Grund zur Sorge?

Katze kotzt: Warum sich Ihr Stubentiger erbricht und was Sie dagegen tun können

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Wenn Ihre Katze öfter erbricht, sollten Sie genau hinsehen. Erfahren Sie hier, welche Ursachen hinter dem Verhalten stecken und wie Sie Ihrer Samtpfote helfen können.

Dass sich die eigene Katze erbricht, ist Katzenbesitzern nicht unbekannt. Jedoch sollte zwischen echtem Erbrechen und dem sogenannten Regurgitieren unterschieden werden. Dabei presst die Katze lediglich unverdautes Futter hoch, verspürt dabei jedoch keine Übelkeit. Das regurgitierte Futter wird in unveränderter Konsistenz wieder hochgewürgt und hat im Vergleich zum Erbrochenen keinen säuerlichen Geruch.

Katze erbricht – was es bedeuten kann

Erbrechen Katzen häufiger, sollten Besitzer dringend einen Tierarzt aufsuchen. (Symbolbild)

Da Erbrechen nicht als eigenständige Erkrankung, sondern als Symptom einer Krankheit gewertet wird, sollten Sie darauf achten, welche Erkrankungsanzeichen das Erbrechen begleiten. Denn je nach Ursache kann es außerdem zu folgenden Beschwerden kommen:

  • Erhöhter Speichelfluss oder Übelkeit
  • Fieber oder erhöhte Körpertemperatur
  • Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit)
  • Schmerzen
  • Auffallende Müdigkeit, schlechte allgemeine Verfassung
  • Flüssigkeitsmangel

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Wenn Ihre Katze sich übergeben muss, kann das verschiedene Gründe haben. Hier sind einige mögliche Ursachen und Tipps, wie Sie darauf reagieren können:

  1. Haarballen: Katzen putzen sich gründlich, nehmen dabei aber auch Fell auf. Haarballen können sich im Magen ansammeln und Erbrechen verursachen. Regelmäßige Fellpflege und spezielles Futter gegen Haarballen können helfen. Auch Katzengras kann das Hochwürgen von Grasballen erleichtern.
  2. Stress: Auch Angst, Schmerzen oder Stress können bei Katzen zu Erbrechen führen.
  3. Fremdkörperaufnahme: Katzen erkunden gerne mit ihrem Maul. Das kann dazu führen, dass sie unbeabsichtigt Fremdkörper aufnehmen, die Erbrechen verursachen. Achten Sie darauf, gefährliche Gegenstände fernzuhalten.
  4. Futtermittelunverträglichkeit: Eine plötzliche Änderung des Futters kann zu Magenverstimmungen führen. Wenn Sie das Futter wechseln, tun Sie dies schrittweise, um den Magen Ihrer Katze zu schonen und um etwaige Auffälligkeiten zu beobachten.
  5. Ernsthafte Gesundheitsprobleme: Chronisches Erbrechen kann auf ernstere Gesundheitsprobleme wie Entzündungen, Infektionen, Parasitenbefall oder sogar Tumore hinweisen. Auch eine Vergiftung oder das Fressen von verdorbenem Futter kann zu Erbrechen führen. Bei anhaltendem Erbrechen ist ein Tierarztbesuch ratsam.
  6. Gestörtes Gleichgewichtssystem: Beispielsweise durch eine Autofahrt kann es zu Verletzungen des Kleinhirns kommen. Infolgedessen kann es auch zu Erbrechen kommen.

Katze erbricht sich – welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Erst wenn der Tierarzt eine Ursache für das Erbrechen Ihrer Katze findet und eine Diagnose stellt, kann mit einer entsprechenden Therapie begonnen werden. Bis dahin unterstützen Maßnahmen wie Infusionen, Medikamente oder Schonkost das Wohlbefinden Ihrer Katze.

