Heißer Tipp bei Kälte

Eiskratzen am Auto: Hausmittel hilft in Sekunden gegen vereiste Scheibe

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Frustrierendes Ritual im Winter: Das Eiskratzen am Auto. Aber es geht auch schnell, einfach und ohne Eiskratzer. Ein Hausmittel hilft blitzschnell.

München – Der Winter ist da. Die Temperaturen fallen weit unter den Gefrierpunkt, Ende November erlebt Deutschland ein eiskaltes Wetter-Wochenende. Autofahrer wissen, was jetzt dazu kommt: Vereiste Scheiben, die das Eiskratzen am Auto notwendig machen. Lästig.

Eiskratzen am Auto ohne Eiskratzer: Ein Hausmittel hilft blitzschnell gegen Frost

Gerade am Morgen ist das Eiskratzen am Auto oft leidig. Wer kennt es nicht: Es soll schnell gehen, aber dann muss man noch die Scheibe freikratzen. Das kostet Zeit und Nerven.

Zum Glück gibt es zahlreiche Tricks, wie das Eiskratzen an der Autoscheibe einfacher und schneller geht. Dabei hilft vor allem auch ein Hausmittel. Und das funktioniert auch ohne Eiskratzer.

Die Autoscheibe ist komplett vereist: Gegen den Frost kommen Sie mit einem Hausmittel auch ohne Eiskratzer an.

Das Zaubermittel gegen Frost: Ein Enteiser-Spray. Das ist kinderleicht zu Hause selbst hergestellt. Füllen Sie dafür Essig und Wasser im Verhältnis Drei zu Eins (drei Teile Essig, ein Teil Wasser) in eine Sprühflasche. Und schon sind Sie für den nächsten Scheiben-Frost gewappnet. Die Mixtur einfach auf die vereisten Stellen sprühen und in wenigen Sekunden verschwindet der Frost.

Tipp gegen Eiskratzen am Auto: Essig-Wasser-Gemisch beugt vereisten Scheiben auch vor

Die Essig-Wasser-Mischung hilft auch präventiv beim Eiskratzen am Auto. Wen sie das Hausmittel vor der Nacht auf die Autofenster sprühen, bleiben die Scheiben eisfrei. Der Trick dahinter: Das Essig-Wasser-Gemisch hat eine niedrigere Gefriertemperatur als Wasser.

Zwar gefriert Essigsäure bereits bei 17 Grad Celsius, die Mixtur hingegen nicht. Dahinter steckt ein Effekt, der Gefrierpunktniederung genannt wird. Wenn das Gemisch aus Essig und Wasser friert, müssen nicht nur die Wassermoleküle kristallisieren, sondern auch die Bindung zu den Essigmolekülen gebrochen werden. Das kostet Energie. In unserem Fall also: Mehr Kälte. 

Die Essig-Wasser-Methode hilft allerdings nur bei moderaten Minus-Temperaturen. Fallen die Temperaturen weit unter den Nullpunkt, können Sie sich mit hochprozentigem Alkohol behelfen (zum Beispiel Waschalkohol oder Spiritus, auf Alkohol wie Wodka sollten Sie verzichten) behelfen. Auch ein Salz-Wasser-Gemisch funktioniert als Alternative zum Scheibenkratzen am Auto. Hierbei sollten Sie aber unbedingt beachten, dass sich die Salzkörner vollständig im Wasser aufgelöst haben, bevor Sie es auf die Scheibe auftragen.

Vorsicht vor der Wasser-Methode im Winter: Angeblicher Eiskratz-Ersatz kann Autofenster sprengen

Achtung: Ein verbreiteter Irrglaube ist, dass heißes Wasser das Frost-Problem noch besser löst. Kochendes Wasser sollten Sie aber auf keinen Fall über gefrorene Scheiben kippen. Das mahnt auch der ADAC.

Auch wenn es logisch klingt, Eis mit Wärme zu bekämpfen, ist die Kochwasser-Methode zu extrem. Durch die großen Temperatur-Unterschiede können Risse entstehen oder die Scheiben im schlimmsten Fall sogar komplett zerbersten. Auch lauwarmes Wasser sollten Sie nicht nutzen, Babypuder und Walnüsse können derweil gegen beschlagene Scheiben helfen. (moe)

Rubriklistenbild: © Rene Traut/Imago

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