VonVivian Wergschließen
Steht der Frühling in den Startlöchern, ruft es die Rasen-Pflege auf den Plan. Das müssen Sie jetzt für einen gepflegten Garten beachten, damit der Sommer kommen kann.
Kassel – Wenn im Frühjahr die Temperaturen langsam wärmer werden, ist es an der Zeit, mit der Rasenpflege zu beginnen. Denn schließlich will man sich im Sommer über einen gepflegten und sattgrünen Rasen freuen. Damit das gelingt, ist es wichtig, dass im März und April die Rasenflächen entsprechend vorbereitet werden; und auf der Grundlage, die schon im September geschaffen wurde, aufzubauen.
Rasen im Frühling pflegen: Was Hobby-Gärtner beachten sollten
Entfernen Sie alle Laubreste und kleinere Äste. Sind Maulwürfe aktiv, können die Maulwurfshügel entweder flach getreten oder mit einer Schaufel abgetragen werden. Gibt es einen Moos-Befall, kann ein Nährstoffmangel der Grund sein. Laut Experten ist der Boden dann meist zu sauer. Eine Bodenanalyse gibt Auskunft über den Nährstoffgehalt. Wie Hausgarten.net schreibt, kann ein sogenannter Vertikutierer Abhilfe leisten. Dieser entfernt das Moos und belüftet den Rasen. Auch ein einfaches Hausmittel kann dabei helfen, Moos loszuwerden.
Häufig wird auch empfohlen, den Rasen zu kalken. Dafür muss die Rasenfläche vorher aber gründlich vertikutiert werden. Wird normalerweise fünf Millimeter tief vertikutiert, sollten es bei problematischen Rasenflächen ein bis zwei Zentimeter sein, wie Jörg Korfhage vom Heimwerker- und Garten-Verein „DIY Academy“ gegenüber der Deutschen Presse-Agentur empfiehlt.
Vorab gründliches Vertikutieren ist deshalb notwendig, weil der neue Rasensamen dadurch überall Bodenkontakt bekommt und so gute Keim- und Entwicklungsbedingungen hat. Dann geht es ans Kalken. Falsch angewandt, kann das chemische Mittel laut Gartenexperte Dieke van Dieken jedoch genau das Gegenteil bewirken.
Rasenpflege: Wie Sie Ihren Rasen richtig kalken
Moos im Rasen sehen Hobbygärtner nicht gerne. Es ist extrem anpassungsfähig, ein zu niedriger pH-Wert des Bodens kann das Wachstum der ungeliebten Landpflanze begünstigen. Kalken kann dabei helfen, den Rasen vom Moos zu befreien. So sollten Sie laut Gartenexperte van Dieken vorgehen:
- Nur bei Bedarf kalken: Zum Beispiel, wenn der Boden übersäuert ist. Denn das wirkt sich nicht nur negativ auf die Nährstoffverfügbarkeit in der Erde aus, sondern auch auf das Graswachstum.
- Erst messen, dann kalken: Überprüfen Sie vor dem Kalken den pH-Wert des Bodens, damit Sie richtig düngen und dem Gras Kalk bedarfsgerecht zuführen können. Im Gartencenter sind fertige Testsets für wenig Geld erhältlich.
- Idealer Zeitpunkt zum Kalken: Im Frühjahr bevor das Gras wächst oder im Herbst. Am besten einen Tag auswählen, wo die Sonneneinstrahlung nicht so stark ist, sonst sind Verbrennungen bei den Rasengräsern die Folge.
- Augen auf bei der Wahl des Kalkproduktes: Zum Kalken des Rasens am besten Kohlensauren Kalk (im Fachhandel als Gartenkalk bekannt) verwenden. Finger weg vom Branntkalk. Dieser bringt zwar schnellere Ergebnisse, ist jedoch aggressiver und gesundheitsgefährdend – für Mensch und Umwelt.
- Die Menge machts: Kalk mit Augenmaß anwenden. Zu viel Kalk kann dem Boden genauso schaden, wie Kalk-Mangel. Mit einem Streuwagen lässt sich der Kalk gut dosieren.
- Entweder oder: Nicht gleichzeitig düngen und kalken, da sich die Wirkung beider Stoffe aufheben können.
- Wichtig: Vor dem Kalken erst mähen oder vertikutieren. Im Anschluss den Rasen wässern.
Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren




Rasen-Pflege: Niedriger pH-Wert ist ein Indikator für das Kalken
Laut Utopia.de, sind der pH-Wert von 5,5 bis 6, die idealen Voraussetzungen, damit der Rasen gut wächst. Liegt der Wert darunter, muss gekalkt werden. Ist er jedoch weit darüber, sollte unbedingt auf das Kalken verzichtet werden. Graspflanzen könnten absterben und den Nährboden für Unkräuter schaffen. Mit den richtigen Geheimtipps können Sie jedoch lästiges Unkraut loswerden.
Nach dem Kalken sollte der Rasen gewässert werden und mindestens vier Wochen lang ruhen, also nicht betreten werden, damit er den Stoff aufnehmen kann. (Vivian Werg)
Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

