Gesunde Ernährung zur Vorbeugung von Krankheiten

Diabetes: Nicht nur Zucker erhöht das Risiko, sondern auch eine verbreitete Gewohnheit am Esstisch

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Salz gehört für viele Menschen auf den Tisch und auch auf ihre Mahlzeiten. Häufiges Nachsalzen kann jedoch gesundheitliche Schäden und Diabetes fördern.

Als die wichtigsten Ursachen von Diabetes-Typ-2 gelten laut Informationen des Bundesministerium für Gesundheit nicht nur eine erbliche Veranlagung, Übergewicht und Bewegungsmangel. Auch Rauchen und eine unausgewogene Ernährung können das Risiko für die Entstehung von Typ-2-Diabetes begünstigen. Bekannt ist, dass insbesondere eine ballaststoffarme sowie fett- und zuckerreiche Ernährungsweise unzuträglich sein kann. Wie Wissenschaftler laut der Deutschen Ärztezeitung herausgefunden haben, sind jedoch auch Menschen, die beim Essen nachsalzen, wohl gefährdeter.

Diabetes-Typ-2: Menschen, die beim Essen nachsalzen, haben ein höheres Risiko

Wer immer nachsalzt, hat ein höheres Risiko für Diabetes.

In seiner Studie, die im Fachmagazin Mayo Clinic Proceedings veröffentlicht wurde, befragte ein Forscherteam um Prof. Lu Qi von der School of Public Health and Tropical Medicine, Tulane University, rund 403.000 Erwachsene nach ihrem Salzgebrauch. Denn aus früheren Studien weiß man bereits, dass ein hoher Salzkonsum ein Hauptrisikofaktor für Bluthochdruck (Hypertonie) ist. Diese Patienten leiden zudem oftmals unter Diabetes-Typ-2. So wurden die Teilnehmer gefragt, wie häufig sie ihren Mahlzeiten Salz hinzugeben. Allerdings sollten sie nicht angeben, wie viel Salz sie beim Kochen verwendeten.

Die Ergebnisse der Studie zeigten schließlich, dass 13.120 Studienteilnehmer über einen Nachbeobachtungszeitraum von rund zwölf Jahren einen Typ-2-Diabetes entwickelten. Demnach hatten Personen, die ihren Mahlzeiten „immer“ Salz hinzufügten im Vergleich zu den Teilnehmern, die „niemals“ oder „selten“ Salz verwendeten, ein um 39 Prozent höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken. Bei Menschen, die „üblicherweise“ nachsalzten, war das Risiko um 20 Prozent erhöht und bei denjenigen, die „manchmal“ Salz hinzufügten um 13 Prozent.

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Diabetes-Risiko steigt durch Salzkonsum: BMI spielt dabei auch eine Rolle

„Wir wussten bereits, dass eine Reduzierung des Salzverzehrs das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Hypertonie verringern kann, aber diese Studie zeigt nun erstmals, dass es auch zur Prävention von Typ-2-Diabetes beitragen kann, wenn man den Salzstreuer vom Tisch nimmt“, erklärt Hauptautor Prof. Lu Qi in einer Mitteilung. Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass der Zusammenhang zwischen Salzkonsum und Diabetes unter anderem auch mit dem Body-Mass-Index (BMI) verknüpft war.

Menschen mit Bluthochdruck und Diabetes-Typ-2 weisen viele gemeinsame Risikofaktoren wie Übergewicht, ungesunde Ernährungsweise und Bewegungsmangel auf. Der Grund für den beobachteten Zusammenhang konnten die Forscher bislang nicht klären. Dazu bedarf es weiterer Studien. Möglicherweise könnte es laut dem Hauptautor jedoch sein, dass Salz die Menschen dazu anregt, größere Portionen zu essen. Dadurch könnte die Gefahr steigen, Risikofaktoren wie Adipositas und Entzündungen zu entwickeln.

