Symptome ernst nehmen

Früherkennung von Krebs: Die ersten Anzeichen einer Krebserkrankung bei Erwachsenen und Kindern

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Krebs ist eine Krankheit, bei welcher es oft erst spät zu Symptomen kommt. Bei den ersten Warnsignalen sollten Sie daher keine Zeit verlieren.

Bei Infektionen reagiert das Immunsystem meist sofort mit typischen Krankheitsanzeichen wie Fieber, Schnupfen und Halsschmerzen. Krebskranke spüren dagegen oftmals erst in späten Krankheitsstadien, dass etwas nicht stimmt. Früherkennungsmaßnahmen wie regelmäßige Check-Ups beim Arzt sind daher enorm wichtig. Laborwerte, die durch eine Blutuntersuchung gewonnen werden, geben bereits lange vor ersten Symptomen Aufschluss darüber, wie es um die Gesundheit des Patienten bestellt ist.

Krebs ist die Folge einer Entartung und Mutation von Zellen. Die dadurch entstandenen Tumore können gutartig und bösartig sein. In letzterem Fall besteht Lebensgefahr, wenn eine Therapie nicht zeitnah einsetzt. Das Tückische: Viele Krebsarten führen in den frühen Stadien nicht zu Beschwerden.

Krebs: Wie sich erste Symptome bei Kindern und Erwachsenen zeigen

Symptome treten oft auf, wenn Tumore wachsen, auf Nerven oder Organe drücken oder Metastasen bilden. Kinder und Erwachsene zeigen in diesem Fall teilweise unterschiedliche Beschwerden.

Wenn Sie ohne ersichtlichen Grund Gewicht verlieren, sollten Sie dies ärztlich abklären lassen.

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Wenn folgende Symptome bei Erwachsenen neu auftreten, nicht wieder verschwinden oder schlimmer werden, sollten Sie dies ärztlich abklären lassen, informiert die Krankenkasse AOK:

  • Fieber
  • Nachtschweiß
  • Gewichtsverlust ohne ersichtliche Ursache
  • Verdauungsprobleme
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Blutungen
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Knoten in der Brust
  • anhaltender Husten
  • Mundveränderungen
  • Hautveränderungen
  • Schmerzen ohne erkennbare Ursache
  • Gelbfärbung von Haut oder Augen
  • Blässe
  • neurologische Auffälligkeiten

Bei Kindern können folgende Symptome auf eine Krebserkrankung hinweisen, wie das Portal Kinderkrebsinfo und Forschende vom Münchner Klinikum rechts der Isar informieren:

  • Fieber
  • Blässe
  • Erbrechen
  • Erschöpfung
  • Konzentrationsschwäche
  • Wachstumsverzögerungen
  • Gewichtsverlust
  • örtliche Schwellungen und Schmerzen
  • Sehstörungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Lähmungen
  • Knochenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen
  • Lymphknotenschwellungen

Krebserregende Viren: Diese Erreger können Krebs auslösen

Herpesvirus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) zählt zur Gruppe der Herpesviren. Dem Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) zufolge gilt als sicher, dass eine Infektion mit EBV zur Entstehung von B-Zell-Lymphomen beitragen kann, einer bösartigen Erkrankung von B-Lymphozyten. Mit Lymphom werden in der Medizin bösartige Tumoren des lymphatischen Systems bezeichnet. In Tumoren von T-Lymphozyten (T-Zell-Lymphome) konnte das Epstein-Barr-Virus ebenfalls nachgewiesen werden, so das dkfz. © Imago
Das Magenbakterium Helicobacter pylori
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, Magenkrebs zu fördern. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblockern äußerst erfolgreich. © dpa
HIV: Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet
Die rote Schleife soll das Thema Aids und HIV in die Mitte der Gesellschaft rücken. Eine Infektion mit sogenannten HI-Viren (humane Immundefizienzviren) kann die Krankheit Aids auslösen. Menschen mit Aids sind häufiger von Krebs betroffen, vermutlich aufgrund ihres geschwächten Immunsystems, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert.  © Oliver Berg/dpa
Impfausweis
Hepatitis B fördert Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © Martin Wagner/Imago
Hepatitis C Viren
Gegen Hepatitis-C-Viren gibt es unglücklicherweise (noch) keinen Impfstoff. Die aggressiven Erreger zählen zu den häufigsten Ursachen für Leberkrebs. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert, werden Hepatitis-C-Viren inzwischen aber auch mit weiteren Tumorarten in Zusammenhang gebracht: Auch Krebs der Gallenwege sowie das Multiple Myelom könnten durch eine Infektion begünstigt werden, heißt es.  © CAVALLINI JAMES/Imago
HPV (Humane Papillomviren)
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt Arten, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © CAVALLINI JAMES/Imago

Eine rechtzeitige ärztliche Abklärung von Krebsverdachtssymptomen kann die Behandlungschancen erheblich verbessern. Denn wenn der Tumor wächst und sich Metastasen bilden, erschwert das die Therapie enorm.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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