Tipps für Katzenhalter

Haustier verstehen: So erkennen Sie Stress bei Katzen

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Katzen können genauso von äußeren Einflüssen gestresst sein, wie wir Menschen auch. So erkennt man die Anzeichen und wird die Stressfaktoren los.

Viele Katzenhalter kennen das: Der Stubentiger sitzt auf dem Schrank, schaut sein Herrchen oder Frauchen provozierend an – und schon liegt die Blumenvase auf dem Fußboden. Und der Besitzer steht da und denkt sich nur: Warum?

Das Verhalten von Haustieren, insbesondere Katzen, gibt Herrchen und Frauchen oft ein Rätsel auf. Ein paar Anzeichen gibt es aber, auf die Haustierhalter achten können und an denen sie zum Beispiel erkennen, ob ihr Tier besonders gestresst ist. Katzen zeigen ihren Stress auf verschiedene Weisen, die ihren Besitzern auffallen sollten.

Anzeichen für Stress bei Katzen: Darauf sollten Haustierhalter achten

Wenn sie gestresst sind, reagieren Katzen gar nicht so viel anders als Menschen es in einer ähnlichen Situation tun würden. Laut einer Katzenexpertin der Nachrichten- und Verbraucher-Plattform Wmn.de können Anzeichen für Stress bei Katzen etwa sein, dass sie sich allgemein aggressiv verhalten. Das kann bedeuten, dass sie anfangen zu kratzen oder lautstark durch Miauen und Fauchen auf sich aufmerksam machen. Kein großer Unterschied also zu einem Menschen, der gestresst ist und deshalb genervt und kratzbürstig reagiert.

Wenn sich die Katze hinter Möbeln versteckt, könnte das ein Anzeichen für Stress sein.

Auch wenn die Katze sich entweder übermäßig oder gar nicht mehr putzt, sollten sich Besitzer Gedanken machen. Jegliches Verhalten, das nicht der Norm entspricht, kann demnach als Stressindikator angesehen werden.

Wenn die Katze allerdings anfängt, sich lethargisch zu verhalten und sich etwa hinter Möbelstücken zusammenrollt und lange nicht aus ihrem Versteck herauskommt, besteht langsam, aber sicher ein Grund zur Sorge. Wenn die Katze nicht mehr frisst oder sogar krank wird und Durchfall hat, hat der Stress schon überhandgenommen. Dann ist der Katze wie auch beim Menschen der Stress auf den Magen geschlagen und man sollte den Gang zum Tierarzt antreten. Auch das ist zwar mit Stress für die Tiere verbunden, sollte aber im Notfall in Kauf genommen werden.

Stress für Katzen: Diese Trigger sollte man für die Stubentiger beseitigen

Damit Stress bei Katzen gar nicht erst auftritt, sollte man die häufigsten Stressquellen für die Vierbeiner vermeiden. Und wenn das nicht geht, kann man sie zumindest erträglicher machen.

Schwarze Katzen sind Glücksbringer im Fellmantel – hier sind elf Fakten, die das beweisen

