Neues Haustier

Katzenanschaffung geplant? Ein Leitfaden für zukünftige Katzenbesitzer

Wer sich eine Katze zulegen möchte, muss sich informieren. Welche Rasse es sein soll und welche Kosten entstehen werden, sollte man vorher wissen.

Die meisten Menschen haben gerne einen vierbeinigen Freund zu Hause – ist die Entscheidung dafür erst einmal gefallen, übernimmt schnell die Begeisterung. Bei all der Vorfreude darf man aber nicht vergessen, sich vorher gründlich zu informieren, was das gewählte Haustier in Zukunft alles brauchen und wie es das Leben von Herrchen und Frauchen verändern wird. Was man wissen sollte, wenn man sich eine Katze zulegt, erklären wir Ihnen im Leitfaden. Welche Besonderheiten Sie beachten sollten, wenn Sie eine Tierheim-Katze aufnehmen, lesen Sie hier.

Haustier zulegen: Katzen kosten Zeit und Geld

Katzen sind in Deutschland die beliebtesten Haustiere. Laut einer repräsentativen Erhebung, die das Marktforschungsinstitut Skopos für den Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. und den Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) bei 5.000 Haushalten durchgeführt hat, lebten 2022 in Deutschland 15,2 Millionen Katzen in 24 Prozent aller Haushalte. In 43 Prozent der Haushalte mit Katzen lebte sogar mehr als ein Tier. Hunde folgten erst an zweiter Stelle mit 10,6 Millionen im ganzen Land.

Wer sich ein Kätzchen anschafft, der sollte vorher einige Dinge bedenken. (Symbolbild)

Erst einmal eingewöhnt, sind Stubentiger das Herz eines Zuhauses. Bevor man sich die Katze zulegt, sollte man allerdings wissen, was das für den Alltag bedeutet und wie man das Tier am besten versorgt. Dazu gehört unter anderem, dass man Zeit für die Katze haben sollte. Wer den ganzen Tag arbeiten geht und das Tier allein zu Hause lassen muss, ist vielleicht nicht der richtige Besitzer für ein Haustier, das bespaßt werden möchte. Außerdem sollte man sich im Klaren sein, dass die Katze immer da sein wird – auch, wenn man etwa einen Urlaub geplant hat. Zudem muss man laut Nau.ch in Betracht ziehen, dass Katzen mitunter bis zu 20 Jahre alt werden können, man sie also nicht nur täglich, sondern auch über Jahrzehnte versorgen muss.

Hinzu kommen die Anschaffungskosten für die Katze, die zwischen null und mehreren Hundert oder sogar Tausend Euro liegen können, sollte es sich zum Beispiel um eine besondere Zucht handeln. Außerdem muss die Grundausstattung in Form von Futternäpfen, Katzenklo, Spielzeug, Kratzbaum, eventuell einer Fellbürste und anderem Katzenzubehör bezahlt werden. Laut Zooroyal.de sollte man für all das mindestens 70 Euro einplanen, man kann aber auch schnell mehr ausgeben. Dazu kommen die monatlichen Kosten für Katzenstreu und Futter, die zwischen 30 und 50 Euro liegen. Auch die Erstuntersuchungen bei Kitten, Impfungen, Wurmmittel, Kastrationen und andere eventuelle Tierarztkosten oder die Beiträge für eine Tierkrankenversicherung werden anfallen.

Welche Katze passt in den eigenen Alltag? Diese Rassen eignen sich für Familien

Was zukünftige Katzenbesitzer außerdem bedenken müssen: die Art der Anschaffung. Wer nicht gerade die Möglichkeit hat, ein Kätzchen vom Bauernhof nebenan zu adoptieren, dem bleiben als Möglichkeiten entweder Tierheim oder Züchter. Laut Herz-fuer-tiere.de hat beides Vor- und Nachteile. Beim Tierheim muss man immer etwas Glück haben, eine passende Katze zu finden, allerdings schenkt man damit auch einem verlassenen Tier ein liebevolles Zuhause. Katzen vom Züchter sind in der Regel teuer, denn Rassekatzen können bis zu 2.500 Euro kosten. Allerdings werden sie geimpft, bekommen ein Gesundheitszeugnis und ein guter Züchter kann den neuen Besitzern Auskünfte über die Bedürfnisse und Eigenarten einer Rasse geben.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Partner-Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Soll es tatsächlich eine Rassekatze sein, dann stellt sich die Frage, welche. Wer eine Familienkatze möchte, ist zum Beispiel mit Europäisch oder Britisch Kurzhaar gut beraten. Diese Katzenrassen sollen besonders verschmust, anhänglich und gemütlich sein und sich gut für Familien mit Kindern eignen. Auch die Bombay-Katze soll sanft sein und sich gerne in der Nähe von Menschen aufhalten. Darüber hinaus sind Kater oft gelassener und entspannter als Katzen, lassen sich also auch von Kindern mehr gefallen. Katzen sind dafür aber etwas weniger robust und fahren beim Spielen seltener die Krallen aus.

