Erste Hilfe leisten bei Katzen

TAPS-Schema: So erkennen Sie, ob Ihre Katze ein medizinischer Notfall ist

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Eine Katze als Haustier sorgt für viel Freude, geht aber auch mit großer Verantwortung einher. Daher sollten Sie für den Fall der Fälle Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen.

Wer eine Katze in Aktion sieht, könnte meinen, sie ist unverwundbar. Die Samtpfoten überwinden selbst meterhohe Hindernisse mit Leichtigkeit. Auch aus größerer Höhe landen sie meistens auf den Pfoten und sind aufgrund ihrer extrem flexiblen Wirbelsäule enorm wendig. Doch auch Katzen können sich ernsthaft verletzen. Etwa, wenn sie von einem Auto angefahren werden oder von einem anderen Tier gebissen werden.

Halter sollten deshalb mit gängigen Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut sein, um ihren Schützling im Notfall bestmöglich versorgen zu können.

Was tun, wenn die Katze krank oder verletzt ist?

Ist Ihre Katze verletzt oder liegt ein anderer medizinischer Notfall vor, sollten Sie folgende Regeln beherzigen:

  • Bewahren Sie Ruhe: Wenn Sie panisch werden, überträgt sich das auf Ihr Tier, das ohnehin bereits gestresst ist.
  • Informieren Sie Ihren Tierarzt und schildern Sie die Situation.
  • Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit: Katzen reagieren oft aggressiv, wenn sie verletzt sind.
  • Wie steht es um die Vitalfunktionen? Um diese Frage zu beantworten, sollte das TAPS-Schema angewandt werden, das weiter unten erklärt wird.
  • Lebensbedrohliche Verletzungen, etwa an Brust und Bauch, sollten zuerst versorgt werden.
Katzen haben neun Leben – heißt es im Volksmund. Doch auch die Samtpfoten können sich ernsthaft verletzen.

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„TAPS“ steht für Temperatur, Atmung, Puls und Schleimhaut. Das Kürzel soll im Notfall dabei helfen, den Schweregrad der Verletzung schnell einschätzen zu können.

Elf süße Katzenbabys, die Ihr Herz heute schmelzen lassen

Schlafendes Kätzchen
Ein schlummerndes Katzenbaby: gibt es etwas Süßeres? © Imago
Kätzchen spielt
Kätzchen sind beliebte Fotomotive: zu süß sind ihre tapsigen Bewegungen, ihr verträumter Blick und ihr Umgang mit neuen Spielsachen.  © Imago
Zwei kleine Kätzchen streifen im Garten umher
„Da will ich hoch, bitte bitte“: Ihr angeborenes Klettertalent bauen Katzenbabys schon früh aus. Ob Stühle, Tische oder Schränke – Erhöhte Flächen ziehen Katzen magisch an.  © Emica Elvedji/Imago
Mädchen hält zwei junge Katzen im Arm
Das Wesen einer Katze ist individuell sehr verschieden: Wo die einen nicht genug vom Kuscheln auf dem Sofa bekommen, sind andere weniger auf den Menschen fixiert und jagen lieber durch die Nacht.  © Imago
Vier drei Wochen alte Kitten spielen putzmunter.
Ein Wurf Katzenjunge kann aus bis zu sieben Kätzchen bestehen. Die Miezen im Bild sind zirka drei Wochen alt.  © BeckerBredel/Imago
Drei Katzen sitzen in der Hoftür
Eine kleine „Katzengang“ durchstreift ihr Revier: Auf Bauernhöfen sind Katzen seit jeher wichtige Mitbewohner, weil sie die Mäusepopulation unter Kontrolle halten. Mäuse sind dort deshalb so unerwünscht, weil sie Kornkammern verunreinigen und Krankheiten übertragen können.  © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Katzenbaby spielt mit Decke
Gesunde Katzenbabys haben in der Regel einen ausgeprägten Spieltrieb. Alles wird zum Spielzeug: Decken, Kartons, Schuhe, Socken, Haargummis und gerne auch die Deckel von Trinkflaschen.  © Silke Heyer/Imago
Katzenbaby scharrt im Katzenklo herum.
Sie möchten Ihr Kätzchen ans Katzenklo gewöhnen? Loben Sie es dafür direkt, nachdem es sein Geschäft dort gemacht hat. So verbindet der kleine Stubentiger die Örtlichkeit mit etwas Positivem und sucht es in Zukunft gerne auf. © Sabine Brose/Sorge/Imago
Katzenbabies balgen miteinander.
Im Spiel mit seinen Geschwisterchen lernt ein Katzenjunges auch, sich zu behaupten.  © Sabine Brose/Sorge/Imago
Kleines Kätzchen schnuppert an Frau
Die Eingewöhnungsphase eines Kätzchens ist am Anfang oft von Unsicherheit und sogar Angst geprägt. Schließlich sind die neuen Menschen um es herum noch unbekannt. Doch bald schon wird die Neugierde des neuen Mitbewohners überwiegen und es traut sich, das Neuland zu erkunden.  © Imago
Getigertes Kätzchen erkundet die Welt
Ein Kätzchen erkundet die Welt: Gut, wenn die Mama nicht weit entfernt ist, denn die Kletterkünste des kleinen Stubentigers sind noch nicht ganz ausgereift.  © Wayne Hutchinson/Imago

TAPS-Schema: Erste Hilfe für Katzen

Um den Zustand Ihrer Katze gut einschätzen zu können und zu bestimmen, ob ein medizinischer Notfall vorliegt, sollten Sie die TAPS-Anleitung anwenden:

  • Temperatur: Um diese zu messen, sollte das Thermometer nach Gebrauchsanweisung angewendet werden. Meist ist es nötig, dass Sie sich einen Helfer suchen, um die Katze festzuhalten. Eine Temperatur, die höher als 39-39,2 Grad Celsius liegt, bedeutet Fieber, wie die Stiftung Tierschutzliga informiert.
  • Atmung: Eine gesunde Katze hat eine Atemfrequenz von zehn bis 30 Atemzügen pro Minute, so eine Information der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Berühren Sie Ihre Katze nicht, um die Atemzüge zu zählen, weil dies das Ergebnis verfälschen könnte. Beobachten Sie stattdessen, wie oft sich der Brustkorb hebt und senkt. Stress kann die Atemfrequenz stark nach oben treiben.
  • Puls: 160–200 Herzschläge pro Minute sind der Veterinärmedizinischen Universität Wien zufolge bei gesunden Katzen normal. Gemessen wird so: Legen Sie Zeige- und Mittelfinger (Pistolengriff) an die Innenseite des Hinterbeins und messen Sie die Anzahl der Pulsschläge. Die Formel: Pulsschläge pro 15 Sekunden x 4.
  • Schleimhaut: Sind die Schleimhäute im Maul blassrosa, ist das ein Zeichen dafür, dass der Kreislauf der Katze stabil ist. Blasse und weiße Schleimhäute können Zeichen eines Schocks sein oder auf starken Blutverlust hinweisen.

Rubriklistenbild: © Christof Koepsel/Imago

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