Ab dem 11. Dezember

Bahn-Neuerungen: Mehr Züge, aber höhere Preise – was Reisende wissen müssen

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Jedes Jahr findet der große Fahrplanwechsel der Bahn statt. Auch dieses Mal kündigt der Konzern viele Vorteile für seine Kunden an.

München – Getreu dem Motto „Ein neues Jahr, ein neues Glück“ stellte die Deutsche Bahn ihren neuen Winterfahrplan für 2022/2023 vor. Versprochen werden mehr Züge, mehr Sitzplätze, ein neuer ICE und teurere Tickets. Auf die Kunden der Bahn kommt in den nächsten Monaten einiges zu. Der Fahrplanwechsel findet bereits zum 11. Dezember statt. Hier erfahren Reisende alles, was sie wissen müssen.

Deutsche Bahn erhöht zum Fahrplanwechsel die Preise

Die schlechte Nachricht vorneweg: Die Bahn erhöht die Preise um durchschnittlich 4,9 Prozent. Die Flex-Tickets sollen sogar im Schnitt 6,9 Prozent teurere werden. Auch die Bahncard-Angebote werden teurer. Die Super-Sparpreise und die Sitzplatzreservierungen sind von der Preiserhöhung nicht betroffen.

Mit dem Wechsel wird auch die neue Schnellfahrstrecke zwischen Wendlingen und Ulm eröffnet. Das hat Auswirkungen auf die Fahrtzeit zwischen NRW und Bayern. Denn die Verbindungen zwischen Köln über Stuttgart nach München sowie die Strecke Stuttgart über Ulm nach München werden etwa 15 Minuten schneller sein. Vorausgesetzt, der Zug hat keine Verspätung. Die Bahn kündigte außerdem an, die Anzahl der Fahrten um 20 auf 90 zu erhöhen.

Deutsche Bahn stellt neuen ICE vor – mehr Platz für Reisende

Der Platzmangel und das resultierende Gedrängel in den Waggons könnte bald ein Ende finden. Die Anzahl der Fahrten sollen im Allgemeinen erhöht werden, Linien verlängert und der XXL-ICE 4 eingesetzt werden. Dadurch ist eine Steigerung der Sitzplätze um etwa 60 Prozent möglich. Davon profitiert wieder die Verbindung von München über Ulm nach Stuttgart bis hin zum Frankfurter Flughafen. Entlastung bietet dies auch für Verbindungen zwischen Bremen und Köln mit Halt in Osnabrück sowie Münster.

Der neue ICE 3neo am Frankfurter Hauptbahnhof.

Ein weiteres Highlight der Bahn: der neue ICE 3neo. Dieser startete seine Fahrten zwischen Dortmund, Köln und München. Zusätzlich soll er an Samstagen auch auf der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Ulm und Wendlingen fahren. Weitere ICE-Züge sollen im Laufe des nächsten Jahres bis zu 19.000 Sitzplätze schaffen.

Bahn: Verbindungen ins Ausland werden ausgebaut

Die Bahn baut auch ihre Verbindungen in das Ausland aus. Zunächst soll die Strecke von Stuttgart nach Zürich eine zusätzliche Hin- und Rückfahrt erhalten. Die Anzahl der Direktverbindungen sollen im Oktober 2023 von acht auf 13 Fahrten steigen. Die Verbindung von Berlin nach Warschau werden ab März 2023 in Zusammenarbeit mit der polnischen PKP ein zusätzliches sechstes Zugpaar erhalten. Des Weiteren verkürzt sich die Reisezeit um zehn Minuten.

Die Bahn führt auch eine neue Nachtzuglinie im IC-Sitzwagen ein. Außerdem wird es eine Verbindung zwischen Zürich und Berlin geben sowie zwischen Zürich und Prag mit Halt in Erfurt, Halle und Leipzig. Die Verbindung zwischen Zürich und Hamburg mit zusätzlichem Halt in Heidelberg, Darmstadt, Hanau, Verden und Nienburg wird ausgebaut. Der Nachtzug von München nach Venedig, Rijeka, Zagreb, Wien und Budapest soll bereits in Stuttgart starten. Außerdem halten die Nachtzüge vor München noch in Göppingen, Ulm und Augsburg.

Ob der neue Plan tatsächlich mehr Glück bringt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Mit unserem Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe. (vk)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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