Januar-Zahlen des KBA

Elektroauto-Absatz bricht ein: Zahl der Neuzulassungen deutlich gesunken

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Deutlicher Absturz: Im Januar 2024 wurden in Deutschland 22.474 Elektroautos neu zugelassen – ein Rückgang von fast 60 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Zuletzt erlebte der Aufschwung der E-Mobilität einige Dämpfer. Vor allem das frühzeitige Aus der Elektroauto-Förderung durch den Umweltbonus versetzte die Autobranche in Alarmbereitschaft. Um möglichst wenig Kunden zu verlieren, sprangen zahlreiche Hersteller ein – und übernahmen den „Bonus“ selbst. Doch gerade in großen Flotten zeigen sich vermehrt die Probleme der Stromer. Der Autovermieter Hertz beispielsweise dampfte seine E-Auto-Pläne deutlich ein, will sogar ein Drittel seiner Stromer verkaufen. Als Gründe werden mangelnde Nachfrage, hohe Instandhaltungskosten und geringe Restwerte der Elektroautos genannt. Sixt verkündete mit ähnlicher Argumentation, keine Teslas mehr anschaffen zu wollen. Auch die E-Auto-Neuzulassungen im Januar 2024 dürften bei den E-Auto-Herstellern keine Freudensprünge auslösen.

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Vergleich zum Vormonat: Im Januar fast 60 Prozent weniger E-Auto-Neuzulassungen

Insgesamt wurden im Januar 2024 in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 213.553 Fahrzeuge neu zugelassen, ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat (Januar 2023) um 19,1 Prozent. Zwar ist die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos (BEV) im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 22.474 Exemplaren um 23,9 Prozent gestiegen – doch im Vergleich zum Vormonat (Dezember 2023) ist ein deutlicher Einbruch zu verzeichnen: 54.654 BEV-Neuzulassungen waren es noch im Dezember, also ein Rückgang von knapp 60 Prozent. Und: Hatte im Dezember 2023 der Anteil an Elektroautos bei den gesamten Neuzulassungen noch bei 22,6 Prozent gelegen, so sank er im Januar auf gerade einmal 10,5 Prozent. Insgesamt wurden im Dezember 2023 aber mit 241.883 Fahrzeugen aber auch mehr Autos neu zugelassen als im Januar 2023.

Im Vergleich zum Vormonat sind im Januar 2024 die Neuzulassungen von Elektroautos stark eingebrochen. (Symbolbild)

Welche Gründe aktuell für viele noch gegen ein Elektroauto sprechen

Ob sich der Trend wieder stärker zum E-Auto orientiert? Laut DAT-Report können sich viele Deutsche einen Umstieg auf Stromer aktuell nicht vorstellen – wenn überhaupt, ist demnach ein Elektroauto-Kauf erst in einigen Jahren ein Thema. Viele gaben als Gründe für ihre zögerliche Haltung die hohen Anschaffungskosten und eine unausgereifte Infrastruktur für E-Autos an. Es gibt aber auch noch andere Probleme, die die Entscheidung für ein Elektroauto aktuell nicht gerade erleichtern: So kämpfen Elektroautos aktuell mit hohen Wertverlusten, die speziell für Gebrauchtwagenhändler zum Problem werden.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Ford: Hohe Verluste mit Elektroautos

Nicht nur in Deutschland läuft das Geschäft mit E-Autos schleppend. Der US-Autobauer Ford schreibt mit seinen Stromern tiefrote Zahlen: Laut dpa verbuchte der US-Autoriese im vergangenen Quartal in seiner Elektroauto-Sparte einen operativen Verlust von 1,57 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 1,46 Milliarden Euro). Man wolle nun künftige Investitionen in die E-Auto-Produktion an die Nachfrage anpassen. Dennoch sei man überzeugt, dass E-Autos die Zukunft gehöre.

Rubriklistenbild: © HalfPoint Images/Imago

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