelanin und Eumelanin (die übrigens auch im menschlichen Haar vorkommen) sorgen für eine getigerte, gefleckte, bunte oder auch einfarbige Fellfärbung. Während verschiedene Farbvarianten und Färbungen im Laufe der Zeit durch Züchtung hinzugekommen sind, dienen unterschiedliche Muster im Fell der Katze als Tarnung.

Die Fellfarbe von Katzen verrät einiges über ihren Charakter.

Bunt, braun, rot: Fellfarbe verrät Charaktermerkmale von Katzen

Ihre Katze ist rot, schwarz oder hat Schildpattmuster? Aus unserer Übersicht können Sie herauslesen, was die verschiedenen Farben über den Charakter Ihrer Katze aussagen. Das meiste davon trifft vermutlich zu. Falls nicht – vielleicht gibt es Wesenszüge an Ihrer Katze, die Sie bisher noch nicht kannten oder sie noch nicht zuordnen konnten.

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  • Rote Katzen mit Tabby-Muster: Diese anhänglichen Samtpfoten haben ein starkes Durchsetzungsvermögen, gelten als verspielt, gesellig und neugierig, aber auch als verfressen. Übrigens: Etwa 80 % der roten Katzen sind männlich.
  • Weiße Katzen: Aufgrund ihrer empfindlichen Augen und Ohren sind sie auf ihrer Besitzer fixiert und sehr anhänglich. Die eleganten Miezen benötigen viel Aufmerksamkeit und Zuneigung, sind ansonsten aber eher ausgeglichen und ruhig.
  • Katzen mit grauem Tabby-Muster: Die neugierigen Miezen sind zwar als Einzelgänger bekannt, jedoch auch ihrem Ruf als aktive Spielgefährten werden sie gerecht. Aber Vorsicht: Aus Spiel wird schnell Ernst und die graue Katze reagiert unter Umständen aggressiv. Besser ist dann eine Portion Frischluft – hier fühlt sich der Stubentiger wohl und erkundet stolz sein Revier.
  • Schwarze Katzen: Die Lackfellchen bringen entgegen aller Vorurteile kein Unglück. Dafür sind sie sehr freundlich und neugierig, aber auch stur und unabhängig. Menschen, die sie nicht kennen, begegnen sie mit Misstrauen und Scheu, bei ihren Bezugspersonen fühlen sie sich aber pudelwohl.
  • Dreifarbige Katzen/Schildpatt-Katzen: Die sogenannten Glückskatzen gelten als sehr temperamentvoll und reagieren im Vergleich häufig etwas aggressiver als andere Katzen. Sie besitzen eine besonders komplexe und vielschichtige Persönlichkeit, sind aber auch sehr verspielt. Gut zu wissen: Fast alle von ihnen sind weiblich.
  • Getigerte Katzen: Abenteuerlustig, neugierig, offen und furchtlos – die süßen Tiger gelten als Einzelgänger und treiben sich gerne allein draußen herum. Ihre Risikobereitschaft bringt sie hin und wieder in ungünstige Situationen.
  • Schwarz-weiße Katzen/Tuxedo Cats: Die monochromen Schnurrer punkten mit Köpfchen und Jagdgeschick. Sie sind außerdem sehr aktiv und wollen sowohl kognitiv als auch körperlich ausreichend beschäftigt werden. Um eine enge Bindung zum Menschen aufzubauen, benötigen sie zwar etwas Zeit – haben Sie das Herz Ihrer Tuxedo jedoch erst mal gewonnen, werden Sie beide gewiss Freunde fürs Leben.
  • Braune Katzen: Die Farbe Chocolate ist unter Katzen selten und das wissen diese Schönheiten. Sie brauchen viel Aufmerksamkeit und wollen aufgrund ihres Spieltriebs und ihrer hohen Intelligenz beschäftigt werden. Schoko-Katzen miauen außerdem viel, besonders dann, wenn sie nicht ausreichend ausgelastet werden.
  • Katzen mit Point-Muster: Point-Katzen sind anhänglich. Sie sollen Hunden sehr ähnlich sein und haben keine Probleme damit, an einer Leine geführt zu werden. Außerdem haben Katzen mit dieser Fellzeichnung einen hohen Redebedarf: Sie miauen gerne viel und laut.

