Haushalt-Tipps

Trotz Energie-Ersparnis: Bei 3 Geräten besser nie den Stecker ziehen

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Nach dem Ausschalten den Stecker zu ziehen, spart zusätzlich Strom – Bei manchen Geräten sollte man das aber trotzdem nicht machen.

Kassel – Angesichts der aktuellen Energiekrise nehmen sich viele Bürger vor, Strom zu sparen. Stecker nach dem Laden nicht aus der Steckdose zu ziehen, kann ein echter Stromfresser sein.

Es gibt allerdings auch Dinge, die besser dauerhaft an den Strom angeschlossen bleiben sollten. Insbesondere bei drei Haushaltsgegenständen ist es empfehlenswert, den Stecker nicht zu ziehen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Einige Geräte sollten besser an den Strom angeschlossen bleiben. (Symbolfoto)

Stecker bei manchen Geräten besser nicht ziehen – trotz Energiesparen

An den WLAN-Router sind häufig weitere Elektrogeräte, wie beispielsweise ein Smart-TV, gekoppelt. Sobald der Router ohne Strom ist, werden auch diese vom Wlan getrennt. Beim Einschalten kann das zu Problemen führen, häufig müssen beispielsweise Einstellungen neu programmiert werden. Zudem kann es Update-Probleme geben, da diese meist nachts durchgeführt werden. Den WLAN -Router nachts auszuschalten, um Strom zu sparen, sollte man sich daher gut überlegen.

Auch bei OLED-Fernsehern sollte man besser nicht den Stecker ziehen. Der Fernseher aktualisiert seine Pixel automatisch im Hintergrund. Wird er vom Netz getrennt, wird der Aktualisierungsvorgang unterbrochen. Geschieht das zu häufig, kann es dazu führen, dass die Bildqualität leidet, schreibt futurezone.de. Daher wird empfohlen, den Hersteller zu fragen, ob der Fernseher regelmäßig vom Strom getrennt werden kann.

Trotz Energie sparen im Haushalt: Stecker ziehen ist oft sinnvoll – aber besser nicht beim Drucker

Wird der Drucker vollständig vom Strom entfernt, kommt es beim erneuten Starten dazu, dass der Drucker sich neu einstellt und reinigt. Bei der Reinigung verbraucht der Drucker sehr viel Tinte. Außerdem verbraucht ein Drucker selbst angeschlossen kaum Strom, deshalb fällt eine mögliche Ersparnis kaum ins Gewicht, schreibt futurezone.de.

Manche Kabel sollten aber auf jeden Fall aus der Steckdose gezogen werden, vor allem Ladekabel für Smartphones, Laptops und anderes Equipment, verbrauchen auch Strom, wenn kein Gerät angeschlossen ist. Wie viel Energie auch ohne Ladevorgang verbraucht wird, zeigt eine Untersuchung aus der Schweiz. In dieser „wurde der Stromverbrauch von Netzsteckern gemessen“, erklärt SWR-Umweltredakteur Dominik Bartoscheck. „Das schlechteste Modell kam auf einen Jahresverbrauch von mehr als einer Kilowattstunde Strom - nur dafür, dass es in der Steckdose gesteckt hat.“

Diese Stecker zum Energie sparen ziehen „Jahresverbrauch von mehr als einer Kilowattstunde Strom“

Der Verbrauch der Ladegeräte hängt damit zusammen, dass ein Transformator verbaut wurde, der konstruktionsbedingt ständig läuft, sobald er an Strom angeschlossen ist, berichtet der SWR weiter.

11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?

Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus. © Fotostand/Imago
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.  © Michael Bihlmayer/Imago
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie. © CHROMORANGE/Imago
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen. © Westend61/Imago
Ein Mann nimmt Wäsche aus der Waschmaschine heraus.
Das Kurzwaschprogramm der Waschmaschine verbraucht nicht weniger, sondern sogar mehr Strom als ein normaler Waschgang. Schließlich muss mehr Energie aufgebracht werden, um in kürzerer Zeit auf das Waschergebnis zu kommen.  © Shotshop/Imago
Wer einen Wärmepumpentrockner besitzt, kann seine Klamotten nach dem Waschgang getrost in den Trockner stecken. Im Vergleich zu früheren Kondensationstrocknern sparen diese 70 Prozent Energie – und sind schon lange keine Energiefresser mehr.
Wer einen Wärmepumpentrockner besitzt, kann seine Klamotten nach dem Waschgang getrost in den Trockner stecken. Im Vergleich zu früheren Kondensationstrocknern sparen diese 70 Prozent Energie – und sind schon lange keine Energiefresser mehr.  © YAY Images/Imago
Ein voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom als ein leerer? Ebenfalls ein hartnäckiger Mythos, der sich immer noch hält. Je leerer der Innenraum ist, desto schneller entweicht sogar die gekühlte Luft, was wiederum den Energieverbrauch steigert.
Ein voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom als ein leerer? Ebenfalls ein hartnäckiger Mythos, der sich immer noch hält. Je leerer der Innenraum ist, desto schneller entweicht sogar die gekühlte Luft, was wiederum den Energieverbrauch steigert. © Michael Gstettenbauer/Imago
Unterschätzt wird dagegen Eis im Gefrierschrank: eine dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch laut Hersteller um bis zu 15 Prozent. Ab einem Zentimeter sollten Sie deshalb abtauen.
Unterschätzt wird dagegen Eis im Gefrierschrank: eine dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch laut Hersteller um bis zu 15 Prozent. Ab einem Zentimeter sollten Sie deshalb abtauen. © CHROMORANGE/Imago
Altgeräte auszutauschen lohnt sich nicht, solange sie laufen? Ein Irrtum, der Sie bares Geld kostet. Alte Kühlschränke & Co. verbrauchen wesentlich mehr Energie als neue, weshalb ein Wechsel bereits nach zehn Jahren ratsam ist.
Altgeräte auszutauschen lohnt sich nicht, solange sie laufen? Ein Irrtum, der Sie bares Geld kostet. Alte Kühlschränke & Co. verbrauchen wesentlich mehr Energie als neue, weshalb ein Wechsel bereits nach zehn Jahren ratsam ist. © Gottfried Czepluch/Imago
Viele denken auch, dass Ladegeräte nur Strom ziehen, wenn sie am Handy angesteckt sind. Falsch! Deshalb immer den Stecker vom Netz nehmen, wenn Sie es nicht benötigen.
Viele denken auch, dass Ladegeräte nur Strom ziehen, wenn sie am Handy angesteckt sind. Falsch! Deshalb immer den Stecker vom Netz nehmen, wenn Sie es nicht benötigen. © MiS/Imago
Und auch unter der Dusche gilt: Wasser abdrehen, wenn Sie es nicht brauchen. Pro Minuten prasseln hier nämlich 15 Liter Wasser aus der Leitung. Duschen ist also nur dann sparsamer als ein Vollbad (100 Liter), wenn Sie weniger als sieben Minuten unter der laufenden Brause stehen.
Und auch unter der Dusche gilt: Wasser abdrehen, wenn Sie es nicht brauchen. Pro Minuten prasseln hier nämlich 15 Liter Wasser aus der Leitung. Duschen ist also nur dann sparsamer als ein Vollbad (100 Liter), wenn Sie weniger als sieben Minuten unter der laufenden Brause stehen. © Michael Bihlmayer/Imago

Nicht nur Ladekabel sollten gezogen werden, auch in der Küche lässt sich Energie sparen, wenn der Wasserkocher und der Toaster nicht eingesteckt bleiben, empfiehlt Bartoscheck. Das hat auch noch einen weiteren Vorteil, weil dadurch die Brandgefahr gesenkt wird. Es lohnt sich also, zu prüfen, welche Stecker aus der Steckdose gezogen werden können. (Kilian Bäuml)

Rubriklistenbild: © Rolf Kosecki/Imago

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