Weihnachtsgeschenk umgestalten

Amaryllis kann ohne Wachshülle ein zweites Mal blühen

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Eine Amaryllis im Wachsmantel ist ein beliebtes Geschenk zur Weihnachtszeit. Doch die Blume lässt sich noch viel länger bestaunen als nur eine Blütezeit lang.

Nach der Weihnachtszeit muss nicht Schluss sein. Eine Amaryllis im Wachsmantel kann durchaus mehrfach blühen, wenn Pflanzenfans sie frühzeitig aus ihrer Wachsschicht herausholen. Denn nur dann gibt es die Chance, dass sich die Amaryllis richtig entwickeln kann. Der Grund dafür ist simpel: Die Pflanze braucht Platz, um Wurzeln bilden zu können.

Pflege einer Wachamaryllis

Eine Wachsamaryllis kann ohne ihren Mantel ein zweites Mal blühen.

Haben Sie eine Wachamaryllis gekauft oder geschenkt bekommen, steht an erster Stelle, sie gut zu pflegen. Sie blüht in ihrem Wachsmantel ganz hervorragend, wenn Sie folgende Dinge beachten:

  • Amaryllis an einen hellen, aber nicht zu heißen Platz stellen (optimal Temperatur liegt zwischen 18 und 20 Grad Celsius)
  • Pflanze von Zeit zu Zeit drehen, damit sich der Stängel gleichmäßig entwickelt
  • aufs Gießen verzichten

Dadurch, dass die Pflanze einen Wachsmantel trägt, kann sie sich selbst versorgen. Alles, was sie braucht, findet sie in ihrer Zwiebel. Sie kann aufgrund des Wachses keine Wurzeln bilden und benötigt so kein extra Gießwasser. In dieser Wachsschicht überlebt die Amaryllis allerdings auch nur eine Blüte. Danach geht ihr die Energie in der Zwiebel aus.

Aus Wachshülle herausschälen

Deswegen ist es wichtig, die Amaryllis direkt nach der Blüte aus ihrer Wachsschicht zu befreien. Der verblühte Stängel darf erst einmal an der Zwiebel bleiben, damit die Zwiebel die Nährstoffe daraus mit der Zeit wieder aufnehmen kann. Füllen Sie dann Kakteenerde in ein Gefäß und setzen Sie die Amaryllis hinein. Eine Drainageschicht und ein Loch im Topf sind Pflicht, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

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Platzieren Sie den Topf an einem hellen Ort, halten Sie die Erde feucht und geben Sie der Amaryllis ein wenig Zeit, wieder neue Wurzeln zu bilden. Sind Stiel und Blüte braun, dürfen Sie sie von der Zwiebel abtrennen. Zwischen März und Mai, wenn die Amaryllis verblüht ist, dürfen Sie die Pflanze laut Öko-Test alle zwei Wochen mit Dünger versorgen. Brennnesseljauche oder Kompostwasser eignet sich dafür besonders gut.

Ruhepause dringend einhalten

Ab September sollten Sie das Gießen komplett einstellen, da dann für die Pflanze eine Ruhephase beginnt. Perfekt für die Pflanze ist zu diesem Zeitpunkt ein Ort, an dem es kühle zehn bis 18 Grad Celsius sind und an den wenig Licht dringt. Die Ruhephase ist nach etwa zwei Monaten, Anfang November, vorbei. Danach lösen Sie die äußerste Schicht der Zwiebel ab, topfen die Amaryllis erneut um und achten Sie darauf, die Zwiebel nur bis zur Hälfte mit Erde zu bedecken. Jetzt darf die Pflanze wieder in Ihr Zimmer einziehen.

Zimmerpflanzen für den Schatten: Die 10 schönsten

Nahaufnahme von einem Gummibaum samt Blüte.
Hat ein Gummibaum buntes Laub, benötigt er weniger Licht als ein grüner Gummibaum. © Imago
Ein Mann hält einen Bogenhanf in einem Stofftopf.
Bogenhanf bevorzugt weniger helle Plätze in der Wohnung. © Eva Blanco/Imago
Nahaufnahme von einem Schwertfarn.
Der perfekte Standort für Farne sind Nordfenster.  © Mint Images/Imago
Eine Grünlilie vor einer Holzwand.
Zu viel Sonne führt bei der Grünlilie zu verbrannten Blättern. © Teresinagoia/Imago
Eine Calathea „Goldstar“ in einer Wohnung.
Direkte Sonneneinstrahlung führt bei der Calathea zu Verbennungen.  © GWI/Floramedia/Imago
Eine Monstera vor einem dunklen Vorhang.
Das Fensterblatt (Monstera) benötigt nur mindestens 500 Lux. © Julie Berthelemy/Imago
Das Blatt einer weißen Friedenslilie.
Die Friedenslilie (Spathiphyllum) braucht relativ viel Wasser und dafür nur wenig Sonne. © CSP_iperl/Imago
Verschiedene Kakteen auf einem Tablett.
Die Kakteensorten Mammillaria oder Cephalocereus können auch mit wenig Licht zurechtkommen. Anders sieht es bei den meisten anderen Kakteen aus: Sie brauchen mindestens fünf Stunden direkte Sonneneinstrahlung. © Nalinratana Phiyanalinmat/Imago
Nahaufnahme eines Bubikopfes.
Direkte Sonne mag der Bubikopf (Soleirolia soleirolii) nicht. Auch auf zu viel Wärme reagiert das hübsche Gewächs empfindlich. © Pablo Galán Cela/Imago
Ein Drachenbaum vor einer weißen Wand.
Drachenbäume sind der Klassiker unter den Zimmerpflanzen, da sie mit wenig Wasser und relativ wenig Licht auskommen. Ganz dunkel sollten sie jedoch nicht stehen. Praktisch: Drachenbäume reinigen die Luft. © McPhoto/Imago

An einem hellen, warmen Ort entwickelt sich jetzt langsam die Blüte. Sobald die Blüte zu sehen ist, dürfen Sie auch wieder düngen. Und wichtig laut dem Compo-Gartencenter: regelmäßiges Gießen nicht vergessen!

Rubriklistenbild: © ngaliero/Imago

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