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Rückruf für einen Schwarztee. In der Sorte wurden überhöhte Konzentrationen zweier Pestizide festgestellt. Der Verzehr wird daher nicht empfohlen.
Kassel – Schwarzer Tee hat eine lange Tradition. Er gilt in den richtigen Maßen als gesundheitsförderndes Genussgetränk und gute Alternative zum täglichen Kaffee. Bei einem Produkt der Alveus GmbH sollten Verbraucher derzeit jedoch aufpassen. In einer Mitteilung via produktwarnung.eu informiert der Hersteller seine Kunden nun über einen Rückruf.
Tee-Hersteller startet Rückruf: Dieses Produkt ist betroffen
Der Hersteller erklärt: „Wir wurden von unserer zuständigen Behörde für die Überwachung von Lebensmittelsicherheit darauf aufmerksam gemacht, dass Grund zur Annahme besteht, dass der Artikel zum Verzehr durch den Menschen ungeeignet ist“.
Betroffen ist folgendes Produkt:
| Produkt | Lapsang Souchong BIO |
|---|---|
| Hersteller | Alveus GmbH |
| Artikelnummer | 82911 |
| Chargennummer | LO554734 |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 27.02.2027 |
Grund für den Rückruf seien erhöhte Anteile der Pestizide Biphenyl und Anthrachinon. Der Hersteller fordert Vertreiber deshalb dazu auf, „sämtliche Restbestände auf unsere Kosten an uns zurückzusenden“. Verbraucher können den Artikel gegen Erstattung des Kaufpreises und ohne Vorlage des Kassenbons in ihrer Einkaufsstätte zurückgeben. Bereits Anfang des Jahres wurde ein Tee aufgrund eines verbotenen Stoffes zurückgerufen.
Spuren von Biphenyl im Tee: Dieser Wert ist erlaubt
Bei Biphenyl handelt es sich um ein Pflanzenschutzmittel, das laut dem Bundesverband Naturkost Naturhandel (BNN) zur Anwendung im ökologischen Anbau mittlerweile verboten ist. Jedoch würden dennoch zufällige Spuren von Biphenyl im Tee auftreten, wenn alle Rechtsvorschriften eingehalten werden. Laut dem BNN gilt deshalb ein Orientierungswert von 0,005 mg/kg in einem Teeprodukt.
Laut lebensmittellexikon.de berichteten Menschen, die häufig mit Biphenyl in Kontakt gekommen sind, über Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In Tierversuchen wurden zudem Nierenschäden, Wachstumsstörungen und Unfruchtbarkeit festgestellt. Zuletzt zeigte ein Rapsöl-Vergleich, dass viele Produkte mit Pestiziden belastet sind.
Anthrachinon wohl Krebs erregend für den Menschen
Anthrachinon wirkt laut dem Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Anbau (FiBL) als abweisend gegen Vögel. Mittlerweile ist es als Pestizid jedoch ebenfalls in der EU verboten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 2012 ein Gutachten veröffentlicht, wonach der Stoff im Tierversuch als krebserregend aufgetreten ist. Das gelte möglicherweise auch für den Menschen. In Tees gilt deshalb eine Höchstmenge für Anthrachinon von 0,02 mg/kg.
Laut FiBL hatte die Stiftung Warentest im Oktober 2014 27 schwarze Tees untersucht. Alle schwarzen Tees im Test enthielten den Stoff Anthrachinon, die Tester fanden in den untersuchten Tees Werte von 0.006 bis 0.076 mg/kg.
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