Haustier verstehen: So erkennen Sie Stress bei Katzen
VonLouisa Pader
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Katzen können genauso von äußeren Einflüssen gestresst sein, wie wir Menschen auch. So erkennt man die Anzeichen und wird die Stressfaktoren los.
Viele Katzenhalter kennen das: Der Stubentiger sitzt auf dem Schrank, schaut sein Herrchen oder Frauchen provozierend an – und schon liegt die Blumenvase auf dem Fußboden. Und der Besitzer steht da und denkt sich nur: Warum?
Das Verhalten von Haustieren, insbesondere Katzen, gibt Herrchen und Frauchen oft ein Rätsel auf. Ein paar Anzeichen gibt es aber, auf die Haustierhalter achten können und an denen sie zum Beispiel erkennen, ob ihr Tier besonders gestresst ist. Katzen zeigen ihren Stress auf verschiedene Weisen, die ihren Besitzern auffallen sollten.
Anzeichen für Stress bei Katzen: Darauf sollten Haustierhalter achten
Wenn sie gestresst sind, reagieren Katzen gar nicht so viel anders als Menschen es in einer ähnlichen Situation tun würden. Laut einer Katzenexpertin der Nachrichten- und Verbraucher-Plattform Wmn.de können Anzeichen für Stress bei Katzen etwa sein, dass sie sich allgemein aggressiv verhalten. Das kann bedeuten, dass sie anfangen zu kratzen oder lautstark durch Miauen und Fauchen auf sich aufmerksam machen. Kein großer Unterschied also zu einem Menschen, der gestresst ist und deshalb genervt und kratzbürstig reagiert.
Auch wenn die Katze sich entweder übermäßig oder gar nicht mehr putzt, sollten sich Besitzer Gedanken machen. Jegliches Verhalten, das nicht der Norm entspricht, kann demnach als Stressindikator angesehen werden.
Wenn die Katze allerdings anfängt, sich lethargisch zu verhalten und sich etwa hinter Möbelstücken zusammenrollt und lange nicht aus ihrem Versteck herauskommt, besteht langsam, aber sicher ein Grund zur Sorge. Wenn die Katze nicht mehr frisst oder sogar krank wird und Durchfall hat, hat der Stress schon überhandgenommen. Dann ist der Katze wie auch beim Menschen der Stress auf den Magen geschlagen und man sollte den Gang zum Tierarzt antreten. Auch das ist zwar mit Stress für die Tiere verbunden, sollte aber im Notfall in Kauf genommen werden.
Stress für Katzen: Diese Trigger sollte man für die Stubentiger beseitigen
Damit Stress bei Katzen gar nicht erst auftritt, sollte man die häufigsten Stressquellen für die Vierbeiner vermeiden. Und wenn das nicht geht, kann man sie zumindest erträglicher machen.
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Katzen sind Gewohnheitstiere. Laut Tierisch-wohnen.de verursacht ihnen also alles Stress, was nicht der normalen Alltagssituation entspricht. Das kann zum Beispiel ein Umzug sein, bei der sich die gesamte Umgebung inklusive der Gerüche und sonstigen Eindrücke ändert. Aber auch andere Änderungen, wie etwa ein neuer Mitbewohner, können für Stress sorgen. Das kann zum etwa ein Baby sein, das den Alltag im Haus der Katze auf den Kopf stellt, oder der neue Partner vom Herrchen, der einzieht. In dem Fall sollte man das Tier nicht in Richtung der „Neuen“ drängen und lieber abwarten, bis die Katzenneugierde siegt.
Handelt es sich um einen tierischen Neuankömmling kann der Stress sogar auf Revierkämpfe zurückzuführen sein, weil die Katze erst einmal denkt, ihr Reich verteidigen zu müssen – egal, ob gegen eine andere Katze oder gegen einen Hund. Letztere können allerdings einen noch größeren Stressfaktor darstellen, wenn der Stubentiger nicht an Hunde gewöhnt ist. Generell sind mehrere Tiere in einer sozialen Umgebung laut Katzenmedizin.info ein Stressfaktor für Katzen.
Darüber hinaus ist auch jede andere Art von Unruhe nicht unbedingt die Lieblingssituation von ruheliebenden, meistens schlafenden Katzen. Streit der Zweibeiner, permanent laute Musik oder ähnliche Arten von Lärm fallen in diese Kategorie.
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Wenn Katzen Stress empfinden, dann sollte der erste Schritt sein, sie mit seinen Hilfeversuchen nicht noch weiter zu stressen. Auf den Arm nehmen und streicheln kann ja nett gemeint sein, ist aber nicht immer das Richtige für den Stubentiger. Auf keinen Fall sollte man das Tier laut Tierisch-wohnen.de also zu etwas zwingen, was es nicht will.
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Am besten beseitigt man alle Störfaktoren, laute Geräusche und fremde Gerüche, und lässt das Haustier erst einmal in Ruhe sein eigenes Ding machen oder sich an seinem Rückzugsort entspannen. Auch Katzenpheromone zur Entspannung sind eine Option, über die der Tierarzt Auskunft geben kann.