Auf Anzeichen am Kopf achten

Fallen Ihnen die Haare aus? Könnte ein Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sein

  • schließen

Bei struppigen, glanzlosen Haaren und Haarausfall sollten sie weniger auf Pflegeprodukte setzen, sondern vielmehr die Schilddrüsenwerte untersuchen lassen.

Diese kleine Drüse vermag Großes bewirken – und anzurichten, wenn es unentdeckt und unbehandelt bleibt. Viele Betroffene wissen nicht, dass eine Funktionsstörung oder Erkrankung ihrer Schilddrüse hinter den Symptomen steckt. Insbesondere bei Anzeichen, die wegen Unwissenheit und nicht offensichtlich auf eine Unterfunktion, die Entzündung, Hashimoto oder Überfunktion schließen lassen. So kann nicht nur ein unangenehmes Hautgefühl mit „Ameisenlaufen“, starke Müdigkeit oder Depressionen auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten, auch Veränderungen der Haare mit Haarausfall bemerken Betroffene.

Schilddrüsenunterfunktion: Haarausfall als Symptom einer Hypothyreose

Bei Haarausfall immer auch an eine mögliche Schilddrüsenstörung denken. (Symbolbild)

Laut Planet Wissen hat ein Mensch etwa fünf Millionen Haare am Körper – zwischen 100.000 und 150.000 Haare alleine trägt er auf dem Kopf. Die von blonden Menschen sind durchschnittlich feiner als die der Dunkelhaarigen. Dafür besitzen die Menschen mit helleren Haaren wesentlich mehr, etwa 150.000 Haupthaare. Kopfhaare wachsen täglich ca. 0,3 Millimeter, somit monatlich etwa einen Zentimeter pro Haar.

Jedes Haar wächst normalerweise völlig unabhängig von dem anderen. Während jeden Tag Haare wachsen, gibt es auch täglich welche, die ausfallen – bei einem gesunden Menschen sind es 60 bis 100 Haare. Fallen einer Person mehr als 100 Haare pro Tag aus, kann man von Haarausfall sprechen. Übermäßiger Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben, von Long-Covid-Symptom über falsches Kämmen bis hin zu Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto.

Noch mehr spannende Gesundheitsthemen finden Sie in dem kostenlosen Newsletter von 24vita.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Übermäßiger Haarausfall: Schilddrüsenwerte untersuchen lassen

Bemerken Sie bei sich, dass Haare über mehrere Tage und Wochen stark ausfallen, sollten Sie Ihren Hausarzt oder einen Endokrinologen aufsuchen. Möglicherweise zeigen sich bei Ihnen auch weitere Symptome, die auf eine Störung der Schilddrüse hindeuten könnten. Diese sollten Sie Ihrem Arzt mitteilen.

Folgende Warnsignale sprechen für eine Schilddrüsenunterfunktion

Haarausfall

Müdigkeit

Konzentrationsschwierigkeiten

Depressive Verstimmungen

Potenzprobleme bei Männern

Gewichtszunahme ohne Veränderung der Essgewohnheiten

Niedriger Blutdruck

Da die Schilddrüse zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper beeinflusst, gehen damit auch verschiedenste Symptome wie Haarausfall einher. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann die Haare auch struppig und trocken werden lassen. Nicht selten zeigt sich der Haarausfall auch an Teilen der Augenbrauen. Bei Menschen mit einer Schilddrüsenerkrankung ist der Haarwuchs oft deutlich verlangsamt.