Zur spezifischen Behandlung der gegebenenfalls zugrundeliegenden Erkrankung wird der Tierarzt wahrscheinlich auf folgende Therapieansätze zurückgreifen:

  • Diät-Maßnahmen bei Futtermittelunverträglichkeiten
  • Behandlung infektiöser Ursachen durch Antibiotika, Virostatika oder Entwurmungsmittel
  • Behandlung verschluckter Fremdkörper oder von Tumoren mittels Operation
  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Gegebenenfalls Schmerzmittel

Zehn No-Gos von Katzen: auf dem Arm getragen werden, laute Geräusche & Co.

Eine schlafende Katze.
Auch wenn sie dabei besonders niedlich und hübsch aussehen, hassen es Katzen, beim Schlafen gestört zu werden. Sie benötigen täglich ausreichend Schlaf, um mit ihrer Energie zu haushalten sowie zur Kontrolle des Stoffwechsels. Genauso wenig schätzen die Stubentiger es im Übrigen, wenn man sie beim Fressen stört. © VWPics/Imago
Eine Katze – man sieht nur ihre Beine – sitzt vor zwei aufeinandergestapelten Mandarinen.
Katzen haben ein feines Näschen und können manche beißenden oder stechenden Gerüche nicht ausstehen. Dazu gehören ätherische Öle, der Geruch bestimmter Lebensmittel oder manche Küchendüfte. Zitrusaromen, Kaffeesatz, Bananenschalen, Zwiebeln, Knoblauch und Essig schlagen manche Katzen direkt in die Flucht. Auch einige Zimmerpflanzen, Blumen oder die ätherischen Düfte von Tannennadeln empfinden Katzen als extrem unangenehm. Der Vorteil: Die meisten der verhassten Pflanzen könnten bei Verzehr giftig sein. Menschengemachte Gerüche wie Haushaltsreiniger und Parfums sind für Katzen überwiegend zu stark und werden daher als störend empfunden. © Pond5 Images/Imago
Ein Babykätzchen versteckt sich.
Neben ihrem feinen Näschen besitzen Katzen auch ein extrem empfindliches Gehör. Damit reagieren sie auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Wird es um sie herum plötzlich laut, können sie nicht zuordnen, weshalb das passiert. Aus diesem Grund ertragen sie keine lauten Geräusche – sogar Streit kann für sie zur Belastung werden. © Panthermedia/Imago
Eine Katze kuschelt sich an eine Frau, die gerade Yoga macht.
Streicheln, kuscheln, anfassen – für Katzen ist das nicht immer ein Genuss. Erfahrene Katzenbesitzer wissen, dass die Stubentiger hin und wieder empfindlich auf Berührungen reagieren können. Lassen Sie die Mieze ihre eigenen Regeln machen und warten Sie am besten darauf, dass sie zu Ihnen kommt. Streicht sie um Ihre Beine oder stupst Sie mit dem Näschen an, möchte sie gestreichelt werden. © Zoonar/Imago
Eine Katze sitzt vor einer geschlossenen Holztüre.
Katzen mögen keine Frustration. Dazu gehören nicht nur verschlossene Türen, sondern auch Spiele, bei denen sie nicht gewinnen können. Bleibt die Belohnung aus oder wird der Jagdtrieb nicht befriedigt, ist es mit der guten Laune vorbei. Verschlossene Türen hingegen widersprechen der neugierigen Natur von Katzen. Hören sie dann auch noch Geräusche dahinter, wie beispielsweise von ihren Besitzern, kann der Katzenjammer schnell groß werden. © Danita Delimont/Imago
Ein Katzenbaby und ein Entenbaby beschnuppern sich.
Die meisten Katzenbesitzer meinen es gut, wenn sie ihren Tieren tief in die Augen blicken. Was sie dabei nicht wissen, ist, dass Katzen das Angestarrt werden als Bedrohung wahrnehmen. Aus Sicht einer Katze ist es höflich, sie nur kurz anzuschauen. Geheimtipp: Möchten Sie Ihrem Liebling sagen, dass Sie ihn lieben, blinzeln Sie ihn langsam, aber kurz an. © Image Source/Imago
Zwei schwarze Katzen beäugen einen Saugroboter misstrauisch.
Katzen können Staubsauger nicht ausstehen. Sie empfinden ihn nicht nur als zu laut, sondern auch als unberechenbar. Kein Wunder: Er bewegt sich durch das ganze Haus und damit, ohne zu fragen, durch ihr Revier. Er reinigt ihre Lieblingsplätze, aus ihrer Sicht, ohne Grund. Nur wirklich gelassene Artgenossen ertragen den saugenden Mitbewohner. © Westend61/Imago
Eine Katze sitzt mit großen Augen auf einem Menschenarm.
Eine Sache, die fast alle Katzenbesitzer tun, die jedoch für die meisten Katzen ein Graus ist: Die geliebten Haustiere hochheben und sie auf dem Arm tragen. Die gelassenen Exemplare lassen die Tortur über sich ergehen, viele wehren sich jedoch vehement dagegen. Der Grund ist eigentlich offensichtlich. Oftmals werden Katzen in dieser Position dazu gezwungen, ihren empfindlichen Bauch zu präsentieren. Sie sind dann verletzlich und empfinden das Getragen werden als unangenehm. © blickwinkel/Imago
Einer Katze wird ein Duschkopf über ihren Kopf gehalten.
Es stimmt, dass viele Katzen wasserscheu sind. Baden ist für diese Tiere aber nicht nur eine reine Qual, sondern in den meisten Fällen auch unnötig. Genauso verhält es sich, wenn ein verärgerter Nachbar den Wasserschlauch auf die Stubentiger hält. Allerdings ist es möglich, junge Kätzchen frühzeitig an Wasser zu gewöhnen. Ob Baden dann notwendig ist, sollten sich Katzenhalter dennoch gut überlegen, denn für gewöhnlich halten sich die Tiere selbst am besten sauber. In Ausnahmefällen wie Verletzungen oder Alterserscheinungen kann ein Bad jedoch eine sinnvolle Ausnahme darstellen. © YAY Images/Imago
Eine Katze leckt ihre Pfoten mit der Zunge.
Katzen sind sehr reinlich und mögen es auch in ihrer Umgebung am liebsten sauber und gepflegt. Altes Futter oder ein schmutziges Katzenklo können die Samtpfoten daher gar nicht leiden. Taucht in der Katzentoilette also ein Häufchen auf, entfernen Sie es besser und stellen damit sicher, dass Ihre Katze auch beim nächsten Bedürfnis ihr Klo und keinen anderen Ort in der Wohnung wählt. © YAY Images/Imago