10 Fragen, die Sie sich vor der Anschaffung einer Katze stellen sollten

Ein Junge liegt im Bett mit einer Katze.
Bin ich bereit, mein Leben in den nächsten Jahren auf ein Tier abzustimmen? Wer sich eine Katze anschafft, übernimmt die Versorgung für ein anderes Lebewesen - welches bis zu 15 Jahre und älter werden kann. Haustierbesitzer sollten daher ihre Katze in die Lebensplanung der nächsten zehn bis 15 Jahre miteinbeziehen.  © Cavan Images/Imago
Eine Katze liegt auf einem Tisch.
Kann ich eine Katze in meiner Wohnung aufnehmen? Viele Vermieter wollen keine Haustiere in ihren Wohnungen haben. Vor der Anschaffung sollten Sie sich daher das Einverständnis am besten schriftlich geben lassen. Die Wohnsituation sollte zudem ausreichend Platz bieten für ein Haustier. Zu kleine Wohnungen mitten in der Stadt eignen sich nur bedingt für Katzen.  © Cavan Images/Imago
Eine junge Frau hält eine Katze auf dem Arm.
Kann ich mir genug Zeit nehmen, mich um ein Haustier zu kümmern? Viele Überstunden, ständige Geschäftsreisen und Freizeitstress - Wer bereits jetzt unter Zeitdruck leidet, sollte sich die Anschaffung eines Haustiers ganz genau überlegen. Natürlich brauchen Katzen anders als Hunde keinen täglichen Auslauf, trotzdem sollten Tierbesitzer täglich mindestens ein bis zwei Stunden für die Versorgung einplanen.  © Cavan Images/Imago
Ein Tierarzt untersucht eine Katze.
Bin ich finanziell in der Lage, eine Katze zu halten? Nicht nur die Anschaffung einer Katze kostet Geld. Auch Futter und Tierarztkosten fallen regelmäßig an. Katzen müssen regelmäßig geimpft und entwurmt werden. Die Kosten sollten daher unbedingt monatlich oder jährlich eingeplant werden.  © stock&people/Imago
Ein junges Mädchen hält zwei Katzen auf dem Arm.
Ist eine Katze genug? Gerade wer nur selten zu Hause ist und seine Katze daher viel alleine lässt, sollte über die Anschaffung von zwei Katzen nachdenken. Katzen sind keine Einzelgänger und benötigen den Kontakt zu Artgenossen., wie der Deutsche Tierschutzbund informiert  © Cavan Images/Imago
Eine junge Frau arbeitet von zu Hause, neben ihr sitzt eine Katze.
Wer kann sich im Notfall oder Urlaub um meine Katze kümmern? Egal ob Krankenhausaufenthalt oder Ferien - Die Frage, wo die Katze unterkommen kann, wenn man mal nicht kann, sollte unbedingt geklärt sein. Oft reicht es dabei schon in der eigenen Familie oder in der Nachbarschaft nach Bereitwilligen zu suchen.  © Zoonar/Imago
Eine junge Katze liegt auf dem Boden und spielt.
Was brauche ich, damit sich die Katze bei mir wohlfühlt? Neben der Grundausstattung wie Futter, Trink- und Fressnäpfen gehören auch Katzenklo und Katzenbaum in einen Katzenhaushalt. Gerade Katzen, die vor allem innen leben, lieben zudem Spielzeug.  © Cavan Images/Imago
Portrait einer Katze.
Warum möchte ich eine Katze? Neben den Lebensumständen spielt auch die eigene Motivation, sich eine Katze anzuschaffen, eine wichtige Rolle. Rasse und Geschlecht beeinflussen den Charakter einer Katze. Zukünftige Tierbesitzer sollten sich daher zunächst fragen, was sie sich von einer Katze erwarten.  © Borislav Zhuykov/Imago
Eine Rassekatze ist zu sehen.
Welche Katze passt zu mir? Vor dem Kauf müssen Tierbesitzer sich damit auseinandersetzen, welche Katze bei ihnen einziehen darf. Wer eine jüngere Katze bei sich aufnehmen möchte, muss sich zuvor bei einem Züchter erkundigen. Entscheiden Sie sich für eine Katze aus dem Tierheim, können sie einem Streuner ein neues Leben schenken.  © stock&people/Imago
Es ist eine Nahaufnahme einer Katze zu sehen.
Habe ich ausreichend Kenntnisse, eine Katze zu halten? Wer noch nie ein Haustier besessen hat, sollte sich bereits im Vorfeld ausreichend mit der Haltung und den Verhaltensweisen von Katzen auseinandersetzen. Nur so kann eine artgerechte Haltung funktionieren.  © Cavan Images/Imago

Außerdem muss man sich überlegen, ob die Katze ein Freigänger oder eine Wohnungskatze sein soll. Freigänger haben den Vorteil, dass sie sich auch draußen austoben und die Krallen abwetzen können und nicht ihre ganze Energie in der Wohnung abbauen müssen – was schnell zulasten von Möbeln gehen kann. Andererseits bringen Freigänger-Katzen auch Dreck, Würmer und teilweise Krankheiten mit nach Hause. Sollte man sich eine Wohnungskatze anschaffen, lohnt sich die Überlegung, gleich zwei Tiere zu adoptieren, weil Katzen soziale Wesen sind, die gern Gesellschaft haben. Ob Vermieter mehr Kaution wegen eines Haustiers verlangen dürfen, erfahren Sie hier.

Rubriklistenbild: © Imago

Kommentare