Biografie von Elon Musk

Tesla-Ingenieure rebellierten gegen Cybertruck: „Einfach zu seltsam“ 

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2019 wurde der Cybertruck von Tesla vorgestellt. Das Design sorgte auch intern für Unmut. Einige Ingenieure arbeiteten hinter Musks Rücken an einem Plan B.

Es gibt wohl kaum ein Elektroauto, das so gespannt erwartet wird, wie der Tesla Cybertruck. Ursprünglich sollte der 2019 vorgestellte Pick-up seit 2021 vom Band laufen. Doch es kam immer wieder zu Verzögerungen. Und auch intern gab es Zweifel an dem Projekt von Elon Musk.

Die Tesla-Ingenieure waren nämlich alles andere als begeistert vom Cybertruck, wie der Autor Walter Isaacson in seiner Musk-Biografie schreibt. „Einfach zu seltsam“ fand diese das Design der Mock-up-Version des futuristischen Pick-up-Trucks, die ihnen im Sommer 2019 präsentiert wurde. „Die Mehrheit der Leute im Studio hasste es“, zitiert Isaacson laut t3n.de den Designchef Franz von Holzhausen.

Tesla-Ingenieure hassen Cybertruck – Musk bleibt stur

Die Mitarbeiter taten das auch deutlich kund. Mit dem Projekt wollten sie nichts zu tun haben. Bei von Holzhausen stießen sie damit auf Verständnis. Der Designchef hörte sich die Bedenken an und machte deutlich, wie wichtig die Unterstützung der Teammitglieder sei, wie auch GameStar schreibt.

Der Cybertruck kam bei den Tesla-Ingenieuren so schlecht an, das sie eine eigene Version entwickelten.

Bekanntlich ist Geduld nicht gerade eine der Stärken von Musk. Auf die Bedenken seiner Mitarbeiter ging der Tesla-Chef nicht ein.„Ich mache keine Fokusgruppen“, soll Musk gesagt haben. Eine Änderung des Designs kam nicht infrage. Doch damit nicht genug, das Team hatte nur bis November Zeit, um eine fahrbare Version des Cybertrucks zu entwickeln. Diese extrem kurze Deadline führte dazu, dass rund um die Uhr gearbeitet wurde.

