Folgeerkrankungen bei Corona

Long Covid: Coronavirus kann auch die Leber zerstören, wie Studie belegt

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Das Coronavirus kann nicht nur die Lunge, das Herz und Gehirn angreifen. Ein Forscherteam stieß auf Thrombosen in der Leber nach einer Infektion.

Long Covid wurde erstmals im Mai 2020 von der Betroffenen Dr. Elisa Perego als Hashtag #longcovid auf Twitter formuliert. Insbesondere auf Social-Media-Kanälen verbreitete sich der Begriff rasant und setzte sich so stark durch, dass auch medizinische Institutionen ihn in die Forschungsliteratur aufnahmen. Wenn von Long Covid heute die Rede ist, dann sind damit Symptome gemeint, die nach einer akuten COVID-19-Erkrankung neu auftreten und Wochen oder Monate nach Erkrankungsbeginn anhalten. Die Symptome können nach unbestimmter Zeit abklingen oder sich zu einem anhaltenden Beschwerdebild entwickeln, das die Betroffenen in ihrer Lebensqualität stark einschränkt. Auch Kinder können an Long Covid erkranken.

Long Covid: Verschiedene Organe wie Lunge, Herz und Gehirn sind von Corona betroffen

Das Coronavirus kann bei schweren Verläufen die Leber schädigen.

In verschiedenen Untersuchungen und Studien konnten bereits Hinweise dafür geliefert werden, dass Covid-19 schwere Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Nicht nur die Lunge und das Herz können in erster Instanz geschädigt werden. Mit einer Infektion können Corona-Viruspartikel in den gesamten Körper und Organe gelangen und sogar das Gehirn der Infizierten schrumpfen lassen. Die Wissenschaftler konnten zudem erkennen, dass Bereiche, die für den Geruchssinn zuständig sind, beschädigt waren. Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinn, die sogenannte Parosmie, ist ein häufiges Symptom bei einer Corona-Erkrankung. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie aus China deuten sogar darauf hin, dass kognitive Fähigkeiten nach einem schweren Covid-Verlauf so stark auftreten, dass das Risiko einer Demenz besteht.

Long Covid: Studie belegt, Coronavirus zerstört auch die Leber

Ein Forscherteam aus Bielefeld, Hamburg, Hannover und Boston (Harvard Medical School) rund um Prof. Dr. Barbara Kaltschmidt, Zellbiologin an der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld und Prof. Dr. Jan Schulte am Esch, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB), haben sich in einer Studie intensiv mit den Folgen einer Corona-Infektion für die Leber auf zellulärer Basis beschäftigt. „Wir haben das Organ Leber in den Mittelpunkt unseres Projektes gestellt und konnten durch die enge Zusammenarbeit mit der Rechtsmedizin am UKE in Hamburg die weltweit bisher größte Serie an Gewebeproben der Leber untersuchen“, erklärt Schulte am Esch, der seit 25 Jahren am (kranken) Organ Leber forscht.

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Long Covid: Heparine als „Anti-Thrombose-Spritze“ zur Behandlung der Leber

Sie konnten in Untersuchungen mit einer vergleichenden Kontrollgruppe nachweisen, dass die Leber aufgrund des Coronavirus bis in ihre kleinsten Gefäße geschädigt wird. „Die Erkrankung schädigt die Leber durch Mikrothrombosen. Das sind Gerinnselbildungen der feinsten und kleinsten Gefäße, die wir insbesondere bei den Menschen entdeckt haben, die zu Hause oder im Heim gestorben sind. Deutlich seltener hatten stationär behandelte Patienten diese Veränderungen. Der wahrscheinliche Grund dafür liegt darin, dass im Krankenhaus typischerweise vorsorglich blutverdünnende Medikamente gegeben werden, um Thrombosen zu vermeiden“, erläutert Dr. Jan Schulte das vielversprechende Ergebnis. Blutverdünnende Medikamente könnten demnach eine Möglichkeit sein, den Long Covid-Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Es müssen jedoch noch weitere Studien folgen, um diese Erkenntnisse zu bekräftigen und einen möglichen Therapieansatz davon ableiten zu können.

Fettleber vorbeugen: Zehn Getränke schützen – Welcher Tee und Saft am besten entgiftet

