Im Winter starten

Drei Utensilien, die für das Vorziehen wichtig sind

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Schon im Januar können Sie mit dem Vorziehen der ersten Pflanzen beginnen. Hier finden Sie die notwendigen Informationen.

Im Winter ist nicht nur die Zeit des Rückschnitts, auch die Gartenplanung für das Jahr steht im Mittelpunkt. Ein großes Thema ist der Anbau von Gemüse, der bei vielen Sorten nur funktionieren kann, wenn Sie nun schon die Samen vorziehen. Was Sie dabei unbedingt brauchen und was überflüssig ist, erfahren Sie im Text.

Mediterranes Gemüse unbedingt vorziehen

Eierkartons sind die perfekten Anzuchtgefäße.

Im Januar können Sie nicht nur bereits Tomaten vorziehen, auch Chilis, Süßkartoffeln und Paprika sind an sonnigere und wärmere Bedingungen gewöhnt und profitieren von dem Vorsprung. Wie meine ernte berichtet, betrifft das Vorziehen vor allem klassisch mediterranes Gemüse, aber auch Kohlsorten. Haben Sie beschlossen, was Sie vorziehen können, ist es Zeit, sich über die Ausrüstung Gedanken zu machen. Folgende Dinge sind unverzichtbar:

Wintergemüse: Zehn frostharte Sorten, die Sie auch noch bei Kälte ernten können

Eine angeschnittene Topinamburknolle auf einem Holzbrett und mehrere Knollen im Hintergrund
Ab Oktober ernten: Bei Topinambur handelt es sich um die Knollen einer Sonnenblumenart. © Westend61/Imago
Die weiße Blüte einer Lauchzwiebel in der Nahaufnahme
Der Altai-Lauch (Allium altaicum) ist der Winterheckzwiebel ähnlich und sehr robust. © imagebroker/Imago
Winterkresseblätter auf Knäckebrot, das mit Frischkäse bestrichen ist.
Barbarakraut oder Winterkresse. © imagebroker/Imago
Eine kräftige Feldsalatpflanze wächst in aufgelockerter Erde.
Das Praktische an Feldsalat: Er sät sich oft selbst aus und lässt sich dann wie Unkraut aus dem Rosenbeet ernten. © Shotshop/Imago
Eine Frau wäscht Grünkohlblätter in einem Küchenbecken
Ab Oktober beginnt die Ernte: Neue Grünkohlsorten benötigen nicht wie früher eine Kälteperiode, um zu schmecken. © Alice Dias Didszoleit/Imago
Weißkohl- und Rotkohlköpfe in Kisten an einem Marktstand
Wer Weiß- und Rotkohl nach November ernten möchte, sollte die Köpfe bei starkem Frost mit einem Vlies schützen. © CHROMORANGE/Imago
Frisch ausgegrabene Pastinakenwurzeln liegen auf der Erde
Pastinaken sehen unspektakulär aus, liefern aber bis in den Frühling süßlich-nussigen Nachschub.  © imagebroker/Imago
Ein Mann erntet Chicoree aus einem Erdhaufen.
Wächst im Dunkeln heran: Der Chicoree ist eine Kulturform der Zichorienwurzel (Wegwarte). © Belga/Imago
Eine Winterportulakpflanze mit Blüten
Winterportulak wird erst ab September ausgesät und ist auch mit Blüte essbar. © Nature Picture Library/Imago
Gelbe Steckrüben in einem Körbchen
Steckrüben sind ein unterschätztes Gemüse /Ernte? © Westend61/Imago
  • Eierkartons oder andere Anzuchtschalen: Sie müssen nicht für viel Geld im Baumarkt Anzuchtschalen kaufen, denn der Haushalt gibt viele potenzielle und umweltfreundliche Anzuchtschalen her. Leere Eierkartons sind ideal, denn sie haben die perfekte Größe. Schneiden Sie einfach den Deckel ab und befüllen Sie die einzelnen Kuhlen mit Erde.
  • Anzuchterde: Erde ist nicht gleich Erde – damit Samen keimen, brauchen sie wenig Nährstoffe, ein Substrat, das sehr gut Wasser speichern kann sowie natürlich steril sein, damit sich keine Krankheiten ausbreiten. Sie können die Erde auch selbst mischen.
  • Lampe: Zu wenig Licht führt beim Vorziehen zum „Vergeilen“ der Pflanze. Denn ist die Lichtquelle nicht ausreichend, strecken sich die Keimlinge nach ihr und werden dabei unnatürlich lang und dünn. Sie sind nicht in der Lage, später Früchte zu tragen oder Krankheiten zu trotzen. Hat Ihre Fensterbank keine Südseite, ist somit eine Anzuchtlampe sinnvoll. Diese schafft laut meine ernte konstante Lichtverhältnisse.

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Außerdem wichtig, aber nicht zwingend erforderlich sind ein Pikierstab sowie eine Sprühflasche. Ersterer ist wichtig, um die Pflanzen zu vereinzeln, die Sprühflasche, um die Samen gleichmäßig zu bewässern. Ebenfalls optional ist eine Heizmatte, die sicherstellt, dass die Keimlinge und Jungpflanzen keine kalten Wurzeln bekommen. Dies ist praktisch, wenn die Anzucht aus Platzgründen auf dem Boden erfolgt.

Rubriklistenbild: © Gustafsson/Imago

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