FAQs – häufig gestellte Fragen

  1. Wie oft ist Erbrechen normal? Ein sporadisches Erbrechen ist normal. Wenn es jedoch häufiger als einmal pro Woche oder mehrmals in Folge auftritt, ist eine Untersuchung notwendig.
  2. Sollte ich Futterentzug versuchen? Verzichten Sie nicht sofort auf Futter. Bieten Sie stattdessen leicht verdauliches Futter an und konsultieren Sie einen Tierarzt.
  3. Wann sollte ich zum Tierarzt gehen? Wenn Erbrechen anhält, von anderen Symptomen begleitet wird oder Ihre Katze lethargisch wird, suchen Sie sofort tierärztliche Hilfe. Auch wenn Blut im Erbrochenen zu sehen ist, ist ein Besuch beim Tierarzt dringend ratsam.
  4. Was macht der Tierarzt? Sie sollten dem Tierarzt ausführliche Informationen über Ihre Katze geben. Nach einer ersten Allgemeinuntersuchung wird er gegebenenfalls erste Maßnahmen, wie eine Infusion zur Stabilisierung des Kreislaufs, treffen. Genaue Hinweise auf eine mögliche Erkrankung erhält der Tierarzt zudem über eine Blutuntersuchung. Beispielsweise verschluckte Fremdkörper oder Tumore kann der Doktor durch bildgebende Verfahren wie Röntgen ausschließen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Thema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Tierarztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern bei Ihrem Tier dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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