VonSimon Monesschließen
Wie sicher sind Senioren hinter dem Steuer? Versicherungen schlagen Alarm und fordern Rückmeldefahrten für Senioren. Doch es gibt Kritik.
Autofahren bedeutet für viele Deutsche auch Freiheit. Doch grade im Alter lässt die Reaktionsfähigkeit nach und auch Augen und Gehör werden schlechter. Die EU brachte daher im vergangenen Jahr einen Fahrtauglichkeitstest für Senioren ins Gespräch. Der Gesamtverband der Versicherer plädiert für obligatorische Feedback-Fahrten für Autofahrer ab 75 Jahren.
Der GDV setzt sich bereits seit einigen Jahren für Rückmeldefahrten ein. Gesundheitstests seien hingegen nicht aussagekräftig, so Käfer-Rohrbach. Ein Grund dafür: Senioren sind an drei Viertel der Unfälle, in die sie verwickelt sind, schuld. Das zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamt (Destatis).
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Versicherer fordern Rückmeldefahrten: Keine Auswirkung auf Fahrerlaubnis
Geplant sind Fahrten von 30 bis 60 Minuten, wie Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV, in einer Diskussion beim Verkehrsgerichtstag erklärte. Diese würden unter der Aufsicht eines speziell ausgebildeten Fahrlehrers oder Verkehrspsychologen im realen Straßenverkehr stattfinden. Wie T-Online.de schreibt, sollen diese ab 75 Euro aufwärts kosten.
Direkte Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis sollen die Fahrten aber nicht haben. Der GDV schlägt vor, die Ergebnisse vertraulich zu behandeln. Dies würde dazu beitragen, Prüfungsstress zu vermeiden. Pilotversuche hätten gezeigt, dass die Teilnehmer bereit seien, Ratschläge anzunehmen, wie beispielsweise das Vermeiden von Nachtfahrten.
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Rückmeldefahrten für Senioren: Sozialverband übt Kritik
Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland, lehnte eine solche Regelung ab. „Ich glaube, dass das absolut der falsche Weg ist, ältere Menschen unter Generalverdacht zu stellen“, betonte sie. „Fahruntüchtigkeit am Alter festzumachen, ist diskriminierend.“
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Sie sprach sich jedoch nicht grundsätzlich gegen alle Regelungen aus. Sie könne sich allgemeine Gesundheitschecks für alle Autofahrer vorstellen, beispielsweise bei regelmäßigen Führerscheinverlängerungen. Auch Feedback-Fahrten könne sie sich vorstellen, diese sollten jedoch nicht obligatorisch und kostenfrei sein. Es sei zudem wichtig, den öffentlichen Nahverkehr, insbesondere in ländlichen Gebieten, auszubauen, um die Mobilität älterer Menschen zu gewährleisten. Sie schlug die Förderung von Bürgerbussen vor.
Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.
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