Schwarze Katzen sind Glücksbringer im Fellmantel – hier sind elf Fakten, die das beweisen

Eine schwarze Katze liegt zwischen Geldscheinen auf einem Teppich.
Fakt 1: Die reichste Katze der Welt hatte schwarzes Fell. Blacky lebt zwar nicht mehr, ist jedoch dem Guinness Buch der Rekorde zufolge bis heute der reichste Kater auf dem Planeten. Mit einem Erbe von umgerechnet 11 Millionen Euro hatte er bestimmt ein schnurr-haftes Leben. Sein Herrchen, der Katzenliebhaber und Brite Ben Rea, war 1988 verstorben und hinterließ seinen 15 Katzen-Erben diese unglaubliche Summe. Als Letzter im Bunde war Blacky der Glückliche und erbte alles. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Aus dem Film Jigsaw mit Jean Wallace und Franchot Tone aus dem Jahr 1949: Jean Wallace hat eine schwarze Katze auf dem Arm.
Fakt 2: Schwarze Katzen sind echte Hollywoodstars. Sie glänzen – im wahrsten Sinne des Wortes – in der Literatur, im Fernsehen und im Film. Diese schwarzen Katzen sind beispielsweise berühmt: Aus der TV-Serie „Die Simpsons“: Snowball II Aus der Kurzgeschichte „The Black Cat“ von Edgar Allen Poe: Pluto (Auch als Film aus dem Jahr 1966 bekannt) Aus der TV-Serie „Star Trek“: Isis Aus der TV-Serie „Sabrina – Total Verhext!“: Salem Aus der Anime-Serie „Sailor Moon“: Luna  © Everett Collection/Imago
Eine schwarze Katze mit hellgrünen Augen sitzt auf einem Stuhl und blickt nur mit ihrem halben Kopf über den Tisch, der vor dem Stuhl steht.
Fakt 3: Für schwarze Katzen gibt es ein eigenes Café. In Japan, in der Kleinstadt Himeji, findet man ein Katzencafé mit dem Namen „Nekobiyaka“, in dem es nur schwarze Katzen gibt. Dort trägt jede der Katzen ein andersfarbiges Band, damit sie von den Besuchern auseinandergehalten werden können. Das Café ist das erste und einzige auf der Welt, in dem es ausschließlich schwarze Katzen gibt. © Cavan Images/Imago
Eine zusammengerollte dunkelbraune Katze schaut mit großen Augen am Betrachter vorbei.
Fakt 4: Schwarze Katzen sind Verwandlungskünstler. Das Pigment Eumelanin sorgt für die schwarze Färbung des Fells. Kleine Änderungen im Pigment bewirken wunderschöne Abstufungen in der dunklen Fellfarbe: Töne wie Cinnamon oder Chocolat, aber auch Blau können das Ergebnis sein. © VWPics/Imago
Eine schwarze Katze schmiegt sich im warmen Sonnenlicht in einen Behälter voller Walnüsse.
Fakt 5: Schwarze Katzen bleichen aus. Zwar ist die Fellfarbe genetisch vorbestimmt, trotzdem kann sie sich im Laufe eines Katzenlebens ändern. Gründe dafür können eine Ernährungsumstellung, das Alter oder auch die Jahreszeit sein. Wenn Ihre dunkle Katze am Ende eines sonnenreichen Sommers eine hellere Fellfarbe hat, wissen Sie zumindest, dass Ihre Samtpfote eine abenteuerreiche Zeit im Freien hatte. © YAY Images/Imago
Eine schwarze Katze liegt auf einem weißen Sofa, hat die Augen geschlossen und streckt ihre Pfoten genüsslich von sich weg.
Fakt 6: Schwarze Katzen werden gefeiert. In Großbritannien wurde 2010 der „National Black Cat Day“ für den 27. Oktober ins Leben gerufen, um auf die nachtfarbenen Samtpfoten in den Tierheimen aufmerksam zu machen. In Amerika wird am 17. August der „Black Cat Appreciation Day“ gefeiert. Deutschland feiert seit 2011 ebenfalls am 17. August den „Tag der schwarzen Katze“.  © Panthermedia/Imago
Eine schwarze Katze sitzt neben zwei Schweine-Statuen auf einer Holzbank.
