Gesundheitsgefahr

Europaweiter Gewürz-Rückruf: Krebserregende Stoffe entdeckt – „Können Erbgut verändern“

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Wegen Belastung mit krebserregenden Kohlenwasserstoffen ruft Global Foods getrocknete Lorbeerblätter zurück. Vom Verzehr des Gewürzes wird abgeraten.

Kassel – Lorbeerblätter verleihen normalerweise vielen Gerichten eine besondere Note. Das Gewürz wird in der Küche meist getrocknet verwendet. Von getrockneten Lorbeerblättern der Marke Kings sollten Verbraucher derzeit allerdings die Finger lassen. Für sie wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz ein Rückruf veröffentlicht. Grund dafür sind krebserregende Inhaltsstoffe.

Getrocknete Lorbeerblätter der Marke Kings werden wegen krebserregender Inhaltsstoffe zurückgerufen. (Collage)

Rückruf für getrocknete Lorbeerblätter: Belastung durch krebserregende Kohlenwasserstoffe

Global Foods Trading (GFT), Vertreiber der getrockneten Lorbeerblätter (Kings Bay Leaves), teilt mit, dass das Produkt in den Packungsgrößen 50 Gramm und 1 Kilogramm mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 05/2026 zurückgerufen wird. Das Gewürz sei mit polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet. Diese sind „krebserregend, können das Erbgut verändern und haben fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften“, informiert das Umweltbundesamt. Vom Verzehr wird dringend abgeraten.

Betroffener Artikel Kings Bay Leaves (getrocknete Lorbeerblätter)
Hersteller/VertreiberJayaco/Global Foods Trading GmbH
Grund der WarnungBelastung mit polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK)
Losnummer0523GFT7
Mindesthaltbarkeitsdatum 05/2026
Verpackungseinheit 50 Gramm und 1 Kilogramm

Weiter wird informiert, dass PAK über bestimmte Öle aus der Erdölverarbeitung, die als Weichmacher beigemengt werden, in für Verbraucher bestimmte Produkte gelangen können. Sie sind laut Umweltbundesamt schlecht abbaubar und reichern sich in Organismen an. Da vom Hersteller keine Informationen zur Rückgabe entsprechender Packungen verlautbart wurden, rät produktwarnung.eu, die betroffenen Artikel in den jeweiligen Verkaufsstellen zu retournieren.

Auf Anfrage von IPPEN.MEDIA gibt Global Foods Trading bekannt, dass der Konzern europaweit „Großhandel, Asia-Shops und Restaurants“ beliefere. Supermarktketten wie Rewe, Aldi oder Kaufland gehören demnach nicht zu den Direktkunden des Vertriebsunternehmens. „Das genannte Produkt wird von uns nur in kleineren Mengen vertrieben“, heißt es zudem seitens GFT.

Betroffen seien ausschließlich Artikel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum Mai 2026 sowie der Losnummer 0523GFT7. Erst vor kurzem rief ein Hersteller von Sushi-Produkten Ware wegen möglicher Salmonellen-Gefahr zurück. Auch ein Hummus von Rewe war vor wenigen Tagen wegen der Kontamination mit gefährlichen Bakterien von einem Rückruf betroffen.

Rubriklistenbild: © Stewart Waller/Imago

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