VonFelina Wellnerschließen
Die Lebensmittelpreise sind in Deutschland bis zuletzt stark gestiegen. Ein Hoffnungsschimmer: Unter anderem Nudeln werden nun in Discountern billig.
München – Nachdem die Preise in den Supermärkten in den vergangenen Supermärkten stetig gestiegen sind, ist ein Ende des Aufwärts-Trends in Sicht. Aktuell überbieten sich Discounter in der Preissenkung von Basisartikeln – zur Freude von Verbrauchern. Nachdem bereits die Preise für Obst, Gemüse, Käse und Butter gesunken sind, trifft es nun Nudeln.
Aldi, Lidl und Kaufland: Welche Nudelsorten bei den Discountern nun billig werden
Inflation und Rohstoffmangel befeuerten die andauernde Aufwärtsspirale im Supermarktpreise – Daten des Statistischen Bundesamts zufolge sind die Lebensmittelpreise im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20 Prozent angestiegen. Die Inflationsrate schwächt sich zunehmend ab. Auch die aktuellen Nudelpreise stimmen positiv. Aldi, Lidl und Kaufland senkten zum 8. Mai zeitgleich die Preise ihrer Eigenmarken von 99 auf 79 Cent. Diese Produkte sind betroffen:
- Lidl: Spaghetti, Penne, Rigate und Fusilli von Combino
- Kaufland: Spaghetti von K-Classic
- Aldi: Fusilli, Penne, Spaghetti von Cucina Nobile
Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, wurde bereits Ende April bei Lidl und Kaufland Käse plötzlich günstig. Ein entscheidender Unterschied: Lidl und Kaufland, beides Handelstöchter der Schwarz-Gruppe, legten alleine vor und reduzierten die Preise ausgewählter Käseprodukte um etwa 18 Prozent. Aldi zog erst Tage später nach. Doch das Blatt sollte sich bei den nächsten Preissenkungen wenden: Nicht nur die Nudeln im günstigsten Preissegment wurden billiger, Aldi reduzierte zusätzlich den Spaghetti-Preis der eigenen Biomarke „Gut Bio“ um 36 Prozent.
Darum senken Lidl, Kaufland und Aldi die Preise von Nudeln und Co.
Gegenüber der Lebensmittelzeitung begründeten Lidl und Kaufland die Preissenkungen mit den erholten Rohstoffpreisen. Zudem zeichnet sich ein Preiskampf der Discounter mit dem direkten Konkurrenten Aldi ab. Dieser heizte den Wettstreit um die Preisführerschaft zuletzt durch die Einführung einer neuen günstigen Eigenmarke an. Auch die großen Supermarktketten à la Edeka und Co. könnten durch die sinkenden Discounter-Preise unter Druck geraten.
Neben den Supermarkt-Rivalen machen derartige Preissenkungen auch Bauern und Landwirte zu schaffen. Der MDR berichtete, insbesondere Milchbauern sind über die Vergünstigungen verärgert. Unter anderem steigende Energiepreise lassen die Herstellungskosten aktuell in die Höhe schießen, die Preise im Supermarkt aber geringer werden. Während Bauern im vergangenen November immerhin 60 Cent pro Liter Milch bekommen haben, waren es laut MDR im März nur noch etwa 45 Cent.
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