Mini-Stromer

Klein und günstig: Fünf Elektroautos, die wir bald in der Stadt sehen werden

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Kleinwagen mit Ottomotor gibt es in Hülle und Fülle. Stadtautos mit Elektro-Antrieb sind da im Vergleich rar gesät. Doch nicht mehr lange. 

Elektroautos sind meist groß und teuer. Kleine und günstige Modelle gibt es nur vereinzelt. Doch das ändert sich: Bis Mitte des Jahrzehnts dürfte die Flotte der günstigen City-Stromer wachsen und an Attraktivität zulegen. Fünf Beispiele.

Klein, günstig und elektrisch – Fünf neue Stromer für die Stadt: Der VW ID.2 (2025)

VW will mit dem ID.2 wieder einen echten Volkswagen auf den Markt bringen – die Studie ID.2all gibt einen ersten Ausblick.

Der Plan, das E-Auto für die Massen zu bauen, ist beim VW ID.3 – der gerade erst ein Facelift bekommen hat – nicht wirklich aufgegangen. Die Fußstapfen von Käfer und Golf waren dem Kompaktmodell deutlich zu groß. Besser hineinpassen soll nun der kleinere ID.2 – vor allem dank seines verbraucherfreundlichen Preises unter 25.000 Euro. Bei Außenabmessungen und Design orientiert sich der Fünftürer – wie die gerade präsentierte Studie ID.2all zeigt – am VW Polo, innen dürfte er aber deutlich geräumiger ausfallen als der Verbrenner-Kleinwagen. Die Technik stammt aus dem Volkswagen-Baukasten, der Reichweiten bis 450 Kilometer erlaubt. Das reicht auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Klein, günstig und elektrisch – Fünf neue Stromer für die Stadt: Der Renault 5 (2024):

Der Renault 5 sorgte bereits als Studie für Aufsehen.

Wo VW seinem E-Kleinwagen allenfalls sanfte Retro-Elemente ins Blechkleid gebügelt hat, geht der französische Konkurrent bei Design und Namensgebung mit dem Renault 5 konsequent in der Zeit zurück. Vorbild ist der zwischen 1972 und der Jahrtausendwende gebaute Pkw-Klassiker, der es dank charmantem Auftritt und günstiger Technik auf rund 5,5 Millionen Exemplare gebracht hat. Sein elektrischer Wiedergänger dürfte ebenfalls auf niedrige Kosten optimiert sein, einen Preis nennt der Hersteller aber nicht. Er soll aber unterhalb dessen liegen, was aktuell für den Renault Zoe aufgerufen wird. Die Reichweite wird mit rund 400 Kilometern allerdings etwas besser ausfallen. 

Klein, günstig und elektrisch – Fünf neue Stromer für die Stadt: Fiat Punto (2024)

Ob der kleine Elektriker der italienischen Stellantis-Marke tatsächlich Punto heißen wird, ist noch offen. Optisch und von der Preispositionierung dürfte der Kleinwagenklassiker aber durchaus als Vorbild dienen. Die Technik nimmt sich der Fiat aus dem Konzernregal – und zwar aus den gleichen Fächern, aus denen sich auch die etablierten Geschwister Opel Corsa-e und Peugeot e-208 bedienen. In Sachen Reichweite bedeutet das Werte im mittleren 300-Kilometer-Bereich. Preislich wird der Neue wohl unterhalb der beiden im Konzernverbund höher positionierten Marken bleiben. Aktuell kostet ein Stellantis-E-Kleinwagen gut 36.000 Euro. 

