Vorsicht vor Manipulation

Drei Sätze, mit denen Narzissten gezielt verunsichern

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Gaslighting ist eine manipulative Taktik, die häufig von Narzissten eingesetzt wird. In Beziehungen zeigt sich diese perfide Methode oft in Form von bestimmten Aussagen.

Ein Narzisst zeichnet sich durch ein starkes Bedürfnis nach Bewunderung und Anerkennung aus, oft gepaart mit einem übertriebenen Selbstwertgefühl. Er hat einen ausgeprägten Drang, im Mittelpunkt zu stehen, und sucht häufig Bestätigung von anderen, um das eigene Ego zu stärken. Dabei fehlt es ihm häufig an Empathie für die Gefühle und Bedürfnisse anderer. Trotz seines äußeren Selbstbewusstseins kann ein Narzisst jedoch eine starke Verletzlichkeit gegenüber Kritik oder Ablehnung zeigen. Dies kann die Kommunikation besonders schwer machen. Insbesondere auch, da Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung dazu neigen, ihr Gegenüber durch das sogenannte Gaslighting zu verunsichern.

Narzissten erkennen: Was ist Gaslighting?

Fühlt sich ein Mensch mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung in seinem Ego gekränkt, greift er nicht selten zu Taktiken der psychischen Manipulation wie Gaslighting.

Gaslighting ist eine Form psychischer Gewalt, bei der das Opfer durch Lügen und Verleugnung dazu gebracht wird, an der eigenen Wahrnehmung zu zweifeln. Besonders in Beziehungen mit Narzissten tritt dieses Verhalten häufig auf, da Personen mit narzisstischen Zügen oft manipulative Taktiken anwenden, um Kontrolle zu erlangen. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Theaterstück „Gas Light“ von Patrick Hamilton aus dem Jahr 1938, in dem ein Mann seine Frau in den Wahnsinn treibt, indem er ihre Wahrnehmung der Realität infrage stellt.

Typische Merkmale von Gaslighting sind:

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Drei Sätze, die auf Gaslighting hindeuten

In Beziehungen kann Gaslighting durch bestimmte Aussagen erkennbar werden, die das Opfer verunsichern sollen. Drei typische Sätze sind:

  1. „Das bildest Du Dir ein! Das habe ich nie gesagt“ – Diese Aussagen zielen darauf ab, das Opfer glauben zu lassen, seine Wahrnehmung sei fehlerhaft.
  2. „Du regst dich über Nichts auf!“ – Hier wird die emotionale Reaktion des Opfers heruntergespielt, um es zu verunsichern.
  3. „Du denkst ja nicht klar.“ – Mit dieser Aussage wird das Opfer dazu gebracht, an seiner geistigen Gesundheit zu zweifeln.

