Salmonellen-Alarm

Hersteller startet dringenden Rückruf von Sonnenblumenkernen – bei Verzehr drohen Durchfall und Fieber

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Neue Lebensmittelwarnungen gibt es fast wöchentlich. Aktuell warnt ein Hersteller vor einem beliebten Produkt – Grund ist Salmonellen-Gefahr.

Kassel –Sonnenblumenkerne sind nicht nur lecker, in ihnen stecken laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) auch noch jede Menge gesunde Nährstoffe – darunter Proteine, Mineralstoffe und Vitamine.

Wer Sonnenblumenkerne zum Verfeinern von Speisen oder einfach als gesunden Snack für zwischendurch verzehrt, sollte jetzt bei einem bestimmten Produkt einen genauen Blick auf das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum werfen. Denn wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) informiert, ruft der Hersteller Monolith Mitte GmbH seine geschälten Sonnenblumenkerne in der 250-Gramm-Packung zurück.

Ein Hersteller startet eiligen Rückruf für sein Produkt – es wurden Salmonellen nachgewiesen.

Sonnenblumenkerne-Rückruf: Hersteller ruft Artikle wegen Salmonellen zurück

Wie das Unternehmen über das Portal produktwarnung.eu mitteilt, wurden in dem Produkt mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30.04.2025 Salmonellen nachgewiesen. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Betroffen ist ausschließlich folgender Artikel:

HerstellerMonolith Mitte GmbH
ProduktSonnenblumenkerne geschält
Verpackungseinheit250 g
Betroffenes MHD30.04.2025
Los-Kennzeichnung229/23A

Laut der Pressemitteilung können Kunden, die den betroffenen Artikel gekauft haben, diesen gegen Erstattung des Kaufpreises in dem jeweiligen Markt zurückgeben. Für weitere Fragen kann außerdem der Kundenservice unter der kostenlosen Hotline-Nummer 0800 66 66 548 kontaktiert werden. Auch Penny musste kürzlich eine Wurstsorte in sechs Bundesländern wegen Salmonellen-Gefahr zurückrufen.

Sonnenblumenkerne-Rückruf: Diese Bundesländer sind betroffen

Das vom Rückruf betroffene Produkt war laut lebensmittelwarnung.de in neun Bundesländern im Verkauf:

  • Baden-Württemberg
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Schleswig-Holstein

Verbraucher haben nach Aussagen der Verbraucherschützer grundsätzlich das Recht auf einwandfreie Produkte. Doch leider sorgen immer wieder Rückruf-Aktionen für Beunruhiung. Die Gründe für einen Rückruf sind dabei vielfältig. So startete der schwedische Möbelhersteller Ikea einen Rückruf für ein Ladegerät wegen Stromschlag-Gefahr.

Auswertung der BVL zeigt: Salmonellen die häufigste Ursache bei mikrobiologischen Kontaminationen

Salmonellen sind häufige Verursacher einer baktieriellen Magen-Darm-Erkranung. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts können bei einer Salmonellen-Erkrankung nach einer Inkubationszeit von sechs bis 72 Stunden folgende Symptome auftreten:

  • Durchfall
  • Fieber
  • Kopf- und Bauchschmerzen
  • Allgemeines Unwohlsein 
  • Gelegentlich auch Erbrechen

Das BVL hat im vergangenen Jahr 308 Mal Lebensmittel aus dem Handel zurückgerufen. „Bei knapp einem Drittel waren mikrobiologische Kontaminationen Grund der Warnung. Darunter wa­ren mit 35 Meldungen Salmonellen erneut die häufigste Ursache“, teilte das BVL in einer Pressemitteilung mit. Aktuell ist Aldi von einem Brot-Rückruf betroffen. Bei einer Rewe-Wurst drohten ebenfalls Durchfall und Erbrechen – allerdings aus einem anderen Grund.(vw)

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/ dpa

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