Studien-Ergebnis

Als Folge der Tesla-Preissenkungen: Experte prophezeit E-Auto-Rabattschlacht

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Vor Kurzem hat Tesla die Preise für seine Fahrzeuge teils massiv gesenkt. Laut einem Experten dürfte die Konkurrenz bald nachziehen.

Für den Kauf von Neuwagen waren die vergangenen Monate nicht unbedingt die günstigste Zeit. Teils lange Lieferzeiten, bedingt durch Lieferengpässe bestimmter Teile. Die Folgen der Corona-Pandemie sind hier noch immer noch zu spüren, genauso die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. Gleiches gilt für die Preise, deren Niveau noch immer relativ hoch ist. Laut einer Umfrage wollen viele Deutsche 2023 gar kein neues Auto kaufen. Doch zumindest in Sachen Elektroauto kommt preislich aktuell Bewegung in die Sache. Denn: Auf dem deutschen Elektroautomarkt hat ein Preiskrieg begonnen. So zumindest bewertet das Center Automotive Research (CAR) in Duisburg die Situation nach den stark gesunkenen Preisen bei Tesla – in China hatte es nach dem extremen Preissturz sogar wütende Proteste von Alt-Kunden gegeben.

Als Folge der Tesla-Preissenkungen: Experte prophezeit E-Auto-Rabattschlacht

Die US-E-Automarke hatte zuletzt die Basispreise für seine Fahrzeuge um bis zu 9.000 Euro gesenkt. Hinzu kommen weitere Kundenvorteile sowie die aktuell höchste Stufe der Umweltprämie, sodass sich der Kundenvorteil laut CAR auf bis zu 16.100 Euro gegenüber einem Kauf im vergangenen Jahr summiert. Für die Limousine Tesla Model 3 ergibt sich nach dieser Rechnung ein Kundenvorteil von 12.678 Euro gegenüber Dezember.

Tesla hat die Preise teils massiv gesenkt – ein Experte ist der Ansicht, dass viele andere E-Autobauer nachziehen werden. (Symbolbild)

E-Auto-Rabattschlacht: Laut Experte Ferdinand Dudenhöffer ist in der zweiten Jahreshälfte auch VW dabei

„Auch wenn VW-Vorstände betonen, dass man der Preiswelle von Tesla nicht folgen wird, gehen wir davon aus, dass dies durch Marktdruck spätestens im zweiten Halbjahr mit Rabatten durchbrochen werden wird“, bewertet CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer die Entwicklung. Eine preisgleicher VW ID3 dürfte gegenüber dem Tesla Model 3 nach Einschätzung des Branchenexperten in Wettbewerbsnachteile laufen und damit weniger Verkäufe erzielen. Ford beispielsweise hat schon auf die Preissenkungen von Tesla reagiert.

