BCG-Studie

Autokauf wird immer teurer: Energiekrise treibt Fahrzeugpreise dauerhaft nach oben

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Wer gehofft hatte, dass Autos in den nächsten Jahren billiger werden, wird nun von einer neuen Studie enttäuscht. Die Energiekrise treibt demnach die Preise hoch – dauerhaft.

Steigende Preise haben im Jahr 2022 vielen Menschen in Deutschland zu schaffen gemacht. Autofahrer mussten vor allem an der Tankstelle tief in die Tasche greifen. Und auch beim Kauf von Neuwagen waren kaum hohe Rabatte herauszuschlagen. Selbst bei Gebrauchten kletterten die Preise – nach echten Schnäppchen für weniger als 5.000 Euro muss man zumeist eine Weile suchen. Die schlechte Nachricht: Einer neuen Studie zufolge werden Autos noch teurer – und zwar auf lange Sicht.

Autokauf wird teurer: Energiekrise treibt Fahrzeugpreise dauerhaft nach oben

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) über die der „Spiegel“ berichtet, hat die Autoindustrie noch über das laufende Jahrzehnt hinaus unter der aktuellen Energiekrise zu leiden. Die hohen Preise für Strom und Gas werden demnach auch die Kosten für Produktion von Autos nach oben treiben.

Laut einer Studie sollen Autos durch die Energiekrise dauerhaft teurer werden. (Symbolbild)

Autokauf wird teurer: Energiekosten für Produktion eines Verbrenners verteuern sich um 1.500 Euro.

Den Prognosen der Experten zufolge liegen die Energiepreise im Jahr 2030 zwar deutlich niedriger als auf dem Höhepunkt 2022, aber immer noch mehr als doppelt so hoch als im Vorkrisenjahr 2020. In der Folge lägen die Energiekosten für die Herstellung eines Elektroautos der Mittelklasse im Jahr 2030 um 1.300 Euro höher als noch zehn Jahre zuvor. Verbrennerfahrzeuge würden sich demnach sogar um 1.500 Euro in der Produktion verteuern.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

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Autokauf wird teurer: Elektroautos sollen auf lange Sicht billiger werden

Auf lange Sicht dürften Elektroautos (bei deren Batterien die Hersteller in der EU bald den CO2-Fußabdruck offenlegen müssen) der Studie zufolge aber billiger werden. Denn deren Massenfertigung laufe gerade erst so richtig an, weswegen davon auszugehen sei, dass die Produktionskosten pro Stromer bis 2030 insgesamt erheblich sinken und damit trotz der hohen Energiekosten zu niedrigeren Preisen für die Kunden führen würden.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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