Erste Anzeichen von Diabetes: Zehn Symptome können ein Warnzeichen sein

Frau trinkt Wasser
Diabetes ist im Volksmund auch als Zuckerkrankheit bekannt. Wer zu hohe Blutzuckerwerte mit einem angehenden Diabetes hat, ist verstärkt durstig. Die Niere versucht, den überschüssigen Zucker (Glukose) im Körper auszuscheiden, indem Wasser gebunden wird und somit Flüssigkeit entzogen wird. Die Folge: ein starkes Durstgefühl. © BRUNO / IMAGE POINT FR / BSIP / Imago
Toilette
Wer vermehrt Harndrang verspürt, insbesondere nachts, sollte seine Blutzuckerwerte überprüfen lassen: Übersteigt der Glukosespiegel im Blut die Kapazität der Nieren, versucht der Körper über die Blase den überschüssigen Zucker loszuwerden. Das führt zu häufigem Wasserlassen. © sasirin pamai/Imago
Frau im Sitzen mit Schmerzen im Unterleib
In der Regel sind vor allem Frauen von ständigem Harndrang und Blasenentzündungen betroffen, auch bei Diabetes. Der überschüssige Blutzucker wird über die Niere in den Urin abgegeben, sodass er einen zusätzlichen Nährboden für Bakterien bietet. © Alla Rudenko/Imago
Frau mit Wadenkrampf
Ein Diabetes kann sich bei Betroffenen durch verstärkte und regelmäßige Muskelkrämpfe bemerkbar machen, insbesondere in den Waden oder Füßen. Diese Krämpfe sind ein Hinweis für einen gestörten Mineralstoffhaushalt aufgrund des Flüssigkeitsverlusts. Bei einer fortgeschrittenen Zuckerkrankheit können Muskelkrämpfe auf Nervenschäden hindeuten, so die „Apotheken Umschau“. © YAY Images/Imago
Schläfriger Mann am Steuer
Zu den ersten Anzeichen eines Diabetes zählt starke und anhaltende Müdigkeit. Der überschüssige Zucker im Körper hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel und die Energieversorgung, was zum Teil bleierne Erschöpfung zur Folge hat. © imageBROKER/Isai Hernandez/Imago
Augen eines Mannes
Ein charakteristisches Anzeichen von Diabetes ist verschwommenes Sehen, verbunden mit einer Sehverschlechterung und wechselnden Sehstärke. Insbesondere wenn jemand Menschen morgens verschwommen und nachmittags eher scharf sieht, kann das auf einen noch nicht entdeckten Diabetes mellitus hindeuten. Die schnellen Veränderungen der Sehschärfe sind auf die Blutzuckerschwankungen zurückzuführen, wie es die „Pharmazeutische Zeitung“ erläutert. © MBtoo/Imago
Frau juckt sich am Handgelenk
Der Wasserverlust, auch bedingt durch den Harndrang, hat Auswirkungen auf die Haut, die nicht mehr richtig mit Flüssigkeit versorgt wird. Menschen mit Diabetes leiden häufig unter trockener, rissiger und für Verletzungen anfällige Haut. © BRUNO / IMAGE POINT FR / BSIP / Imago
Fuß mit eingebundenem Zeh
Menschen mit Diabetes haben zusehends eine empfindsame Haut, die zu Rissen und Wunden neigt, insbesondere an den Füßen (sogenannter „Diabetischer Fuß“). Durch die Zuckerkrankheit ist die Funktion der Nerven geschädigt und der Blutfluss gestört, was Druckstellen und Verletzungen begünstigt. © ninun/Imago
Frau mit Schwindel
Bei einem Diabetes kommt es nicht selten zu einem zuckerbedingten Schwindel, was auf neuronale Störungen vor allem in den Füßen zurückzuführen ist. Dadurch fällt es Betroffenen schwer, gleichmäßig zu laufen, so die „Apotheken Umschau“. © Science Photo Library/Imago
Frau mit Keksen
Hungergefühl und Appetitlosigkeit im Wechsel zählen zu typischen Symptomen, die mit einem Diabetes und dem schwankenden Insulinspiegel einhergehen. Ein abfallender Blutzuckerspiegel fördert den Appetit, wohingegen ein hoher Zuckerspiegel im Blut die Insulinausschüttung anregt und das Sättigungsgefühl beeinflusst. © FlotJet/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Lasse Kristensen/IMAGO

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