VonKarolin Schaeferschließen
Nadja Katzschließen
Im Frühling ist das Wetter in Deutschland eher wechselhaft. Doch mit diesen Ausflugs-Ideen genießen Sie die länger werdenden Tage – auch bei Regen.
Kassel – Mit dem kalendarischen Frühlingsbeginn am 21. März ist die Saison der wärmeren Tage eingeläutet. Und auch wenn das Wetter hier und da oftmals wechselhaft ist und Regen, Sonne oder sogar Schnee sich die Klinke in die Hand geben – die längeren Sonnentage steigern die Stimmung und laden ein, die Freizeit in der Natur zu verbringen.
Hobbygärtner haben es leicht bei der Wahl der Outdoor-Aktivität, denn im Garten ist ja sowieso fast immer – und erst recht im Frühling – genug zu tun. Doch auch Garten-Muffel können sich an den Landschaftskünsten anderer erfreuen: Herrschaftliche Schlossgärten und botanische Sammlungen öffnen im Frühling wieder die Tore zu ihren prachtvoll bepflanzten Beeten.
Ausflugstipps im Frühling: Es blüht in Gärten und Parks
Im Palmengarten in Frankfurt am Main gibt es noch bis Mitte April Kamelien und Azaleen in ihrer Blüte zu sehen. Farblich rangieren die zwei Klassiker der botanischen Sammlung zwischen weiß, rot und pink. Mal intensiver, mal blasser, mal gemustert. Bis Ende April ist hier außerdem Flatterzeit im Blüten- und Schmetterlingshaus. Die Gäste dürfen tropische Schmetterlinge aus nächster Nähe bestaunen. Viele der Gewächshäuser und auch das Schmetterlingshaus sind überdacht. Somit sind sie auch für Ausflüge an Regentagen geeignet.
- Ausflugsorte für Pflanzen- und Naturliebhaber
- Palmengarten in Frankfurt am Main
- Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel
- Wetterpark Offenbach
Nach Kassel lockt der Bergpark Wilhelmshöhe mit seinem Baum‐ und Pflanzenreichtum, Museen und natürlich mit dem Herkules-Denkmal. Auf einem Monument mit Aussichtsplattform thront die über acht Meter große Figur, das Wahrzeichen der Stadt. Von der Plattform erstreckt sich die Sicht über die Mittelgebirge vom Harz bis zur Rhön. Bei Regen wartet das Schloss Wilhelmshöhe gleich mit mehreren Museen auf.
Wer das Wetter selbst zum Thema des Ausflugs machen will, wird im Rhein-Main-Gebiet fündig. Im öffentlich zugänglichen Park der Stadt Offenbach – der Heimatstadt des Deutschen Wetterdienstes (DWD) – dreht sich alles um Klima und Meteorologie. Der 20.000 Quadratmeter große Lehr- und Erlebnispfad vermittelt an verschiedenen Stationen das Zusammenspiel von Sonne, Luft und Wasser. Das Besucherzentrum bietet Führungen an.
Tipps für den Frühling in Deutschland: Natur vom Wasser aus genießen
Die Natur aus nächster Nähe erleben und sich dabei auch noch körperlich auslasten, das geht zum Beispiel mit Kanu-Touren. Die Paddel-Abenteuer erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und die Angebote für geführte Ausflüge zu Wasser sind zahlreich. Zudem eignet sich für Naturliebhaber gerade der Frühling als Paddel-Saison, denn im Sommer sind viele Gewässer bereits überlaufen.
Auch in Großstädten gibt es Kanu-Touren, die zu Stadtbesichtigungen aus ungewohnten Perspektiven einladen. Heidelberg lässt sich etwa vom Neckar aus betrachten, in Berlin kann man die Paddel auf der Spree schwingen. Für alle, denen das zu schnell geht: Wie wäre es mit einem Stand-Up-Paddle (SUP)? Die Boards erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit.
Bei dieser Wassersport-Art steht man auf einem Board und bewegt sich mithilfe eines Paddels fort. Gute Balance ist hier gefragt. Wer kein eigenes SUP hat, kann sich vielerorts auch eins ausleihen. Das ist unter anderem bei einigen Verleihen in Kassel möglich, um ein paar Stunden auf der Fulda zu genießen.
Ausflugstipps im Frühling: Waldspaziergänge, Tierparks und Kräuterwanderungen
Der Frühling lädt bei den ersten Sonnenstrahlen besonders zu Spaziergängen im Wald ein, etwa durch den nordhessischen Habichtswald. Die Bäume und Blumen beginnen zu blühen, Vogelgezwitscher weckt Frühlingsgefühle – hin und wieder lassen sich auch Rehe beobachten.
Diese und weitere Wildtiere können aus nächster Nähe auch in Wildparks bestaunt werden. Ab April hat der Tierpark Sababurg täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Neben Führungen und Erlebnistagen gibt es auch ein überdachtes Tierparkmuseum für regnerische Tage. Auch die Fasanerie Wiesbaden lockt Besucher mit über 40 Tierarten sowie zahlreichen Pflanzen und Gewässern. Hier ist der Eintritt sogar kostenlos.
Etwas außergewöhnlicher sind dagegen sogenannte Kräuterwanderungen. Dabei lernen die Teilnehmenden alles über essbare Wildpflanzen wie Brennnessel oder Löwenzahn. Solche Wanderungen sind etwa im Oldenwald in Südhessen möglich. Im Frühling bietet sich auch auf eigene Faust eine Bärlauch-Wanderung an. Das Kraut wächst bis Ende Mai laut Naturschutzbund (Nabu) in krautreichen, schattigen Laubwäldern. Doch Vorsicht: Mit zwei giftigen Pflanzen sollten Sie Bärlauch nicht verwechseln.
Tipps für Regentage im Frühling: Bergwerk und Tropfsteinhöhlen bestaunen
Bei regnerischen Tagen im Frühling bietet sich ein Besuch im Bergwerk oder in einer Tropfsteinhöhle an. Kunstvoll gewachsene Stalaktiten und Gesteinsformationen können so etwa in der Atta-Höhle in Attendorn bestaunt werden. Bei der Iberger Tropfsteinhöhle im Harz handelt es sich dagegen um ein ehemaliges Korallenriff. Abenteuer mit Grubenfahrt lassen sich im Besucherbergwerk Ramsbeck im Sauerland erleben. Unterirdische Führungen gibt es auch im Erlebnis Bergwerk Merkers. (na/kas)
Rubriklistenbild: © Peter Hartenfelser/Imago


