Neue Analyse aus Dänemark

Covid-19 oder die Grippe? Studie zeigt, was gefährlicher ist 

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Forscher haben sich mit der Frage beschäftigt, ob Corona oder Influenza tödlicher für den Menschen ist. Die Ergebnisse sind eindeutig.  

Eine aktuelle Studie des Statens Serum Instituts im dänischen Kopenhagen zeigt, dass Covid-19 eine höhere Krankheitslast als Influenza aufweist. Als „Krankheitslast“ bezeichnen Fachleute die Auswirkung eines Gesundheitsproblems, unter anderem auf die Lebenserwartung. Für ihre Untersuchungen hat das Forscherteam die Gesundheitsdaten von knapp sechs Millionen Däninnen und Dänen im Zeitraum von Mai 2022 bis Juni 2024 ausgewertet. 

Covid-19-Diagnose ist riskanter als eine Grippevirus-Infektion

Ein positiver Coronatest birgt mehr Risiken als eine Grippe-Diagnose: so das Ergebnis einer dänischen Studie.

Das Ergebnis: Menschen mit Covid-19 mussten häufiger wegen schwerer Krankheitsverläufe in einer Klinik behandelt werden und starben auch häufiger an den Folgen der Krankheit als diejenigen mit Influenza-Diagnose. So mussten im Beobachtungszeitraum 24.000 Dänen wegen Corona stationär behandelt werden, während es bei den Grippe-Patienten nur 8.300 waren.

Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln

Frau hält Glas Wasser in der Hand.
Wer ausreichend trinkt, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht. Das ist wichtig, weil diese die erste Schutzbarriere des Körpers gegen Viren und Bakterien darstellen. Trocknen die Schleimhäute aus, können Viren leichter andocken und sich einen Weg in den Körper bahnen. Auch das Lutschen von Bonbons hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.  © Tanya Yatsenko/Imago
Korb voll mit Gemüse und Obst
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse sorgt dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Immunsystem besteht, denn ein Großteil der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich im Darm, informiert das Portal München Klinik, der Gesundheitsversorger der Stadt München. © Oleksandr Latkun/Imago
Frau krault im Schwimmbad
Auch Bewegung macht uns weniger anfällig für Krankheitserreger. Mitverantwortlich ist die antientzündliche Wirkung von Sport und Bewegung auf unseren Körper. Davon profitiert auch unser Immunsystem, so Professor Karten Krüger von der Justus-Liebig-Universität in Giessen im Interview mit der Krankenkasse BKK Provita. Sein Forschungsgebiet: Die Wirkung von Bewegung auf unser Immunsystem. Ihm zufolge wird man seltener krank und übersteht eine Erkrankung besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, gut schläft, sich ausgewogen ernährt und ein gutes Stressmanagement pflegt.  © Imago
Hand, die Weinglas und Zigarette hält
Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch und Alkohol blockieren die körpereigene Abwehr und machen uns so anfälliger für Krankheiten. Nach einer durchzechten Nacht kann das Immunsystem Studien zufolge sogar bis zu 24 Stunden lang nicht wie gewohnt arbeiten, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch Rauchen fördert wie Alkohol Entzündungsprozesse im Körper, was eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zur Folge haben kann. Zudem trocknet Zigarettenrauch die Schleimhäute aus, was deren Abwehrkraft abschwächt.  © macondo/Imago
Frau öffnet das Fenster zum Lüften
Vor allem im Herbst und im Winter sollten Sie regelmäßig lüften. Denn trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Mund und Nase aus. Diese stellen die erste Barriere für Viren und Bakterien dar. Im ausgetrockneten Zustand sind die Schleimhäute weniger widerstandsfähig. © Roman Möbius/Imago
Wanderweg im Bergischen Land nahe der Müngstener Brücke
Bewegung an der frischen Luft stärkt unsere Atemwege. Auch das Immunsystem profitiert, weil über die Haut durch Kontakt mit Sonnenlicht Vitamin D produziert wird. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Auch zeigen Studien, dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung.  © Olaf Döring/Imago
Gestresste Frau im Büro
Stress ist ein wahrer Immunkiller. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen verlieren die Immunzellen die Fähigkeit, sich zu vermehren, um Krankheitserreger abzutöten. Auch die Menge an Antikörpern in unserem Speichel verringert sich, so eine Information des Universitätsspitals Zürich.  © Joseffson/Imago
Frau schaltet den Wecker aus
Ausreichend Schlaf zählt zu den Grundpfeilern eines intakten Immunsystems. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck konnten dem ärztlichen Journal zufolge zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der T-Zellen beeinträchtigt war. „T-Zellen zirkulieren ständig im Blutkreislauf und suchen nach Erregern. Die Adhäsion (Anmerkung der Redaktion: bedeutet so viel wie „Haftkraft“) an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen“, sagt Erstautor Stoyan Dimitrov.  © Oleksandr Latkun/Imago

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Die Sterblichkeit bei Covid-19 war ebenfalls höher: 2.361 Todesfälle wurden registriert, verglichen mit 489 tödlichen Influenza-Verläufen. Wie die Tagesschau weiter informiert, war damit das Risiko, innerhalb von 30 Tagen im Krankenhaus an Covid-19 zu sterben, um 20 Prozent höher als bei einer stationären Behandlung wegen Grippe.

Corona-Schutzimpfungen für Risikogruppen

Auch dank der Mutation des Sars-CoV-2-Virus hin zur Omikron-Variante sind Covid-19-Erkrankungen mittlerweile seltener lebensbedrohlich. Wie die Tagesschau informiert, sieht Ulrike Protzer vom Helmholtz-Zentrum München, dass sich Covid-19 und Influenza in ihren Auswirkungen angleichen. Von Entwarnung könne allerdings keine Rede sein, wie auch Virologe Christian Drosten der Tagesschau zufolge betont. Auch die dänischen Forscher empfehlen deshalb, dass Risikogruppen sich weiterhin gegen Corona impfen lassen sollten, um sich vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.

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