Neun Mikro-Elektroautos, die perfekt für die Stadt sind

Opel Rocks-e
Opel Rocks-e: Mancher dürfte sich fragen, ob das überhaupt noch ein vollwertiges Auto ist. Gesetzlich ist er es wie alle Kleinstwagen nicht. Wer ihn fahren will, benötigt lediglich die Führerscheinklasse AM. Somit kann er schon ab 15 Jahren bewegt werden. Der Elektromotor leistet 8 PS und beschleunigt den Mini-Stromer auf 45 km/h. Mehr geht nicht. Die 5,5-kWh-Batterie reicht für eine Reichweite von 75 Kilometern. Danach muss der 2,41 Meter lange Opel Rocks-e für rund vier Stunden an die Steckdose. Kostenpunkt: rund 8.000 Euro © Opel
Renault Twizzy
Renault Twizy: Der kleine Franzose ist so etwas wie der Opa unter den Mikro-Elektroautos. Schon seit 2012 ist der Twizy in der Modellpalette von Renault zu finden. Mit 2,34 ist er etwas größer als Rocks-e und Ami. Statt nebeneinander nehmen die zwei Insassen hintereinander Platz. Seitenscheiben gibt es nur als Zubehör. Preislich geht es ab 11.450 Euro los. Wie die größere Version fahren will, benötigt jedoch einen richtigen Führerschein. Die Reichweite gibt Renault mit 90-100 Kilometern an. © Renault
City Transformer CT1
City Transformer CT1: Auch in Israel hat man die Mikro-Elektroautos für sich entdeckt. Der CT1 vom Start-up City Transformer macht seinem Namen dabei alle Ehre. Denn die Spurweite des Mini-Stromers lässt sich anpassen. Angetrieben wird er von zwei Elektromotoren an der Hinterachse. Das Start-up verspricht bis zu 180 Kilometer Reichweite und eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Wer den CT1 vorbestellt, zahlt 13.000 Euro, später soll er dann 16.000 Euro kosten. © City Transformer
Das Elektroauto e.GO Life
e.Go Life: Mit seinen 3,3 Metern ist der e.Go Life im Vergleich zu den andren Mini-Stromern fast schon ein Riese. Der 77 PS starke Elektromotor ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. In der Stadt soll er bis zu 206 km weit kommen. Kombiniert liegt die Reichweite bei 139 Kilometern. Wegen der Insolvenz von e.Go im Sommer 2020 wurde der Life zeitweise nicht gebaut. Dasd Geschäft wurde aber von der Next.E.Go Mobile SE übernommen. Mit dem e.wave X steht auch schon ein Life-Nachfolger bereit. © Marius Becker/dpa
Microlino 2.0.
Microlino 2.0: Von 1955 bis 1962 baute BMW das Leichtfahrzeug Isetta. Bis heute ist der Kleinstwagen Kult und feiert nun sein Comeback. Zumindest ähnelt der Microlino 2.0 der Isetta sehr. Angeboten wird der Mikro-Stromer in drei Batterieversionen mit 95, 175 und 230 km Reichweite. Der 20 PS starke Elektromotor beschleunigt das nur 450 Kilogramm schwere Mobil auf 90n km/h. Mit 14.990 Euro ist der Microlino jedoch nicht grade billig. © Arnulf Hettrich/Imago
Elaris Pio
Elaris Pio: Mit 2,81 Meter Länge bleibt dieser Elektro-Zwerg noch unter der Drei-Meter-Marke. In diesem Bereich verschwimmen die Grenzen zwischen Mikro-Auto und Pkw. In Sachen Antrieb befindet sich der Pio jedoch bei den Mikro-Stromern. Grade einmal 49 PS leistet der Elektromotor. Der Akku kommt auf 27 kWh und reicht für 225 Kilometer. Preislich liegt der Pio bei 21.900 Euro. © Elaris
FreZE Nikob EV
FreZE Nikob EV: In China ist der Elektro-Zwerg unter dem Namen Wuling Hongguang Mini EV bereits sehr erfolgreich. Damit das auch in Europa der Fall ist, brauchte es neben einem neuen Namen auch mehr Sicherheit und Energieeffizienz. Heißt: ESP, Airbags, neue Räder und eine LED-Beleuchtung. Angeboten wird das Nikob EV mit einer 13,8-kWh-LFP-Zelle mit 200 km Reichweite. Kosten soll das kleine Elektroauto 16.000 Euro. © Wulling
Elektrofrosch Bob Four
Elektrofrosch Bob Four: So ganz weiß man ja nicht, was dieses Gefährt sein möchte. Offiziell handelt es sich bei dem Elektrofrosch Bob Four um einen Kabinenroller. Entsprechend ist bei 45 km/h Schluss. Rund 100 Kilometer soll der Elektrofrosch kommen und das für grade einmal 8.990 Euro. Neben dem Bob Four hat Elektrofrosch noch weitere Mikromobile im Angebot.  © Elektrofrosch
Ari 802
ARI 802: Mit 2,22 fällt der Ari 802 sehr klein aus. Mit 643 Kilogram ist er zudem auch noch sehr leicht. Daher reichen 10 PS auch um den Kleinstwagen auf Tempo 80 zu bringen. In den Versionen 252 und 452 sind nur 25 beziehungsweise 45 km/h drin. Die Reichweite gibt Ari mit 120 bis 250 Kilometern an. Preislich schlägt der Ari 802 mit 10.990 Euro zu Buche.  © Ari

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E-Auto-Rabattschlacht: Auch die bessere Lieferbarkeit könnte Preiskampf befeuern

Verstärkt wird der Preisdruck für alle Hersteller durch die sich verbessernde Lieferbarkeit von E-Autos. Die bessere Verfügbarkeit von Halbleitern und Batterien dürften spätestens im zweiten Halbjahr für höhere Produktionszahlen sorgen. Gleichzeitig stockt die Nachfrage vor allem bei Privatkunden. Der steigende Volumendruck wird nach Dudenhöffers Einschätzung zu mehr Rabatten und der Auflage von Sondermodellen führen. (Mit Material von SP-X)

Rubriklistenbild: © Wolfgang Maria Weber/Imago

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