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Elektroauto: Premium-Kunden wollen schnell wechseln

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Der Siegeszug der Elektroautos schreitet immer weiter voran. In Deutschland will fast jeder Premium-Kunde in den kommenden Jahren den Umstieg wagen. 

Schon 2035 dürfen in Europa keine Verbrenner mehr verkauft werden – so wollen es zumindest das Europaparlament und die EU-Kommission. Eine Ausnahme könnte es für E-Fuels geben. Doch der Umstieg könnte in gewissen Segmenten sogar noch schneller erfolgen, als es Pläne der Politik vorsehen. So ist das Interesse der Premium-Fahrer an den Elektroautos schon jetzt sehr hoch.

Alleine in Deutschland wollen 80 Prozent der Fahrer von Premiumautos innerhalb der nächsten fünf Jahre auf ein Elektroauto umsteigen. Das ergab eine aktuelle Kantar-Umfrage im Auftrag von Mercedes-Benz Mobility unter mehr als 2.500 markenübergreifenden Fahrerinnen und Fahrern in Deutschland, USA und China.

80 Prozent der deutschen Premium-Kunden wollen in den kommenden fünf Jahren auf ein Elektroauto umsteigen. (Symbolbild)

Elektroauto: Premium-Kunden wollen schnell wechseln

„Wir sehen einen klaren Schub in Richtung Elektromobilität und den Wunsch nach mehr finanziellem Spielraum bei den Fahrzeugnutzern. Die Studie bestätigt damit unsere Strategie, mit flexiblen Finanzierungsmöglichkeiten den Weg zu grüner Mobilität zu ebnen“, betonte Franz Reiner, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Mobility AG.

Die Mehrheit der befragten Deutschen (66 Prozent) will das Elektroauto dabei über ein Finanzprodukt des Herstellers (Finanzierung, Leasing, Auto-Abo) erwerben. Am beliebtesten ist dabei die Finanzierung (81) Prozent. Ein Kauf kommt indes nur für 44 Prozent der Premium-Kunden infrage.

Elektroauto: Immer mehr Autofahrer wollen wechseln

Die Studie zeigt zudem, dass das Interesse an Elektroautos bei Premium-Kunden deutlich über dem der Autofahrer in Deutschland insgesamt liegt. Zwar ist auch hier der Anteil der Käufer, die sich ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid zulegen möchten, 2022 stark gestiegen, mit 35 Prozent liegt er jedoch deutlich unter dem Wert bei den Premium-Kunden.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

So gibt es nach wie vor viele Vorbehalte gegenüber der Elektromobilität, wie die „TÜV Mobility Studie 2022“ zeigt. Zudem wird die Reichweite oftmals unterschätzt, weswegen viele Menschen glauben, dass ein Elektroauto nicht zu ihrem täglichen Leben passt. Eine Sorge, die die meisten Premium-Kunden offenbar nicht teilen.

Rubriklistenbild: © Stephan Goerlich/Imago

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