Eine schwarze Katze liegt zwischen Geldscheinen auf einem Teppich.
Fakt 1: Die reichste Katze der Welt hatte schwarzes Fell. Blacky lebt zwar nicht mehr, ist jedoch dem Guinness Buch der Rekorde zufolge bis heute der reichste Kater auf dem Planeten. Mit einem Erbe von umgerechnet 11 Millionen Euro hatte er bestimmt ein schnurr-haftes Leben. Sein Herrchen, der Katzenliebhaber und Brite Ben Rea, war 1988 verstorben und hinterließ seinen 15 Katzen-Erben diese unglaubliche Summe. Als Letzter im Bunde war Blacky der Glückliche und erbte alles. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Aus dem Film Jigsaw mit Jean Wallace und Franchot Tone aus dem Jahr 1949: Jean Wallace hat eine schwarze Katze auf dem Arm.
Fakt 2: Schwarze Katzen sind echte Hollywoodstars. Sie glänzen – im wahrsten Sinne des Wortes – in der Literatur, im Fernsehen und im Film. Diese schwarzen Katzen sind beispielsweise berühmt: Aus der TV-Serie „Die Simpsons“: Snowball II Aus der Kurzgeschichte „The Black Cat“ von Edgar Allen Poe: Pluto (Auch als Film aus dem Jahr 1966 bekannt) Aus der TV-Serie „Star Trek“: Isis Aus der TV-Serie „Sabrina – Total Verhext!“: Salem Aus der Anime-Serie „Sailor Moon“: Luna  © Everett Collection/Imago
Eine schwarze Katze mit hellgrünen Augen sitzt auf einem Stuhl und blickt nur mit ihrem halben Kopf über den Tisch, der vor dem Stuhl steht.
Fakt 3: Für schwarze Katzen gibt es ein eigenes Café. In Japan, in der Kleinstadt Himeji, findet man ein Katzencafé mit dem Namen „Nekobiyaka“, in dem es nur schwarze Katzen gibt. Dort trägt jede der Katzen ein andersfarbiges Band, damit sie von den Besuchern auseinandergehalten werden können. Das Café ist das erste und einzige auf der Welt, in dem es ausschließlich schwarze Katzen gibt. © Cavan Images/Imago
Eine zusammengerollte dunkelbraune Katze schaut mit großen Augen am Betrachter vorbei.
Fakt 4: Schwarze Katzen sind Verwandlungskünstler. Das Pigment Eumelanin sorgt für die schwarze Färbung des Fells. Kleine Änderungen im Pigment bewirken wunderschöne Abstufungen in der dunklen Fellfarbe: Töne wie Cinnamon oder Chocolat, aber auch Blau können das Ergebnis sein. © VWPics/Imago
Eine schwarze Katze schmiegt sich im warmen Sonnenlicht in einen Behälter voller Walnüsse.
Fakt 5: Schwarze Katzen bleichen aus. Zwar ist die Fellfarbe genetisch vorbestimmt, trotzdem kann sie sich im Laufe eines Katzenlebens ändern. Gründe dafür können eine Ernährungsumstellung, das Alter oder auch die Jahreszeit sein. Wenn Ihre dunkle Katze am Ende eines sonnenreichen Sommers eine hellere Fellfarbe hat, wissen Sie zumindest, dass Ihre Samtpfote eine abenteuerreiche Zeit im Freien hatte. © YAY Images/Imago
Eine schwarze Katze liegt auf einem weißen Sofa, hat die Augen geschlossen und streckt ihre Pfoten genüsslich von sich weg.
Fakt 6: Schwarze Katzen werden gefeiert. In Großbritannien wurde 2010 der „National Black Cat Day“ für den 27. Oktober ins Leben gerufen, um auf die nachtfarbenen Samtpfoten in den Tierheimen aufmerksam zu machen. In Amerika wird am 17. August der „Black Cat Appreciation Day“ gefeiert. Deutschland feiert seit 2011 ebenfalls am 17. August den „Tag der schwarzen Katze“.  © Panthermedia/Imago
Eine schwarze Katze sitzt neben zwei Schweine-Statuen auf einer Holzbank.
Fakt 7: Schwarze Katzen bringen Glück. Viele Kulturkreise betrachten schwarze Katzen als Glücksbringer. In Japan beispielsweise gelten sie als Männer-Magnet für Single-Frauen. In den Midlands in Großbritannien sollen schwarze Katzen einer Braut Glück und ewige Liebe bescheren und werden daher häufig zu Hochzeiten verschenkt. Und auch britische Matrosen glauben seit Langem, dass schwarze Katzen an Bord Glück bringen und eine sichere Heimkehr ermöglichen. Die Schotten hingegen erhoffen sich vom Besuch eines schwarzen „Lackfellchens“ Wohlstand. Im Aberglauben bringt eine schwarze Katze Glück, wenn sie den Weg von rechts nach links kreuzt (in der Gegenrichtung Unglück). © blickwinkel/Imago
Eine junge Katze steht auf einem großen Stein am Stand und blick in die Sonne, weshalb ihr Fell rötlich leuchtet.
Fakt 8: Schwarze Katzen setzen Rost an. Das ist natürlich im übertragenen Sinn zu verstehen. Bei vielen schwarzen Katzen erscheint das Fell braun-rötlich, wenn Sonnenlicht auf ihr Fell leuchtet. Aber Achtung: Dieses Phänomen kann auch auf etwas anderes hindeuten. Eine dauerhafte rötlich bis bräunliche Färbung des schwarzen Fells könnte auf ein Nährstoffdefizit hindeuten. Der Mangel an Tyrosin, einer Aminosäure, oder Kupfer, einem Mineralstoff, kann eine solche Erscheinung im Fell hervorrufen. Ein Besuch beim Tierarzt wird schnell Klarheit schaffen. © agefotostock/Imago
Eine schwarze und eine weiße Katze kuscheln sich eng aneinander.
Fakt 9: Schwarze Katzen sind dominant. Die Schwarzfärbung von Haut, Schuppen oder – im Fall der Katzen – Fell wird Melanismus genannt. Er kommt bei 13 von 37 Katzenspezies vor. Schwarze Katzen vererben ihre Gene dominant. Das bedeutet, dass sie ihre Gene für die schwarze Fellfarbe bevorzugt an den Katzennachwuchs weitergegeben wird.  © Panthermedia/Imago
Eine schwarze Katze blickt mit großen grünen Augen an der Kameralinse vorbei.
Fakt 10: Schwarze Katzen sind widerstandsfähiger. Untersuchungen des National Institute of Health haben ergeben, dass die Genmutationen, die eine schwarze Fellfarbe hervorrufen, besser vor Krankheiten schützen können. Ihre dunkle Farbe ist ein zusätzlicher Pluspunkt, wenn es um die Tarnung geht: Katzen mit schwarzem Fell können sich leichter verstecken und bei Dämmerung besser auf die Jagd gehen. © blickwinkel/Imago
Eine schwarze Katze ist in Nahaufnahme zu sehen: Ihre gelben Augen blicken geheimnisvoll in die Kamera.
Fakt 11: Schwarze Katzen werden häufiger abgelehnt. Die Zahlen sprechen für sich: Schwarze Katzen aus dem Tierheim müssen durchschnittlich 13 Prozent länger darauf warten, vermittelt zu werden als andere Katzen. Außerdem ergaben amerikanische Studien, dass schwarze Miezen oft als aggressiver und unfreundlicher wahrgenommen werden. Die Vermutung der Wissenschaftler ist, dass Menschen ihre Mimik durch das schwarze Fell schlechter einordnen können. Somit sind die einzigen, denen schwarze Katzen Unglück bringen, sie selbst. © Panthermedia/Imago

