VonVivian Wergschließen
Eine bei Rewe verkauft Fleischwurst wird zurückgerufen. Wegen eines Produktionsfehlers kann sie schnell verderben und sollte nicht gegessen werden.
Kassel – Bratwurst, Thüringer, Bockwurst, Weißwurst, Fleischwurst – die Liste der unterschiedlichen Wurstsorten in Deutschland ist lang. Wer kürzlich bei Rewe eine „ja! Delikatess Geflügel-Fleischwurst“ gekauft hat, sollte jetzt besser nochmal einen genauen Blick auf das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum und den Zeitstempel werfen. Für eine bestimmte Charge gibt es aktuell einen Rückruf. Denn wie die Firma OVO Vertriebs-GmbH über das Portal produktwarnung.eu mitteilt, wurde das Produkt im Herstellungsprozess nicht vollständig erhitzt. Erst kürzlich war ein Schinken-Produkt bei Edeka ebenfalls von einem Rückruf betroffen.
Rückruf bei Rewe: Dieses Produkt ist betroffen
Das vom Rückruf betroffene Produkt sei nach eigenen Angaben weich, pastös und könne vorzeitig verderben. Die Ware sei daher nicht zum Verzehr geeignet. Betroffen ist ausschließlich folgender Artikel:
| Hersteller | OVO Vertriebs-GmbH |
|---|---|
| Produkt | ja! Delikatess Geflügel-Fleischwurst |
| Verpackungseinheit | 500 g |
| Betroffenes MHD | 04.07.2024 |
| Charge | 10722263, Uhrzeit 08:00 Uhr – 10:00 Uhr |
Produkte mit abweichenden Mindesthaltbarkeitsdaten beziehungsweise Uhrzeiten sind von der Maßnahme nicht betroffen, heißt es in der Rewe-Pressemitteilung. Das Unternehmen habe schon reagiert und die betroffene Ware bereits aus dem Verkauf genommen. Kunden, die den Artikel mit den genannten Eckdaten gekauft haben, können diese gegen Erstattung des Kaufpreises, auch ohne Vorlage des Kassenbons zurückgeben.
Geflügelfleisch häufig mit Salmonellen behaftet
Geflügelfleisch erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Nach Angaben des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL Bayern) kann dieser von Natur aus aber pathogene Mikroorganismen, Salmonellen und thermophile Campylobacter spp. (Supspezies), enthalten. Nur eine ausreichende Erhitzung könne laut LGL Bayern eine Inaktivierung der beiden Erreger gewährleisten.
Salmonellen können aber auch als Verunreinigung in nicht tierischen Lebensmitteln wie zum Beispiel Tee, Gewürze, Schokolade auftreten. Nach einer Inkubationszeit von 7 bis 72 Stunden akute Erkrankungsfälle mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber und gelegentlich auch Kopfschmerzen verursachen. Thermophile Campylobacter spp. hingegen können nach einer Inkubationszeit von zwei bis fünf Tagen akute Erkrankungsfälle mit zum Teil blutigem Durchfall, Fieber, Bauchschmerzen, Erbrechen sowie Kopf- und Muskelschmerzen auslösen.
Die jährlichen statistischen Auswertungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zeigen, dass die Anzahl der Lebensmittelwarnungen zunehmen. Die Gründe für einen Rückruf sind vielfältig. So läuft aktuell ein Obst-Rückruf wegen eines nicht gekennzeichneten Stoffes. In drei Chargen einer Olivenöl-Marke wurde vor kurzem wiederum ein Pestizid nachgewiesen. (vw)
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