Tesla als Hauptkonkurrent

Elektroauto: BYD startet in Deutschland mit ehrgeizigem Ziel

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BYD startet noch in diesem Jahr mit den ersten Modellen in Deutschland. 2026 plant das chinesische Unternehmen bereits mit einem Absatz im sechsstelligen Bereich.

Der Markt für Elektroautos boomt. In Deutschland steigen immer mehr Autofahrer um auf die klimafreundlichen Stromer. Noch fehlt es in Europa allerdings an bezahlbaren Modellen, doch das dürfte sich in den kommenden Jahren ändern. Denn mit dem Elektroauto kommen auch immer mehr neue Marken auf den europäischen – und somit auch den deutschen – Markt. Darunter auch BYD (Build Your Dream). Für Deutschland haben die Chinesen dabei sehr ambitionierte Pläne.

So soll BYD-Topmanager Michael Shu vor einer Gruppe deutscher Autohändler verkündet haben, dass man 2026 eine sechsteilige Zahl an Elektroautos verkaufen wolle. Wie das Manager Magazin berichtet, plant das chinesische Unternehmen mit 120.000 Einheiten – und das nur in Deutschland.

Schon 2026 peilt BYD einen Absatz im sechsstelligen Bereich an.

Elektroauto: BYD startet in Deutschland mit ehrgeizigem Ziel

„Einige saßen erst einmal mit offenen Mündern da, die waren regelrecht schockiert“, zitiert das Magazin einen Beobachter des Händlertreffens. „Die wollen in fünf Jahren schaffen, wofür Marken wie Hyundai 25 Jahre gebraucht haben. Und das nur mit Elektroautos.“

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Als Hauptkonkurrenz hat BYD dabei nicht etwa die etablierten Hersteller auserkoren, stattdessen habe man es „voll auf Tesla“ abgesehen. 2021 brachten es die Amerikaner auf 39.714 Neuzulassungen. In diesem Jahr dürfte Tesla diese Zahl deutlich steigern und einen neuen Rekord aufstellen. Bereits im Oktober waren es laut Manager Magazin über 41.000 Neuzulassungen. Das Model Y war zeitweise sogar das am häufigste zugelassenen Fahrzeug in Deutschland, musste im Oktober aber einen Rückschlag hinnehmen. Weltweit liegen die Chinesen längst vor dem Unternehmen von Elon Musk.

Elektroauto: BYD sorgt sich nicht um Lieferprobleme

Über den Chipmangel, der die Branche wohl noch bis 2024 beschäftigen wird, und Engpässe bei Batterien macht sich BYD jedenfalls keine Sorgen. „Was immer ihr wollt und so viel ihr wollt“, so das Versprechen von Shu an die Vertriebspartner. Wie Tesla setzt man bei der Produktion der Elektroautos seit Langem auf Akkus aus Eigenproduktion.

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Zum Markenstart in Deutschland bietet BYD den Kunden drei Modelle an: die Premiumlimousine HAN EV, sowie die SUV Atto3 und Tang EV. Die Mittelklasselimousine Seal und der Kleinwagen Dolphin sollen ebenfalls nach Europa kommen und das Portfolio ergänzen.

Rubriklistenbild: © Thomas Geiger/dpa-tmn

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