Zu viel des Guten

Zimmerpflanzen im Winter düngen? Bis auf ein paar Ausnahmen besser nicht

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Im Winter mit vielen dunklen Tagen gönnen sich auch viele Zimmerpflanzen eine Wachstumspause. Sie brauchen weniger Nährstoffe und somit Dünger.

Im Garten überlässt man Pflanzen im Winter meist einfach sich selbst. Im Haus geht das Leben jedoch weiter, daher ist man leicht geneigt, die Zimmerpflanzen wie in den Sommermonaten zu gießen und zu düngen. Doch die meisten wachsen und blühen in der kalten Jahreszeit auf Sparflamme. Eine Ausnahme bilden Winterblüher, die jetzt richtig aufleben.

Zimmerpflanzen düngen: Im Winter mögen es die meisten nicht

Zimmerpflanzen wie Azaleen gehören zu den wenigen, die im Winter Dünger mögen.

Auch wenn Zimmerpflanzen nur das Substrat ihres Topfes zur Verfügung steht, um sich zu ernähren, sollte man sie grundsätzlich eher sparsam düngen. Weniger Lichteinfall an dunklen Tagen verringert außerdem den Stoffaufbau der Pflanzen mit Licht, Wasser und Kohlendioxid – damit sind auch weniger Nährstoffe für das Wachstum nötig. Vertrocknete Blattränder, nach oben gewölbte, gelbe oder abfallende Blätter sowie ein Schießen der Pflanze mit schwachen, weichen Trieben deuten auf eine Überdüngung hin.

Falls man hier nichts unternimmt, kann das sogar zum Absterben der Pflanze führen. Das Portal Botanicly.de empfiehlt daher, die überdüngten Pflanzen beispielsweise im Waschbecken mit der dreifachen Wassermenge des Topfvolumens durchzuspülen, um die Salze auszuwaschen. Danach sollte man die Pflanze mehrere Tage nicht bewässern, damit keine Staunässe entsteht. Eine andere Möglichkeit ist das Umtopfen in frische Erde.

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Winterblüher benötigen weiterhin Nährstoffe

Es gibt Pflanzen, die im Winter ein bis zwei Düngergaben im Monat durchaus zu schätzen wissen: Winterblühende Zimmerpflanzen, die dann ihre Wachstums- und Blühphase haben. Dazu zählen unter anderem:

Zehn farbenfrohe Zimmerpflanzen, die im Winter gute Laune verbreiten

Lilafarbene Blüte einer Orchidee.
Orchideen sind der Zimmerpflanzen-Klassiker. Es gibt viele verschiedene Sorten, die alle eine etwas andere Pflege benötigen. © Imago
Eine Fittonie mit dunkelgrünen Blättern und pinker Maserung.
Die Fittonie trägt im Englischen auch den Namen „Nerve plant“, da ihre Blätter mit feinen, kontrastierenden Äderchen durchzogen sind. © Akchamczuk/Imago
Eine Nahaufnahme einer Sukkulente.
Sukkulenten sind pflegeleicht und begeistern in vielen verschiedenen Formen und Farben.  © Akchamczuk/Imago
Ein Flammendes Kätchen mit lilafarbener Blüte.
Das Flammende Käthchen ist die wohl bekannteste Kalanchoe. Sie mag es hell und gilt als robust.  © Claudia Nass/Imago
Eine Buntnessel mit rot-grünen Blättern.
Als einjährige Beetpflanze ist die Buntnessel (Coleus) eher bekannt; sie eignet sich jedoch auch als mehrjährige Zimmerpflanze. © CSP/Imago
Ein blühender Weihnachtskaktus.
Der Weihnachtskaktus mag indirektes, helles Licht. Er eignet sich auch als Ampelpflanze.  © Yay Micro/Imago
Calathea-Pflanzen mit weiß gestreiften Blättern.
Die Calathea ist eine immergrüne Pflanze, die es gerne schattig mag.  © Imago
Eine orangefarbene Strelitzie.
Ursprünglich aus Südafrika stammend, findet man Strelitzien heute im Mittelmeerraum sowie Kalifornien. © Imago
Eine rote Flamingoblume.
Die Blüte der Flamingoblume (Anthurium) ist nicht nur auffällig gefärbt, sondern glänzt auch besonders schön. Trockene Erde mag das Gewächs nicht.  © Khairil77/Imago
Saintpaulia auf einer Fensterbank.
Saintpaulia, oder auch Usambaraveilchen genannt, blüht in Lila, Weiß, Blau oder Pink. Sie mögen viel Licht, aber keine direkte Sonne.  © Darekb22/Imago

Grünpflanzen düngt man am besten dann, wenn sie Wachstumsschübe zeigen. Je schneller eine Pflanze von Natur aus wächst, desto regelmäßiger benötigt sie in der Regel auch Dünger. Wie t-online.de erklärt, ist ab Februar der richtige Zeitpunkt gekommen, die Zimmerpflanzen langsam wieder mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen.

Rubriklistenbild: © Redeleit/Imago

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