Vorerst nur in China

Strom tanken mit bis zu 500 kW: Elektroautobauer Nio setzt auf Ultra-Schnelllader

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Der Autobauer Nio setzt auf Ultra-Schnelllader – die neuen Säulen können Stromer mit einer Ladeleistung von bis zu 500 kW betanken. Auch bei den Tausch-Stationen gibt es Verbesserungen.

Die Zahl der Elektroautos auf den Straßen nimmt immer weiter zu – die Vorbehalte gegen Stromer schwinden. Dennoch gibt es in den kommenden Jahren noch Verbesserungsbedarf in Sachen E-Mobilität: Die Ladeinfrastruktur muss zügig ausgebaut werden – und auch der große Reichweitenverlust von E-Autos bei Kälte stellt so manchen Besitzer vor Probleme. Und auch beim Ladetempo ist eine Steigerung wünschenswert – damit die Ladepausen nicht so lange ausfallen. Der chinesische Autobauer Nio macht da nun einen großen Schritt: Der Hersteller hat einen 500-kW-Ultraschnellader vorgestellt.

Strom tanken mit bis zu 500 kW: Elektroautobauer Nio setzt auf Ultra-Schnelllader

Zum Vergleich, die wohl schnellsten Schnellladestationen mit größerer Verbreitung in Deutschland stammen von Ionity – die Ladeleistung liegt hier bei 350 kW. Allerdings ist dies bislang nur ein theoretischer Wert, denn es gibt noch gar keine Serienfahrzeuge, die ihre Akkus mit dieser Leistung betanken können. Momentane Spitzenreiter sind der Porsche Taycan und sein Schwestermodell Audi e-tron, die bis zu 270 kW Ladeleistung verkraften. Dennoch geht die Entwicklung immer weiter, weshalb es sicherlich sinnvoll ist, auch die Ladesäulen-Leistungen vorausblickend weiter auszubauen.

Der chinesische Autobauer Nio setzt künftig auf Ultra-Schnelllader mit bis zu 500 kW Ladeleistung.

Elektroautobauer Nio setzt auf Ultra-Schnelllader – vorerst aber nur in China

Laut Nio dauert es mit dem neuen „Power Charger 3.0“ 20 Minuten, um eine 100-kWh-Batterie von 10 auf 80 Prozent aufzuladen. Allerdings werden die neuen Ultra-Schnellladesäulen zunächst nur in China ausgerollt.

Nio kennen die meisten hierzulande von einer bei Elektroautos bislang unüblichen Art der Energieaufnahme: Neben der Lademöglichkeit per Kabel, lässt sich bei ihnen auch einfach der Akku tauschen. Dazu fährt das Fahrzeug in eine Nio-Tausch-Station (24auto.de hat das bereits ausprobiert), in der die leere Batterie vollautomatisch gegen eine volle ausgetauscht wird. Bis 2025 sollen in Deutschland 100 solcher Wechsel-Stationen entstehen.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

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Elektroautobauer Nio kündigt Neuheiten an – Verbesserungen auch für Batterie-Wechsel-Stationen

Und auch für diese Akku-Wechsel-Stationen (Nio nennt sie Power-Swap-Stations) haben die Chinesen nun eine Weiterentwicklung angekündigt: 408 Tausch-Vorgänge sollen damit nun täglich möglich sein – gegenüber der zweiten Generation der Stationen laut dem Hersteller eine Steigerung um 30 Prozent.

Rubriklistenbild: © Nio

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