Fakt 7: Schwarze Katzen bringen Glück. Viele Kulturkreise betrachten schwarze Katzen als Glücksbringer. In Japan beispielsweise gelten sie als Männer-Magnet für Single-Frauen. In den Midlands in Großbritannien sollen schwarze Katzen einer Braut Glück und ewige Liebe bescheren und werden daher häufig zu Hochzeiten verschenkt. Und auch britische Matrosen glauben seit Langem, dass schwarze Katzen an Bord Glück bringen und eine sichere Heimkehr ermöglichen. Die Schotten hingegen erhoffen sich vom Besuch eines schwarzen „Lackfellchens“ Wohlstand. Im Aberglauben bringt eine schwarze Katze Glück, wenn sie den Weg von rechts nach links kreuzt (in der Gegenrichtung Unglück). © blickwinkel/Imago
Eine junge Katze steht auf einem großen Stein am Stand und blick in die Sonne, weshalb ihr Fell rötlich leuchtet.
Fakt 8: Schwarze Katzen setzen Rost an. Das ist natürlich im übertragenen Sinn zu verstehen. Bei vielen schwarzen Katzen erscheint das Fell braun-rötlich, wenn Sonnenlicht auf ihr Fell leuchtet. Aber Achtung: Dieses Phänomen kann auch auf etwas anderes hindeuten. Eine dauerhafte rötlich bis bräunliche Färbung des schwarzen Fells könnte auf ein Nährstoffdefizit hindeuten. Der Mangel an Tyrosin, einer Aminosäure, oder Kupfer, einem Mineralstoff, kann eine solche Erscheinung im Fell hervorrufen. Ein Besuch beim Tierarzt wird schnell Klarheit schaffen. © agefotostock/Imago
Eine schwarze und eine weiße Katze kuscheln sich eng aneinander.
Fakt 9: Schwarze Katzen sind dominant. Die Schwarzfärbung von Haut, Schuppen oder – im Fall der Katzen – Fell wird Melanismus genannt. Er kommt bei 13 von 37 Katzenspezies vor. Schwarze Katzen vererben ihre Gene dominant. Das bedeutet, dass sie ihre Gene für die schwarze Fellfarbe bevorzugt an den Katzennachwuchs weitergegeben wird.  © Panthermedia/Imago
Eine schwarze Katze blickt mit großen grünen Augen an der Kameralinse vorbei.
Fakt 10: Schwarze Katzen sind widerstandsfähiger. Untersuchungen des National Institute of Health haben ergeben, dass die Genmutationen, die eine schwarze Fellfarbe hervorrufen, besser vor Krankheiten schützen können. Ihre dunkle Farbe ist ein zusätzlicher Pluspunkt, wenn es um die Tarnung geht: Katzen mit schwarzem Fell können sich leichter verstecken und bei Dämmerung besser auf die Jagd gehen. © blickwinkel/Imago
Eine schwarze Katze ist in Nahaufnahme zu sehen: Ihre gelben Augen blicken geheimnisvoll in die Kamera.
Fakt 11: Schwarze Katzen werden häufiger abgelehnt. Die Zahlen sprechen für sich: Schwarze Katzen aus dem Tierheim müssen durchschnittlich 13 Prozent länger darauf warten, vermittelt zu werden als andere Katzen. Außerdem ergaben amerikanische Studien, dass schwarze Miezen oft als aggressiver und unfreundlicher wahrgenommen werden. Die Vermutung der Wissenschaftler ist, dass Menschen ihre Mimik durch das schwarze Fell schlechter einordnen können. Somit sind die einzigen, denen schwarze Katzen Unglück bringen, sie selbst. © Panthermedia/Imago

Na? Erkennen Sie Ihren geliebten Vierbeiner wieder? Oder konnten Sie etwas Neues über ihn lernen? Natürlich haben alle Katzen ihren eigenen Kopf und eine allgemeingültige Aussage über ihr Wesen kann niemals getroffen werden – dennoch sind die genannten Aspekte interessante Anhaltspunkte, insbesondere für frisch gebackene Katzeneltern. Für Überraschungen sind die beliebten Haustiere jedenfalls immer wieder zu haben.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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