Mit dem Sommer kommen neue Covid-Varianten – was bedeutet das für uns?
VonJasmina Deshmeh
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Auch wenn die Corona-Pandemie vorbei ist: Das Virus ist noch nicht verschwunden und mutiert immer weiter. Die neuen Varianten „FLiRT“ breiten sich rasch aus.
Derzeit macht gleich eine ganze Gruppe neuer Corona-Varianten mit dem charmanten Namen „FLiRT“ in den USA die Runde. Und auch hierzulande wurden schon FLiRT-Varianten nachgewiesen. Doch wie gefährlich sind sie? Welche Symptome sind zu erwarten und wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?
Bisher ist die häufigste Corona-Variante die Omikron-Sublinie JN.1, auf die auch die Impfstoffe angepasst werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte sie bereits im Dezember 2023 als „Variant of Interest (VOI)“ ein, da sie deutlich ansteckender als vorherige Corona-Varianten ist. Aufsehen erregte sie auch, da sie möglicherweise mit ungewöhnlichen Symptomen wie Schlafproblemen und Angststörungen einhergehen soll.
Diese Linie ist mittlerweile mutiert und hat eine ganze Reihe an neuen Varianten hervorgebracht, die als FLiRT-Varianten bezeichnet werden. Eine unter ihnen scheint sich derzeit besonders zu verbreiten: die Variante KP.2 (JN.1.11.1.2), wie die Pharmazeutische Zeitung berichtet. In den USA macht diese Variante bereits 28,2 Prozent der nachgewiesenen Covid-Infektionen aus, wie das Center for Disease Control and Prevention (CDC) meldet. Und auch in Deutschland machte FLiRT nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zwischenzeitlichmit 19 Prozent einen beträchtlichen Anteil unter den nachgewiesenenen Omikron-Sublinien aus.
FLiRT: Variante mit „höherer viraler Fitness“
Doch wie unterscheidet sich KP.2 von früheren Varianten? Eine japanische Arbeitsgruppe um Yu Kaku von der Universität Tokio untersuchte ihre virologischen Eigenschaften und kam zu dem Ergebnis, dass vor allem die effektive Reproduktionszahl (Re) höher ist als bei dem Omikron-Abkömmling JN.1. Der Wert „Re“ gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt und war bei FLiRT 1,26 mal höher als bei JN.1.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Veränderungen am Spike-Protein dazu führen, „dass KP.2 eine höhere virale Fitness aufweist und möglicherweise die weltweit vorherrschende Linie wird“, heißt es in der Studie.
Wirklich Sorgen machen müsse man sich aber nicht, erklärt der US-amerikanische Kardiologe und Vizepräsident der kalifornischen Forschungseinrichtung Scripps Research Eric Topol auf seinem Blog. Er geht davon aus, dass FLiRT-Varianten eine kleine, aber keine signifikante neue Corona-Welle auslösen werden. Das bestätigt auch die WHO, die das von FLiRT-Varianten ausgehende Rsiko als gering einschätzt.
Hygieneregeln beim Husten und Niesen beachten (von anderen Personen wegdrehen, in ein Einwegtaschentuch niesen/husten oder wenn nicht vorhanden, in die Armbeuge niesen, anschließend gründlich Hände waschen)
Bei Covid-Symptomen drei bis fünf Tage zuhause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen meiden
Risikogruppen empfiehlt das RKI zudem zum Schutz vor schweren Verläufen nach wie vor die Covid-19-Schutzimpfung.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.