Katzen sind Gewohnheitstiere. Laut Tierisch-wohnen.de verursacht ihnen also alles Stress, was nicht der normalen Alltagssituation entspricht. Das kann zum Beispiel ein Umzug sein, bei der sich die gesamte Umgebung inklusive der Gerüche und sonstigen Eindrücke ändert. Aber auch andere Änderungen, wie etwa ein neuer Mitbewohner, können für Stress sorgen. Das kann zum etwa ein Baby sein, das den Alltag im Haus der Katze auf den Kopf stellt, oder der neue Partner vom Herrchen, der einzieht. In dem Fall sollte man das Tier nicht in Richtung der „Neuen“ drängen und lieber abwarten, bis die Katzenneugierde siegt.

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Handelt es sich um einen tierischen Neuankömmling kann der Stress sogar auf Revierkämpfe zurückzuführen sein, weil die Katze erst einmal denkt, ihr Reich verteidigen zu müssen – egal, ob gegen eine andere Katze oder gegen einen Hund. Letztere können allerdings einen noch größeren Stressfaktor darstellen, wenn der Stubentiger nicht an Hunde gewöhnt ist. Generell sind mehrere Tiere in einer sozialen Umgebung laut Katzenmedizin.info ein Stressfaktor für Katzen.

Darüber hinaus ist auch jede andere Art von Unruhe nicht unbedingt die Lieblingssituation von ruheliebenden, meistens schlafenden Katzen. Streit der Zweibeiner, permanent laute Musik oder ähnliche Arten von Lärm fallen in diese Kategorie.

Katzen wieder beruhigen: So beseitigt man den Stress der Stubentiger

Wenn Katzen Stress empfinden, dann sollte der erste Schritt sein, sie mit seinen Hilfeversuchen nicht noch weiter zu stressen. Auf den Arm nehmen und streicheln kann ja nett gemeint sein, ist aber nicht immer das Richtige für den Stubentiger. Auf keinen Fall sollte man das Tier laut Tierisch-wohnen.de also zu etwas zwingen, was es nicht will.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Am besten beseitigt man alle Störfaktoren, laute Geräusche und fremde Gerüche, und lässt das Haustier erst einmal in Ruhe sein eigenes Ding machen oder sich an seinem Rückzugsort entspannen. Auch Katzenpheromone zur Entspannung sind eine Option, über die der Tierarzt Auskunft geben kann.

Rubriklistenbild: © Imago

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