Tasse schwarzer Kaffee
Kaffee mit seinem enthaltenen Koffein ist ein Alleskönner unter den Getränken: Kaffee erhöht die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, verbessert das Kurzzeitgedächtnis, senkt zudem das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt und bis zu vier Tassen schwarz getrunken hilft der Wachmacher sogar beim Abnehmen und schützt die Leber vor Krankheiten wie Verfettung. © Bernd Jürgens/Imago
Tasse Ingwer-Tee
Wer lieber Tee mag, sollte auf Ingwer-Tee setzen, am besten mit frischen Zutaten. Die Knolle ist dank seiner Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen nicht nur gut fürs Immunsystem. Die Heilpflanze schützt auch die Leber, beugt Verfettung vor, verbessert die Verdauung und hilft dadurch beim Entschlacken. In Kombination mit Kurkuma kann Ingwer gezielt gegen Fettleber helfen – als Beigabe zum Essen oder im Tee, Saft oder Shake mit Karotten gemischt, der letztlich auch beim Abnehmen hilft. Kurkuma kann sogar das Risiko senken, dass sich aus einer Fettleber eine schwere Leberentzündung wie eine Leberzirrhose entwickelt.  © Imaginechina-Tuchong/Imago
Tasse Fencheltee
Fenchel ist bekannt für seine beruhigende, entzündungshemmende Wirkung und lindert Beschwerden des Verdauungstrakts wie Blähungen und Bauchschmerzen. Trinken Sie regelmäßig Fencheltee, wodurch nicht nur die Nieren angeregt, auch die Leber entlastet wird. © HeikeRau/Imago
Brennesseltee
Brennesseln auf der Haut sind zwar sehr unangenehm, als Tee getrunken enfaltet die Pflanze jedoch ihre anregende und entschlackende Wirkung. Brennesseltee wird nicht nur unterstützend bei Blasenentzündung empfohlen, er soll den Stoffwechsel ankurbeln und helfen, Leber und Galle zu entgiften. © Panthermedia/Imago
Glas mit Grapefruitsaft
Warum nicht schon gleich in der Früh der Leber etwas Gutes tun? Ein frisch gepresster Grapefruit-Saft oder Direktsaft aus dem Supermarkt ist dafür genau das Richtige. Ein Spritzer Zitronensaft verstärkt die positive Wirkung für Galle und Leber noch zusätzlich und beugt der Einlagerung von Fett vor. © Zoonar.com/Maryna Voronova/Imago
Glas mit Orangensaft
Auch ein leckerer Orangensaft zum Frühstück schmeckt erfrischend gut. Die beliebte Zitrusfrucht hilft auch der Fettleber, sich selbst zu heilen. Orangen sind reich an den sekundären Pflanzenstoffen Polyphenole, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Um die Wirkung für die Leber noch zu verstärken, können Sie Orangensaft mit Grapefruit und Zitronen mischen. © monticello/Imago
Glas Rote Beete-Saft
Trinken Sie Rote Beete als Direktsaft – selbst zubereitet oder gekauft – und helfen Ihrem Körper und Ihrer Leber, zu entgiften. Die rote Knolle ist ein ideales Lebensmittel, um der Fettleber vorzubeugen. Gleichzeitig ist das Gemüse reich an wertvollen Nährstoffen wie Folsäure, Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin C sowie B und unterstützt somit das Immunsystem. Rote Beete kann aufgrund ihres Nitritgehalts hohen Blutdruck senken, jedoch durch ihre enthaltende Oxalsäure zur Bildung von Nierensteinen beitragen. Menschen, die dazu neigen, sollten den Konsum gering halten. © Iordache Magdalena/Imago
Glas Tomatensaft
So mögen manche den Tomatensaft nur auf Urlaubsreisen im Flieger gerne trinken, dabei kann auch dieser Saft – wenn Sie ihn regelmäßig trinken – die Leber entlasten und ihrer Verfettung vorbeugen oder diese rückgängig machen. Tomaten verfügen über einen hohen Wassergehalt und sind reich am Antioxidans Glutathion, das bei der Entgiftung hilft und die Heilung der Fettleber unterstützt. © NayalyH/Imago
Glass mit Gurkensaft
Auch Gurken als Saft helfen der Leber, zu regenerieren und Krankheiten wie einer Fettleber vorzubeugen – gleich am Morgen oder als Getränk zwischendurch ideal. Und das Gemüse besteht zu 95 Prozent aus Wasser, weswegen Gurkensaft auch gut zum Durstlöschen ist. Die gesunden Inhaltsstoffe der Gurke sitzen direkt unter der Schale, sodass Sie für einen entschlackenden Effekt auch die Schale mit verwerten sollten. Wer keinen Entsafter hat, schneidet am besten die gründlich gewaschene Gurke möglichst klein, püriert diese mit dem Pürierstab und drückt den Brei der Gurke durch ein Sieb oder Tuch – fertig ist der Gurkensaft! © 5second/Imago
Glas Karottensaft
Karotten helfen außerdem bei der Entgiftung der Leber. Ob gekocht oder frisch als Shake fördert das Gemüse die Gesundheit des lebenswichtigen Organs. Setzen Sie den Saft mehrmals pro Woche auf Ihren Speiseplan, um einer Fettleber vorzubeugen. © 5second/Imago

Nach Corona-Infektion unbedingt Leber entgiften

Sogenannte Entgiftungskuren beispielsweise nach Hulda Clark können die Leberfunktion zusätzlich unterstützen. Bitterstoffe wie das Cynarin, das in hohen Mengen in Artischocken enthalten ist, regen die Verdauung an und entgiften die Leber.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © OBprod/Imago

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