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Eine Frau sitzt und schreibt in ein Notizbuch.
Schreiben Sie Tagebuch: Wer seine Gedanken und Gefühle aufschreibt, sieht viele Dinge meist klarer. Egal ob es sich um Wünsche, Träume oder Erinnerungen handelt - Schreiben Sie auf, was Ihnen durch den Kopf geht. Schreiben hilft, die eigenen Gedanken zu reflektieren und Erlebnisse von einem anderen Sichtpunkt wahrzunehmen.  © Tanya Yatsenko/Imago
Creative Highlights Symbolbilder Artist hands covered in paint. Young painter. Art concept. Las Palmas de Gran Canaria,
Nehmen Sie sich Zeit kreativ zu sein: Egal ob Musik, Tanz oder Kunst - Wer kreativ ist, vergisst für einen Moment alles um sich herum. Ängste und Sorgen treten in den Hintergrund. Dafür müssen Sie keinesfalls ein großer Künstler sein. © Cavan Images via www.imago-images.de
Eine Mädchen-Hand greift nach einer Blume.
Verbringen Sie Zeit in der Natur: Körperliche Bewegung in der Natur hat einen positiven Effekt auf das seelische Wohlbefinden. Sport, aber auch schon ein Spaziergang helfen das Stresshormon Cortisol abzubauen und sorgen dafür, dass das Gelückshormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet wird. Bewusst Zeit in der Natur zu verbringen, hilft außerdem das Gedankenkarussell im Kopf zu stoppen.  © Imago
Eine junge Frau im Regenmantel breitet ihre Arme in der Natur aus.
Üben Sie Selbstakzeptanz: Wer sich selber so akzeptiert - mit allen Schwächen und Stärken -, zeigt auch mehr Verständnis für andere. Statt sich ständig innerlich zu kritisieren, hilft es aufbauend und tröstend mit sich selber zu sprechen. Dabei kann es helfen den eigenen Dialogue so aufzubauen, als ob man mit einem geliebten Menschen sprechen würde.  © Cavan Images/Imago
Jemand hält ein Geschenk in den Händen.
Machen Sie sich selber ein Geschenk: Niemand anders als Sie selbst ist dafür verantwortlich, dass es Ihnen gut geht. Wer sich hin und wieder selbst belohnt, steigert sein Wohlbefinden und damit auch sein Selbstwertgefühl.  © nndanko / Imago
Ein Kind läuft durch den Sand.
Seien Sie achtsam: Wer seinen Alltag achtsam gestaltet, ist laut Studien besser in der Lage mit Rückschlägen und Problemen umzugehen. Entspannungsübungen und Meditationen helfen Stress und negative Emotionen besser zu verarbeiten.  © Hodei Unzueta/Imago
IMAGO Nature: Unsere Erde, Umweltprobleme, Überbevölkerung From above unrecognizable people walking on zebra crossing o
Reduzieren Sie Stress: Wer von einem Termin zum nächsten hetzt, tut Körper und Seele keinen Gefallen. Dauerstress macht nachweislich krank. Planen Sie bewusst Ruhephasen ein und lassen Sie ausreichend Platz zwischen Terminen. Jeder braucht auch mal Zeit zum Durchatmen.  © IMAGO/Mikel Ponce
Eine Frau schaut mit traurigem Blick aus dem Fenster.
Fühlen Sie alle Emotionen: Statt Trauer oder Ärger zu verdrängen - und diesen Gefühle damit noch mehr Kraft zu geben - kann es helfen, sich klar zu machen, dass auch diese Emotionen zum Leben gehören. Misserfolge, Fehler und Enttäuschungen sind Teil der menschlichen Erfahrung und bringen uns weiter.  © Alberto Menendez/Imago
Frau im Rollstuhl hält Hand einer Pflegerin.
Helfen Sie anderen Menschen: Wie gut es tut, anderen zu helfen, haben viele Menschen verlernt. Wer keine Zeit hat direkt ein Ehrenamt zu übernehmen, kann beispielsweise damit anfangen, seinen Liebsten Unterstützung anzubieten. © ALFO/Imago
Vier Freunde, die gemeinsam in einem Innenhof essen und gerade anstoßen. (Symbolbild)
Pflegen Sie Ihre Freundschaften: Nehmen Sie sich Zeit Beziehungen zu Ihren Mitmenschen, Freunden und Familie zu pflegen. Es hilft zudem über Dinge, die einen belasten mit anderen zu teilen und sich einer nahestehenden Person anzuvertrauen.  © Philipp Dimitri/Imago

Hilfe im Umgang mit Narzissten: Wie sollte man bei Gaslighting reagieren

Um sich gegen Gaslighting zu wehren, ist es wichtig, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen. Dokumentieren Sie Vorfälle und sprechen Sie mit Familienangehörigen, Freunden oder unter Umständen auch mit einem Therapeuten darüber, um eine objektive Perspektive zu erhalten. Ein unterstützendes Netzwerk ist entscheidend, um die eigene Wahrnehmung zu stärken. Wenn möglich, ziehen Sie klare Grenzen und distanzieren Sie sich von der manipulativen Person.

Wenn Sie den Verdacht haben, Opfer von Gaslighting zu sein, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Organisationen wie die Telefonseelsorge, das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ oder der Weisse Ring bieten Unterstützung und Beratung an, wie die Barmer Krankenkasse auf ihrer Webseite hervorhebt.

Rubriklistenbild: © Zoonar.com/Robert Kneschke/Imago

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