Top 10: Die zehn beliebtesten Autos der Deutschen

Ein Tesla Model Y
Platz 10 – Tesla Model Y (35.426 Neuzulassungen): Nur ein einziges reines Elektroauto hat es in Deutschland im Jahr 2022 in die Top 10 der Neuzulassungen geschafft – und das kommt aus dem Hause Tesla. Mehr als 35.000 Mal wurde das Model Y verkauft, das inzwischen auch in Deutschland gebaut wird – in der Gigafactory in Grünheide bei Berlin. © CTK Photo/Imago
Ein BMW 3er
Platz 9 – BMW 3er (36.231 Neuzulassungen): Anfang der 2000er-Jahre lag der BMW 3er in der Neuzulassungsstatistik noch regelmäßig deutlich über der 100.000er-Marke. Doch dann kamen die SUV und zahlreiche neue Modellvarianten wie zuletzt etwa der 4er, die an den Verkaufszahlen des 3ers nagten. Mit Platz 9 hat es der Münchner aber auch im Jahr 2022 noch in die Top 10 geschafft. © BMW
Ein Ford Kuga
Platz 8 – Ford Kuga (38.482 Neuzulassungen): Kaum noch ein Autobauer kann es sich heutzutage noch leisten, kein SUV im Programm zu haben – auch nicht Ford. Viele Autofahrer bevorzugen den bequemen Einstieg und die hohe Sitzposition. Mit dem Kuga fuhr Ford in der Neuzulassungsstatistik des KBA immerhin den 8. Platz ein. © Ford
Ein VW Passat
Platz 7 – VW Passat (39.261 Neuzulassungen): Lange galt der Passat als der klassische Dienstwagen. Die praktische Kombi-Form ist aber natürlich auch für Familien gut geeignet. Dennoch greifen inzwischen viele lieber zum SUV. Deshalb ist der Passat auch nicht mehr so erfolgreich, wie noch vor einigen Jahren. 2011 etwa lag der Wolfsburger mit mehr als 100.000 Neuzulassungen noch deutlich weiter vorn.  © VW
Fahraufnahme eines Mini
Platz 6 – Mini (40.142 Neuzulassungen): Nur wenige Neuauflagen von Autos sind so erfolgreich wie der Mini, dem unter der Federführung von BMW neues Leben eingehaucht wurde. Bis heute erfreuen sich die Fahrzeuge großer Beliebtheit – und es reicht für den 6. Platz bei den Neuzulassungen. Den Mini gibt es in vielen verschiedenen Varianten – doch das KBA macht bei den Modellen keine Unterscheidung. © Mini
Ein Opel Corsa
Platz 5 – Opel Corsa (50.191 Neuzulassungen): Im Kleinwagen-Segment war der Opel Corsa so etwas wie die ewige Nummer Zwei hinter dem VW Polo – doch der hat es im Jahr 2022 nicht einmal mehr in die Top 10 geschafft. Der lange Atem hat sich für den Corsa nun also ausgezahlt – mit einem stolzen 5. Platz bei den Neuzulassungen. Rund 15.000 davon entfielen auf die E-Variante des kleinen Rüsselsheimers. © Opel
Ein Fiat 500
Platz 4 – Fiat 500 (52.337 Neuzulassungen): Ein kleiner Italiener hat es in Deutschland immerhin auf den vierten Platz geschafft. Ziemlich überraschend: Denn Kleinstwagen sind eigentlich kaum noch gefragt. Seine Beliebtheit hat allerdings damit zu tun, dass es ihn auch als Elektro-Version gibt – und noch sind nur wenige Stromer in dieser Kategorie verfügbar. So sind 29.653 der 52.337 im Jahr 2022 neu zugelassenen Fiat 500 rein elektrisch unterwegs. © Fiat
Ein VW T-Roc
Platz 3 – VW T-Roc (58.942 Neuzulassungen): Die Top-3 macht Volkswagen unter sich aus. Den zweiten Platz verpasste der T-Roc dabei nur knapp: Gerade einmal 194 Exemplare verkaufte VW weniger als vom Tiguan. Im nächsten Jahr steht ein Facelift des Kompakt-SUV an – möglicherweise reicht es dann für mehr. © VW
Fahraufnahme eines VW Tiguan
Platz 2 – VW Tiguan (59.136 Neuzulassungen): SUV sind in Deutschland nach wie vor ein Verkaufsschlager – das zeigt auch der Zweitplatzierte bei den Neuzulassungen im Jahr 2022. Allerdings nähert sich die aktuelle Tiguan-Generation inzwischen ihrem Ende – schon im nächsten Jahr soll ein Nachfolger an den Start gehen.  © VW
Es handelt sich hier um einen VW Golf.
Platz 1 – VW Golf (84.282 Neuzulassungen): Nicht umsonst heißt die Kompaktklasse auch Golfklasse – der Wolfsburger ist und bleibt die Nr. 1. Allerdings scheint seine Zeit langsam abzulaufen, denn vor nicht allzu langer Zeit rangierte der Platzhirsch noch mit mehr als 200.000 Neuzulassungen auf dem ersten Rang. Kann er es im Jahr 2023 wirklich noch einmal ganz nach oben schaffen? © VW

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Klein, günstig und elektrisch – Fünf neue Stromer für die Stadt: Toyota bZ Small (2025)

Toyota hat bereits eine Studie des kleinen E-Crossovers bZ Small gezeigt.

Der japanische Kfz-Weltmarktführer Toyota hat Nachholbedarf beim E-Auto. Unter den 15 angekündigten neuen Modellen findet sich mit dem bZ Small Crossover auch ein veritables Einstiegsauto. Optisch erinnert der hochgebockte Stadtwagen an den benzinbetriebenen Aygo X, technisch ist er aber eigenständig und nutzt eine eigene E-Plattform. Dank sehr geringem Verbrauch dürfte das in Europa für Europa gebaute Modell mit einer vergleichsweise kleinen und günstigen Batterie auskommen. Reichweite und Preise sind noch nicht bekannt.

Klein, günstig und elektrisch – Fünf neue Stromer für die Stadt: Skoda Mini-SUV (2026)

VWs kleinster ID wird nicht lange allein bleiben. Ebenfalls 2025 könnte die Seat-Tochter Cupra eine etwas sportlicher positionierte Variante auf den Markt bringen, bevor Schwester Skoda mit einem praktisch und geräumig ausgestalteten Ableger startet. Der kleine Stromer dürfte ein SUV-Kleid tragen und etwas höher ausfallen als die beiden Konzerngeschwister. Bei Technik und Preisen wird es aber in eine ähnliche Richtung gehen. (Holger Holzer/SP-X)

Rubriklistenbild: © Renault

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