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Die Chimäre-Katze ist eine Katzenart, die sich durch ihre besondere Optik auszeichnet. Doch stimmt es, dass es sich bei den Tieren ursprünglich um zwei Katzen gehandelt hat?
Manche Katzen sind fast zu schön, um wahr zu sein. Dazu gehören auch die sogenannten Chimäre-Katzen. Die Stubentiger sehen aus wie mit Photoshop bearbeitet oder als hätte man Fotos von zwei verschiedenen Katzen nebeneinander gelegt. Während die eine Gesichtshälfte beispielsweise in einem leuchtenden Rot erstrahlt und ein braunes Auge hat, kann die andere Hälfte rabenschwarz sein und ein eisblaues Auge haben. In der Mitte trennt eine klare Linie die beiden Gesichtshälften voneinander. Doch was hat es mit den besonderen Tieren auf sich, wie entsteht die faszinierende Zweiteilung – und vor allem: Haben die Katzen gesundheitliche Nachteile?
Chimäre-Katze: So entsteht die farbige Zweiteilung
Wenn man über Chimäre-Katzen spricht, muss man zunächst zwischen den folgenden Begrifflichkeiten unterscheiden: Chimäre und Chimärenzeichnung. Denn während es sich bei echten Chimären um Lebewesen handelt, die im Mutterleib aus zwei oder mehr unterschiedlichen Embryonen zu einem Individuum verschmolzen sind, sehen Tiere mit Chimärenzeichnung aufgrund einer farblichen Zweiteilung ihres Fells nur so als, als würden verschiedene DNA-Bausätze in ihnen stecken. Umgangssprachlich sind mit Chimäre-Katzen also eigentlich Katzen mit Chimärenzeichnung gemeint.
Die beiden Katzen Domiino und Venus sind perfekte Beispiele für eine solche Zweiteilung des Fells. Dass die beiden allerdings aus Sicht der Biologie echte Chimäre sind, wird mitunter bezweifelt, wie beispielsweise Petbook unter Berufung auf Professor Virginia E. Papaioannou beschreibt: Die Genetikerin erkenne in der zweigesichtigen Venus vielmehr einfach eine außergewöhnliche Kalikokatze, auch als Calico oder Katze mit Schildpattmuster bekannt.
Woher kommt der Name Chimäre?
Die Bezeichnung „Chimäre“ geht auf die griechische Mythologie zurück. Dort bezeichnete das griechische Wort Chimaira „ein Feuer schnaubendes Fabelwesen, vorn Löwe, in der Mitte Ziege, hinten Drache.“ Heute sind Chimären häufig auch als Fabelwesen bekannt.
Quelle: wissen.de
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Die Chimären-Fellzeichnung der außergewöhnlichen Katzen entsteht laut Petbook vielmehr durch das Phänomen der Heterochromie, das unter anderem zu unterschiedlichen Augenfarben führt. So lässt sich auch erklären, weshalb eine zweigeteilte Fellfarbe am Kopf oft – jedoch nicht zwangsläufig – gemeinsam mit verschiedenen Augenfarben auftritt. Bei den sogenannten Chimäre-Katzen handelt es sich also tatsächlich um ein ganz besonderes und sehr seltenes Fellmuster, nicht aber um zwei Kätzchen, die im Mutterleib zu einem verschmolzen sind.
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Haben Chimäre-Katzen vermehrt gesundheitliche Probleme?
Deshalb müssen Besitzer solcher außergewöhnlichen Katzen auch nicht befürchten, dass ihr Tier mehr gesundheitliche Probleme hat als gewöhnliche Katzen, wie das Catit Magazin informiert. Sich für eine Katze nur wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens zu entscheiden, wäre jedoch der falsche Weg. Wenn Sie sich eine Katze zulegen wollen, sollten Sie sich vorher diese zehn Fragen stellen. Auch der Leitfaden für künftige Katzenbesitzer bietet Ihnen eine nützliche Hilfestellung.
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