Empfindliche Tropenpflanze

Dipladenia überwintern – diese zwei Tipps sind entscheidend

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Dipladenien gelten als farbintensive Dauerblüher.
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Die Dipladenia ist für ihre prächtigen Blüten bekannt. Doch wussten Sie, dass die Pflanze bei der richtigen Pflege mehrjährig ist? Das sollten Sie beim Überwintern beachten.

Mit ihrer üppigen und exotischen Blüte sind Dipladenien aus Gärten und Terrassen nicht wegzudenken, denn sie bilden zwischen Mai und September immer wieder neue Knospen aus. Doch was macht man, wenn der Winter kommt? Die hübsche Tropenpflanze muss nach dem Sommer nicht einfach auf dem Müll landen. Hier lesen Sie die wichtigsten Tipps, um Ihre Mandevilla richtig zu überwintern.

Die Dipladenia – eine Tropenpflanze mit Ansprüchen

Dipladenien sind mehrjährig, zumindest, wenn man sie adäquat überwintert. Da die Pflanze aus den Tropen es warm und sonnig mag, ist die Versuchung groß, sie im Winter einfach im flauschig warmen Wohnzimmer zu überwintern. Doch das wäre fatal. Beherzigen Sie daher die folgenden zwei Tipps.

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1. Nicht zu warm, nicht zu kalt

Ist die Temperatur schon einmal angenehm, ist das Schwierigste geschafft. Denn sinkt die Temperatur unter acht Grad, erfrieren die empfindlichen Pflanzen. Die Züchtung Mandevilla laxa ist eine Ausnahme. Sie verträgt sogar Temperaturen bis null Grad Celsius und kann im Garten eingepackt sogar kurzen Frost bis zu minus fünf Grad Celsius wegstecken. Bei einer konstanten Temperatur zwischen acht bis zehn Grad stellen die Pflanzen ihr Wachstum ein. Wärmer als zwölf Grad sollte es allerdings auch nicht sein, denn unter diesen Voraussetzungen bildet die Dipladenia immer weiter neue Blüten, allerdings in den Folgejahren nicht.

Winterschutz für Ziergräser – bei welchen er nötig ist und wo man es lassen sollte

Frau beim Hochbinden von Pampasgras
Hohe Gräser wie Pampasgras werden durch das Zusammenbinden nicht nur vor Schnee, sondern auch vor Regen geschützt. Dies wiederum verhindert Fäulnis im Inneren. © VIADATA/Imago
Chinaschilf Miscanthus sinensis im Winter
Andere höhere Gräser wie das Chinaschilf (Miscanthus-Arten) kann man zusammenbinden, muss man aber nicht. Am besten stützt man sie zusätzlich mit einem Stab in der Mitte, damit sie gegen Schneedruck und Winterstürme geschützt sind. © Zoonar/Imago
Riesen-Federgras (Stipa gigantea)
Das Riesen-Federgras (Stipa gigantea) mag trockene Böden und sollte im Winter nicht eingepackt werden. © Depositphotos/Imago
Arundo donax, Pfahlrohr, hoher Gräserhorst im Sommer
Sehr zu empfehlen ist ein Winterschutz für das Pfahlrohr (Arundo donax): Die Halme zusammenbinden, mit Laub mulchen und in Vlies einpacken. © Zoonar/Imago
Blauschwingelgras (Festuca glauca) im Topf mit Schneehaube
Blauschwingelgras (Festuca glauca) kommt mit Schnee gut klar und verzeiht einen Winterschutz nicht – es wird wahrscheinlich verfaulen. © Depositphotos/Imago
Silberährengras (Stipa calamagrostis)
Keine Abdeckung erwünscht: Wie für andere Ziergräser trockener Standorte ist Staunässe, die sich unter Vlies leicht bildet, auch für das Silberährengras (Stipa calamagrostis) verheerend. Außerdem zeigt das Gras so bis tief in den Winter hinein seine attraktiven Rispen. © McPHOTO/Imago
Blaustrahlhafer (Helictotrichon sempervirens)
Finger weg vom Blaustrahlhafer (Helictotrichon sempervirens): Die Pflanze mag es nicht, im Winter eingepackt zu werden. © Dreamstime/Imago
Blühende Haimsimsen (Luzula nivea)
Manche immergrüne Gräser wie die Haimsimsen (Luzula nivea) sind zwar sehr winterhart, vertragen aber die Wintersonne nicht, der sie wegen unbelaubter Bäume oft ausgesetzt sind. Um die Halme zu schützen, bedeckt man sie daher mit Laub. © Depositphotos/Imago
Carex morrowii, Japan Segge wintergrün im November, mit Laub
Auch die Halme wintergrüner Seggen-Arten wie der Japan-Segge (Carex morrowii) schützt man im Winter mit Laub vor der Sonne. © Zoonar/Imago
Japanische Blutgras (Imperata cylindrica) in Kübel
Ziergräser im Topf oder Kübel benötigen einen zusätzlichen Schutz mit Vlies oder Kokosmatten, da die Erde leichter gefriert. Dies gilt besonders für das Japanische Blutgras (Imperata cylindrica). Es ist auch im Freiland nur bedingt winterhart. © imagebroker/Imago

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2. Der ideale Standort

Der Keller und die Garage eignen sich nicht zum Überwintern, da sie zwar unter Umständen die richtige Temperatur besitzen, allerdings viel zu dunkel sind. Ideal sind der Wintergarten, das Treppenhaus oder das beheizte Gewächshaus. Direkte Sonnenstrahlung braucht die Dipladenia im Winter hingegen nicht.

Gießen Sie die Mandevilla im Winter nur noch mäßig und immer nur so viel, dass die Erde nicht austrocknet. Gedüngt werden muss sie im Winter nicht. Achten Sie zudem darauf, das Winterquartier regelmäßig zu lüften, denn dies beugt einem Schädlingsbefall vor.

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