Die zehn hässlichsten Autos aller Zeiten: Design-Sünden der Hersteller

Die erste Generation der Mercedes A-Klasse.
Platz 10: Mercedes-Benz A-Klasse. Die ersten Generationen der A-Klasse waren alles andere als eine Schönheit. Seit 2012 kann sich der Kompaktwagen jedoch sehen lassen. Dennoch fliegt die A-Klasse bald aus dem Programm. © Mercedes-Benz AG
Audi A2
Platz 9: Audi A2. Natürlich darf auch der A2 in diesem Ranking nicht fehlen. Hier ging der Nutzen klar vor Design. Mit einem cw-Wert von 0,252 kann der Kompaktwagen locker mit modernen Stromern mithalten. Und auch sonst war der Audi A2 seiner Zeit weit voraus. Vermutlich etwas zu weit, denn 2005 wurde die Produktion nach sechs Jahren eingestellt. Inzwischen genießt der Ingolstädter einen Kult-Status. © Heritage Images/Imago
Ein Chrysler PT Cruiser von 2009 auf der San Diego International Auto Show
Platz 8: Chrysler PT Cruiser. Den Kompatkwagen gab es alternativ auch als Cabrio. Optisch erinnert der PT Cruiser durch seine lange Motorhaube etwas an die Autos der 20er oder 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. 2010 war nach zehn Jahren Bauzeit und einem Facelift dann Schluss. © UPI Photo/Imago
Ford Edsel Villager
Platz 7: Ford Edsel Villager. Ende der 1950er-Jahre führte die Ford Motor Company die Tochtermarke Edsel ein. Ab 1958 ging diese unter anderem mit dem Villager auf Kundenfang. Wirklich beliebt waren die Marke und ihre Modelle damals jedoch nicht. Das lag aber viel mehr an dem ungewöhnlich hohen ovalen Kühlergrill, der so manchen Kritiker an einen Toilettensitz erinnerte. Nach drei Jahren war dann Schluss mit Edsel und dem Villager. Für Ford ein teurer Flop, der fast für den Ruin des US-Autogiganten gesorgt hätte. © Chromorange/Imago
Ein Alfa Romeo SZ.
Platz 6: Alfa Romeo SZ. Nicht schön, dafür aber teuer. Der Alfa Romeo SZ kostete Anfang der 1990er-Jahre sagenhafte 100.000 DM (ca. 51.129 Euro). Der Sportwagen war zudem auf 1.000 Exemplare limitiert. Ob die Italiener wussten, dass der Sportwagen nicht besonders gelungen ist? © Alfa Romeo
Pontiac Aztek
Platz 5: Pontiac Aztek. Von 2001 bis 2005 baute Pontiac diese „Schönheit“. Der Crossover-SUV verkaufte sich immerhin rund 1115.000 Mal. Zu besonderem Ruhm kam der Aztek zudem durch die TV-Serie „Breaking Bad“, in der er von der Hauptfigur Walter White gefahren wird. Allerdings wird der SUV in jeder Episode beschädigt. © Daniel Lippitt/AFP
SsangYong Rodius
Platz 4: SsangYong Rodius. Für einen Platz auf dem Podium hat es für den Koreaner nicht ganz gereicht. Gleiches gilt aber auch für ein eigenständiges Design. Der Kühler erinnert etwas an den PT Cruiser, das Heck hingegen hat man sich bei Mercedes geborgt. Eine Idee, die man womöglich erst hatte, als das Auto schon fertig war, denn es wirkt wie nachträglich aufgesetzt. Trotzdem wurde der Van in zwei Generationen von 2004 bis 2019 gebaut. © SsangYong
Nissan S-Cargo
Platz 3: Nissan S-Cargo. Was aussieht wie ein Modellauto für Kinder, wurde von Nissan tatsächlich von 1989 bis 1992 gebaut. Warum genau wissen wohl nur die Designer und Manager des asiatischen Autobauers. © Nissan
Ein Commuter Tango T600.
Platz 2: Nein, das ist keine optische Täuschung. Der Tang T600 von Commuter Cars ist in der Tat nur 99 Zentimeter breit. Was bei der Parkplatzsuche helfen mag, wirkt optisch, als hätte man einen Smart zu heiß gewaschen oder einen Minivan aus der Schrottpresse gerettet. Doch das Design ist nicht das einzige Problem des Tango T600. Für das kleine Elektroauto werden schwindelerregende 121.000 US-Dollar fällig. Dafür bekommt man aber auch 600 kW Leistung.  © Commuter Cars
Fiat Multipla
Platz 1: Fiat Multiple. Der Sieg geht ganz klar an den Italiener. Zwar versuchte Fiat das Modell mit einem Facelift zu retten, doch wirklich schöner wurde der Van dadurch nicht. 2010 wurde der Multipla nach elf Jahren wieder eingestellt. Bleibt die Frage: Wie konnte dieses Design jemals auf die Straße kommen? © Fiat

Tesla-Ingenieure entwickeln eigenen Cybertruck – ohne Musks Wissen

An der Meinung der Ingenieure über den Cybertruck änderte das natürlich nichts. Einige entwickelten sogar angeblich hinter dem Rücken von Musk eine Alternative. Ob der Tesla-Chef davon wusste und was letztlich aus dem Entwurf wurde, ist leider nicht bekannt.

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Immerhin Ende September soll der Cybertruck endlich an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Schon 2022 hatte Musk den Start für dieses Jahr angekündigt. Ob das letztlich auch klappt oder ebenfalls zu knapp kalkuliert war, wird sich noch zeigen. So waren in den Tesla-Files massive Probleme aufgelistet.

Rubriklistenbild: © Tesla

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