Schilddrüsenunterfunktion: Elf Lebensmittel können bei Hashimoto helfen

Rote Paprika
Hashimoto-Patienten sollten vor allem auf entzündungshemmende Lebensmittel setzen. Paprika zählt zu den Gemüse- und Obstsorten, die Vitamin C (Ascorbinsäure) enthält. Auch Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Fenchel, Sanddorn, Hagebutte, Kiwi, schwarze Johannisbeeren und Zitrusfrüchte eignen sich gut. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/Imago
Olivenöl wird aus einer Karaffe getropft.
Pflanzenöle wie Olivenöl, aber vor allem auch Weizenkeimöl und rotes Palmöl liefern Vitamin E und sind deshalb bei Hashimoto empfehlenswert. Es handelt sich zudem um Antioxidantien, die recht hitzebeständig sind.  © zidi/Panthermedia/IMAGO
Äpfel
Bei Hashimoto sind Gemüse- und Obstsorten in den Farben rot, blau oder violett besonders empfehlenswert. Dazu zählen Äpfel, Beeren, Granatäpfel, Kirschen und Pflaumen. Sie enthalten Polyphenole. Diese Antioxidantien kommen besonders in den Blättern von Pflanzen vor. Auch Oliven und Olivenöl, Soja, Getränke wie Grüntee, Kaffee, (dunkler) Kakao, Rotwein und viele Gewürze wie Oregano, Zimt enthalten sie. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/IMAGO
Eine Kiste mit roten Tomaten
Neben Papaya, Grapefruit, Karotten, Feldsalat, Grünkohl und Wassermelonen liefern auch Tomaten Carotinoide wie Lycopin und Beta-Carotin. Sie zählen ebenfalls zu den Antioxidantien. Reife Tomaten enthalten viel Lycopin, Dosentomaten und Tomatenmark sogar noch wesentlich mehr. © Maksim Konstantinov/IMAGO
Ananas liegt auf Untergrund
Ananas enthält Bromelain, das nicht nur entzündungs-, sondern auch gerinnungshemmend ist.  © YAY Images/IMAGO
Löffel mit Kurkuma.
Kurkuma (Gelbwurz) und Currypulver liefern Curcumin. Es hilft nicht nur bei Hashimoto, sondern insbesondere auch bei Arthrose, da es schmerzlindernd ist. Es soll zudem auch Krebs hemmen.  © Hans-Joachim Schneider/IMAGO
Chillischoten
Chili- und Paprikaschoten enthalten Capsaicin. Dabei handelt es sich um ein in verschiedenen Paprikasorten natürlich vorkommendes Alkaloid, das schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirkt. © Georg Schierling/IMAGO
Eine Hand hält einen Bund Hagebutten.
Hagebutte, die ganze Frucht als Pulver – nicht im Hagebuttentee, liefert Galaktolipide. Sie haben eine entzündungshemmende Wirkung. Allerdings sind sie fettlöslich und zerfallen bei Erhitzen über 40 Grad. Als Marmelade haben die Hagebutten deshalb weniger heilende Eigenschaften. © F. Hecker/Imago
Frau füllt eine Tüte mit Walnüssen.
Walnüsse enthalten neben Leinsamen, Leinöl, Chia-Öl, Walnussöl, Rapsöl sowie verschiedenen Fischarten (z.B. Lachs, Hering, Makrele, Sardelle) Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken entzündungshemmend und sind deshalb gerade für Hashimoto-Patienten essenziell. Zudem können sie bei bei regelmäßiger Einnahme nachweislich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.  © David Munoz/IMAGO
Ein Bauer zeigt auf einem Markt einem Kunden Knoblauch in seiner Hand.
Knoblauch und Zwiebeln enthalten Sulfide und wirken antibaktierell und gefäßschützend. © Liang Sen/IMAGO
Mandeln
Mandeln wirken ebenfalls entzündungshemmend und liefern neben anderen Lebensmitteln Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Zink, Eisen, Selen. Diese erhalten Sie auch über dunkles Kakaopulver, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte, Sesam, Vollkorngetreide, Kürbiskerne, Spinat, Beerenobst, Geflügel, Lachs, Leber und dunkelgrünes Blattgemüse. © IMAGO/Alex Salcedo

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © AndreyPopov/Imago

Kommentare